Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tsunami-Alarmsystem mit Integrata-Preis ausgezeichnet

09.07.2007
Tübinger A3M für humane Nutzung der Informationstechnologie gewürdigt

Mit dem HUNIT-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie ist die Tübinger A3M AG, Entwickler und Betreiber des Tsunami-Alarmsystems für Mobiltelefone, gestern in Mannheim ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Wolfgang Heilmann, Vorstandsvorsitzender der Integrata-Stiftung, übergab den mit 3.000 Euro dotierten Preis auf dem do it.software-forschungstag 2007 der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH an die Professoren Wolfram Reiners und Eduard Heindl. Mit dem Integrata-Preis werden seit sieben Jahren Projekte ausgezeichnet, die mithilfe moderner Informationstechnologie einen Beitrag zur Verbesserung des Arbeitslebens leisten und zu einer Steigerung der Lebensqualität führen.

„Mit der Ausschreibung des Integrata-Preises wollen wir Forscher gezielt dazu anregen, die Möglichkeiten der humanen Nutzung von Informationstechnologie voll auszuschöpfen“, erläuterte Wolfgang Heilmann das Anliegen der Stiftung. „Die A3M hat mit der Entwicklung des Tsunami-Alarmsystems in unseren Augen einen sehr wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Sicherheit der Menschen und damit ihre Lebensqualität zu steigern.“

Für Wolfram Reiners von der A3M hat die Auszeichnung einen besonders hohen Stellenwert: „Der Preis der Integrata-Stiftung stellt eine inhaltliche Anerkennung unserer Arbeit im Dienste des Menschen dar. Eine sinnvolle und menschengerechte Nutzung von IT steht bei uns im Vordergrund, die Verfolgung dieser Ziele war jedoch nicht immer einfach. Am Anfang stand die bittere Erfahrung, dass diese den dringend benötigten Geld- und Kapitalgebern meist recht unwichtig sind und deren Gedanken sich nur um Return-on-Investment drehen“, erinnert sich Reiners. „Dennoch haben wir an diesen Zielen immer festgehalten und erhalten mit dieser Auszeichnung eine schöne Bestätigung unserer Arbeit und dafür, dass wir mit dem Grundgedanken nicht alleine sind.“
Auch Eduard Heindl, Mitentwickler des Systems, betonte bei der Veranstaltung, dass Technologie nicht zum Selbstzweck werden dürfe, sondern ihr Einsatz immer auch einer ethischen Betrachtung bedürfe. „Ich bin stolz auf diesen Preis, da er nicht nur die materiellen Vorteile einer Entwicklung, sondern den Nutzen für die Menschen anerkennt. Denn darin liegt doch das eigentliche Ziel der Wissenschaft - Produkte zu entwickeln, die dem Menschen dienen“, so Heindl.

Neben der A3M wurden Mitarbeiter der Technischen Universitäten München und Darmstadt, dem Institut für Automobilwirtschaft Nürtingen sowie der Audi AG für die Entwickler eines neuartigen Navigationssystems für Autofahrer ausgezeichnet. Ebenfalls prämiert wurde ein Projekt vom Projektbüro Metschow in Mecklenburg-Vorpommern, das arbeitslosen Menschen Medienkompetenz vermittelt und so zum Abbau der strukturellen Benachteiligung von Frauen und Männern im ländlichen Raum beiträgt.

Über das Tsunami-Alarmsystem:
Das Tsunami-Alarmsystem wurde im Dezember 2004 ins Leben gerufen. Unter dem Eindruck der verheerenden Zerstörungen nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean entstand bei den beiden deutschen Professoren Eduard Heindl und Wolfram Reiners der Wunsch, moderne Informationstechnologie einzusetzen, um Menschen vor einem ähnlichen Ereignis rechtzeitig warnen zu können.
Menschenleben und Eigentum sollen so in Zukunft geschützt werden können. Hierzu müssen viele Systeme zuverlässig zusammenspielen. Die technischen Details des Tsunami-Alarmsystems sind zum Patent beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Das Tsunami-Alarmsystem wird betrieben vom Tsunami Institute der A3M AG mit Sitz in Tübingen. Vorstandsmitglieder sind Prof. Eduard Heindl, Prof. Wolfram Reiners und Dr. Andreas Koch, Aufsichtsratsvorsitzender ist Prof. Hanns Ruder.

Weitere Informationen:
A3M AG, Prof. Eduard Heindl, Prof. Dr. Wolfram Reiners, Hintere Grabenstr. 30,
72070 Tübingen, Tel.: 07071 97559-45, Fax: 07071 97559-59,
E-Mail: info@tsunami-as.com, Internet: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?rurl=http://www.tsunami-alarm-system.com/

Prof. Eduard Heindl | pressrelations.de
Weitere Informationen:
http://www.tsunami-alarm-system.com/

Weitere Berichte zu: Informationstechnologie Tsunami-Alarmsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

PM des MCC: CO2-Entzug aus Atmosphäre für 1,5-Grad-Ziel unvermeidbar

23.05.2018 | Geowissenschaften

Autonome Schifffahrt: Transdisziplinäre Forschung an der Uni Kiel

23.05.2018 | Informationstechnologie

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics