Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Standort Brunsbüttel als "Umweltfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet

06.07.2007
Innovative Prozesstechnologie ermöglicht deutliche Energieeinsparungen beim Recycling von Chlor

Der Standort Brunsbüttel von Bayer MaterialScience ist von der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft e.V. als umweltfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden. Damit wird vor allem die Einführung einer verbesserten Prozesstechnologie zur Rückgewinnung von Chlor aus Salzsäure gewürdigt, die Bayer MaterialScience gemeinsam mit den Partnern UhdeNora, DeNora Nordamerika und der Bayer Technology Services GmbH bis zur Industriereife entwickelt hat.

Mit der sogenannten Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie (SVK) kann der Stromverbrauch bei diesem energieintensiven Prozess gegenüber dem etablierten Diaphragmaverfahren um rund 30 Prozent reduziert werden. Bereits seit 2003 betreibt Bayer MaterialScience am Standort Brunsbüttel eine großtechnische Anlage mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen, die mit der neuen Technologie ausgerüstet ist.

"Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Verknappung an Stromenergie haben Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs eine hohe Priorität. Die jetzt ausgezeichnete SVK-Technologie ist ein gutes Beispiel für eine Industrieentwicklung mit hohem Energieeinsparpotenzial", sagte Dietrich Austermann, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, bei der Preisverleihung im Elbeforum Brunsbüttel. Dr.
... mehr zu:
»Chlor »Energieeinsparung »SVK »Salzsäure

Dirk Van Meirvenne, in der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience weltweit verantwortlich für die Produktion und Technologie von Isocyanaten, ergänzte: "Aufgrund der bisherigen sehr positiven Erfahrungen beim Betrieb der Anlage in Brunsbüttel haben wir beschlossen, diese Technologie an unserem integrierten Standort Shanghai erstmals im Weltmaßstab einzusetzen. Dort bauen wir zurzeit eine Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 215.000 Tonnen Chlor aus Salzsäure auf, die im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden soll."

Die Entwicklung innovativer Produktionstechnologien zur Effizienzsteigerung wie z.B. die SVK, aber auch von Produkten und Anwendungen zur Energieeinsparung, leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie fossile Energieträger schonen. Bei deren Verbrennung entsteht unter anderem Kohlendioxid, das neben anderen Faktoren wesentlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Das Engagement für den Klimaschutz hat für Bayer im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie höchste Bedeutung.

"Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich für das Engagement bei diesem Projekt, aber auch für die Ausdauer und Fachkompetenz, mit der sie das SVK-Verfahren zur Industriereife entwickelt haben", sagte Standortleiter Dr. Roland Stegmüller.

Das technische Prinzip der SVK entspricht einem Brennstoffzellenprozess.
Durch die Einspeisung von gasförmigem Sauerstoff kann die Elektrolyse mit geringerer Spannung betrieben werden. Die Folge ist ein stark verringerter Stromverbrauch, der wiederum eine deutliche Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes beim Einsatz fossiler Brennstoffe in der Stromerzeugung ermöglicht.
Die Übertragung der SVK-Technologie auf die Erzeugung von Chlor aus Kochsalz ist möglich, muss aber im Interesse einer wirtschaftlichen Produktion noch weiter optimiert werden. Diesem Ziel widmet sich das Projekt "Kohlendioxidreduktion bei der Herstellung chemischer Grundstoffe"

im Rahmen des klimazwei-Forschungsprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In diesem Projekt arbeiten zwölf kompetente Partner aus Industrie und Hochschule unter Federführung von Bayer MaterialScience intensiv an der Entwicklung der Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie zur Energieeinsparung bei der Chlorherstellung aus Kochsalz. Das Projekt begann im Juni 2006, ist auf vier Jahre angelegt und mit einem Gesamtbudget von rund zwölf Millionen Euro ausgestattet.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2006 (fortzuführendes
Geschäft) gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden.
Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie.

Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2006 etwa 14.900 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Hotline für Leseranfragen: Fax: (0221) 9902-160

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (SEC) - inkl. Form 20-F - beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayermaterialscience.de

Weitere Berichte zu: Chlor Energieeinsparung SVK Salzsäure

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise