Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF fördert Forschungsvorhaben zur geologischen Speicherung von CO2

20.07.2007
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderrichtlinien für neue Forschungsvorhaben im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms GEOTECHNOLOGIEN bekannt gegeben. In enger Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen neue Technologien zur geologischen Speicherung des Treibhausgases CO2 entwickelt werden.

Unter dem deutschen Vorsitz der EU-Präsidentschaft wurden richtungweisende Beschlüsse zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen als Beitrag zum Klimaschutz gefasst. Um den anthropogenen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) wirkungsvoll zu reduzieren, müssen konkrete Technologien identifiziert und entwickelt werden.

Neben der Einsparung von Energie, der Effizienzsteigerung von Kraftwerken und dem verstärkten Einsatz regenerativer Energien, gilt die Abscheidung und geologische Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage, CCS) als eine mögliche Schlüsseltechnologie im Portfolio der Klimaschutzstrategien. Um die industrielle Nutzung dieser innovativen Technologie mittelfristig zu ermöglichen, sind jedoch weitere Anstrengungen von Wissenschaft und Wirtschaft notwendig. Besondere Bedeutung kommt dabei der sicheren Speicherung des Treibhausgases im Untergrund zu.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Verantwortung für die Forschungsaktivitäten zur geologischen Speicherung von CO2 im Untergrund übernommen. Bereits seit 2005 fördert das BMBF im Rahmen des FuE-Programm GEOTECHNOLOGIEN Maßnahmen zur Erforschung dieser Hochtechnologie.

... mehr zu:
»BMBF »Treibhausgas

Deutschland besitzt auf diesem Gebiet inzwischen ein großes wissenschaftliches und technologisches Know-how. Die existierenden Ansätze sollen nun weiterentwickelt werden, um noch bestehenden Forschungsbedarf gezielt abzubauen und die Basis für die technologische Anwendung zu schaffen.

Wichtige Themen zukünftiger Forschungsvorhaben sind unter anderem die Neu- und Weiterentwicklung verlässlicher Überwachungssysteme für potenzielle Kohlendioxid-Speicher während der Betriebs- und nachbetrieblichen Phase, innovative Injektionstechnologien und die Einwirkung von CO2 auf potenzielle Speicher- und Deckgesteine. Der engen Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstitutionen und Unternehmen wird hier besondere Bedeutung beigemessen. Die gezielte Förderung von Nachwuchsgruppen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler soll darüber hinaus dazu beitragen, das wissenschaftliche Know-how auf diesem Gebiet langfristig zu sichern.

Einsendeschluss für Projektanträge ist der 31. August 2007. Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien finden Sie unter www.geotechnologien.de.

Kontakt:
Dr. Ludwig Stroink, Leiter Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN
Tel.: 0331 6201 4810, Fax: 0331 6201 480; E-Mail: stroink@gfz-potsdam.de
GEOTECHNOLOGIEN ist ein geowissenschaftliches FuE-Programm gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). In interdisziplinären Verbundprojekten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden neue Konzepte zur Nutzung der Erde und zum Schutz der auf ihr lebenden Menschen entwickelt. Zurzeit sind 147 Verbundprojekte mit 44 Universitäten, 20 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und 41 Industriepartnern aktiv.

Dr. Ludwig Stroink | GEOTECHNOLOGIEN Coordination Off
Weitere Informationen:
http://www.geotechnologien.de

Weitere Berichte zu: BMBF Treibhausgas

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics