Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

110.000 Euro Preisgeld für Forschungs- und Gründerideen aus dem INP Greifswald e.V.

15.08.2007
Conplas und Plasmasept überzeugten auf der venturesail 2007

1. und 4. Platz, eine erfolgreiche Bilanz für das Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik e.V. auf der diesjährigen "venturesail".

Alle Drei eingereichten Ideen aus dem INP wurden zum Finale in der Kategorie Gründer-Team und Forscher-Team zugelassen.

Erstmalig konnte sich das INP Greifswald gegen alle Mitbewerber in der Kategorie Gründer-Team durchsetzen.

... mehr zu:
»INP »Vorlaufforschung

Dr. Ronny Brandenburg und Sebastian Spreeberg überzeugten als potenzielle Ausgründer. ConPlas - prämiert mit dem 1. Platz bei den Gründer-Teams und 80.000 Euro - ist ein effektives Arbeitsgerät zur Oberflächenbehandlung. Mit ConPlas kann ein kompaktes und flexibles Plasmawerkzeug zur trockenen Reinigung, zur Haftverbesserung von Lacken und Verklebungen, zur Beschichtung und Entkeimung von glatten und strukturierten Oberflächen angeboten werden. Die einfache und sichere Handhabung sowie die zuverlässige Arbeitsweise bieten das Potenzial für eine hohe Akzeptanz bei Kunden aus allen Bereichen der Oberflächenbearbeitung. Conplas ermöglicht kostengünstige Lösungen für den Hobby- und Modellbau Bereich, sowie für Handwerk und Industrie.

Das Forscherteam um Dr. Thomas von Woedtke, (Mentoren: Prof. Weltmann, Prof. Wilke, Prof. Axel Kramer sowie Prof. Ulrike Lindequist - INP und UNI Greifswald) freute sich über 30.000 Euro und den 4. Platz. Physiker, Mediziner und Pharmazeuten entwickelten gemeinsam einen neuen Ansatz der Wundbehandlung - Plasmasept ein plasmabasiertes Verfahren zur Wundheilung.

Schwer therapierbare chronische Wunden verursachen im Gesundheitswesen jährlich Kosten in Milliardenhöhe.

Plasmasept soll als eine gut verträgliche Alternative zur Behandlung mit chemischen Antiseptika Wundheilungsprozesse erheblich verkürzen.

Prof. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor des INP und Mentor sowie Initiator beider Projekte, zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.

"Die Gelder ermöglichen uns unter anderem eine schnellere und detaillierte Projektbearbeitung. Dem INP Greifswald wurde mit diesem Erfolg einmal mehr die Richtigkeit der Strategie "Von der Idee zum Prototyp" bestätigt, d.h. wissenschaftliche Vorlaufforschung für zukünftige Anwendungen zu betreiben und deren Qualifizierung zu marktfähigen Produkten und Verfahren konsequent zu begleiten" so Weltmann.

Weltmann weiter "Besonderer Dank gilt Frau Prof. Lindequist und Prof. Kramer von der Universität Greifswald für die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit".

Das INP Greifswald erforscht Niedertemperatur-Plasmen für technische Anwendungen. Ziel ist einerseits die technologische Vorlaufforschung und andererseits die Optimierung etablierter Plasmaverfahren und Plasmaprodukte sowie die Erforschung neuer Plasmaanwendungen.

Dies wird ergänzt durch die Anpassung von Plasmen an kundenspezifische Einsatzbedingungen sowie Machbarkeitsstudien, Serviceleistungen und Beratung.

Das INP betreibt Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum Prototyp, wobei sich die Themen an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientieren. Derzeit stehen die Biomedizintechnik, Mikro- und Nanotechnologie, Umwelttechnik, Spezial-Plasmaquellen, Modellierung und Diagnostik im Mittelpunkt des Interesses.

Das INP verfügt über 3700 qm Hauptnutzfläche, hat 25 Speziallabore sowie einen klassifizierten Reihenraum und ein mikrobiologisches Labor für interdisziplinäre Forschung.

Das INP gehört zur Leibniz-Gemeinschaft und ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Derzeit beschäftigt das INP etwa 130 Mitarbeiter und ist damit die größte außeruniversitäre Einrichtung auf diesem Forschungsgebiet in Europa.

Im Verbund mit dem Institut für Physik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität (IfP) und dem Max-Planck-Institut (IPP) besteht die Aufgabe des INP in der Förderung der Plasmatechnologie, in der Verbindung von Grundlagen und Industrieforschung.

Aus dem INP wurde in den Jahren 2005 und 2006 bereits je eine Firma ausgegründet.

Liane Glawe | idw
Weitere Informationen:
http://www.inp-greifswald.de/

Weitere Berichte zu: INP Vorlaufforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie