Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preise als Leistungsanreize

09.07.2007
Universitätspreise der WWU Münster verliehen

Herausragende Leistungen in Forschung, Lehre, Studium sowie im Bereich der Gleichstellung würdigt die WWU Münster seit einigen Jahren mit einer Reihe hoch dotierter Universitätspreise. Die Preise für das Jahr 2006 überreichte Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles am 6. Juli vor dem Schlossgartenfest der Universität im münsterschen Schloss. Die Preise sollen nicht nur Belohnung und Anerkennung für besondere Leistungen, sondern vor allem auch Anreiz und Unterstützung künftiger Projekte sein.

Die Untersuchung so genannter "Riemannscher Mannigfaltigkeiten" bildet einen Mittelpunkt der Arbeiten von Prof. Dr. Burkhard Wilking vom Mathematischen Institut, der den mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis der WWU Münster für das Jahr 2006 erhielt. In der Dimension zwei kann man sich "Riemannsche Mannigfaltigkeiten" am besten als Oberflächen von Körpern vorstellen, etwa die Oberfläche eines Eies oder die eines Rettungsrings. Einer der zentralen Begriffe der Riemannschen Geometrie ist die Krümmung. In einer seiner Arbeiten hat Prof. Wilking den Ricci-Fluss auf Mannigfaltigkeiten mit positiven Krümmungsoperatoren untersucht.

Mithilfe des Ricci-Flusses kann die Gestalt von Mannigfaltigkeiten verändern werden. So überführt er etwa eine zweidimensionale Mannigfaltigkeit, die Eiform besitzt, kontinuierlich in eine mit Kugelform. Der Ricci-Fluss wurde von Richard Hamilton 1982 erfunden, um eine analoge Aussage auch in Dimension drei zu erzielen. In einer gemeinsamen Arbeit mit dem Heisenbergstipendiaten Christoph Böhm aus seiner Arbeitsgruppe konnte der 36-jährige Mathematiker im vergangenen Jahr diese Aussage auf beliebige Dimensionen verallgemeinern und damit eine der ältesten Vermutungen auf dem Gebiet der geometrischen Evolutionsgleichungen zeigen.

... mehr zu:
»WWU

"Man muss sich immer fragen, warum die Studierenden etwas lernen wollen und was sie später damit anfangen können." Mit diesem scheinbar simplen Konzept begeistert Dr. Uwe P. Kanning, Akademischer Oberrat am Psychologischen Institut IV für Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Organisationspsychologie in jedem Wintersemester die Studierenden für seine Vorlesung zur Organisationspsychologie und erhält regelmäßig den Vorlesungspreis der Psychologen. Ausgezeichnet wurden seine innovativen Lehrveranstaltungskonzepte jetzt auch mit dem Lehrpreis der WWU, der mit 30.000 Euro dotiert ist. Besondere Praxisnähe in Vorlesungen und Seminaren, Exkursionen, Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Behörden und die enge Einbindung von Ehemaligen in die Ausbildung machen den 40-jährigen Geschäftsführer der Beratungsstelle für Organisationen zu einem der beliebtesten Hochschullehrer seines Fachbereichs.

Der Bologna-Prozess ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance gerade für Frauen. Das hat die Diplom-Theologin Andrea Qualbrink vom Seminar für Theologische Frauenforschung der Katholisch-Theologischen Fakultät in ihrer Studie "Gender-Aspekte bei der Einführung gestufter Studiengänge - eine Handreichung" nachgewiesen. Die Studienreform biete die Chance, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit grundsätzlich in Studiengänge programmatisch zu integrieren. Da ihre Arbeit weit über die WWU und die Fachwissenschaft Theologie hinausreicht, erhielt die 30-Jährige den mit 20.000 Euro dotierten Frauenförderpreis der WWU. Qualbrink hat in Münster und Graz studiert und arbeitet derzeit an ihrer Dissertation zum Thema "Selbstwahrnehmung von Ordensfrauen".

Die große Bedeutung der Nachwuchsförderung an der Universität Münster kommt mit der Verleihung der mit jeweils 7.500 Euro dotierten Dissertationspreise zum Ausdruck, die für das Jahr 2006 an Dr. Veronika Hoffmann (Theologische Fakultäten), Dr. Katrin Haghgu (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Dr. Björn Niehaves (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Dr. Hubertus Lohmann (Medizinische Fakultät), Dr. Maria Vrysa (Philosophische Fakultät) und Dr. Xiadong Chen (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) gingen.

Verliehen wurde am 6. Juli in der Schlossaula auch der DAAD-Preis für ausländische Studierende. Ali Algibbeshi aus Libyen erhielt die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowohl für seine hervorragenden Studienleistungen in den Fächern Politikwissenschaft, Soziologie und Islamwissenschaft, als auch für sein soziales Engagement. So hat sich Ali Algibbeshi, geboren 1978 in Om-hager Tschad in Libyen, während seines Studiums in Münster in herausragender Weise um die Belange seiner ausländischen Mitstudierenden verdient gemacht, unter anderem bei der Planung und Durchführung des Wohnheim-Projekts "Together to make life look better", als Sprecher in Wohnheimen, als Gründungsmitglied des libysch-deutschen Akademikervereins "Libmania" und bei Veranstaltungen und Ausstellungen zu politischen und kulturellen Fragen Libyens und des Nahen Ostens.

| Uni Münster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/Rektorat/Preise/

Weitere Berichte zu: WWU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise