Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmalige Verleihung am 5. Juli 2007: Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

02.07.2007
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an PD Dr. Dennis Kundisch für herausragende Beiträge zur Profilierung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.

Mit 10.000 Euro dotiert ist ein Wissenschaftspreis, den die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung in diesem Jahr erstmals für besonders herausragende Leistungen bei der Profilierung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg vergibt. Um diesen Preis bewerben können sich alle promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät.

Erster Preisträger ist Privatdozent Dr. Dennis Kundisch. Mittlerweile Vertreter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, erhält Kundisch die Auszeichnung für die Verdienste, die er sich in den Jahren 2000 bis 2006 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für BWL, Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering (Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl) um den Aufbau und die erfolgreiche Entwicklung sowohl des Elitestudienganges "Finance & Information Management" als auch des Augsburger "Kernkompetenzzentrums IT & Finanzdienstleistungen" erworben hat.

Als erster Preisträger wird Kundisch den Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung am 5. Juli 2007 im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Universität Augsburg (siehe http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2007/pm2007_095.shtml) entgegennehmen.

Ausdifferenzierung der Wissenschaftslandschaft verlangt nach besonderen Profilierungsanstrengungen

"Die Ausdifferenzierung der Wissenschaftslandschaft durch Wettbewerbe wie das Elitenetzwerk Bayern oder die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und durch die gezielte Forschungsförderung in Deutschland und in der EU, verlangt nach besonderen Anstrengungen und Leistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugunsten der Profilierung ihrer Fakultät. Und solche Leistungen bedürfen einer verstärkten Anerkennung", erläutert Kurt F. Viermetz, Vorstand der nach ihm und seiner Frau benannten Stiftung und zugleich Vorsitzender des Hochschulrats der Universität Augsburg, die Zielsetzung des hochdotierten neuen Preises. Im Sinne dieser Zielsetzung sollen mit dem Preis insbesondere herausragende Leistungen und Erfolge auf vier Gebieten honoriert werden: zum einen auf dem Gebiet der Einwerbung besonders renommierter Förderprogramme, zum zweiten bei der Wahrnehmung der Lehr- und Forschungsprofile der Fakultät, zum dritten bei der Gestaltung entsprechend profilierter Lehrangebote und nicht zuletzt mit Blick auf Publikationen in national und international besonders stark wahrgenommenen wissenschaftlichen Zeitschriften. "Im Rahmen der neuen Cluster-Struktur der Augsburger WiWi-Fakultät", so Viermetz, "wollen wir durch die Förderung und Honorierung besonderer Anstrengungen und Leistungen in diesen Bereichen die Forschungskompetenz wie eine vertiefte Lehre gezielt stärken."

Ausnahmslos preiswürdige Vorschläge

Der Jury des Wissenschaftspreises gehören neben Viermetz selbst Prorektor Prof. Dr. Dr. Werner Wiater als Vertreter der Gesamtuniversität, Prof. Dr. Klaus Turowski als Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und der Augsburger Altoberbürgermeister Dr. Peter Menacher als Kurator der Stiftung und Jury-Vorsitzender an. In seiner Arbeit unterstützt wird das Gremium von drei renommierten externen Gutachtern, die bei der ersten Auswahlrunde alle Vorschläge als preiswürdig einstuften und zu "solch guten Vorschlägen gratulierten", Gleichwohl entschied die Jury sich gegen eine prinzipiell mögliche Teilung des Preises und dafür, ihn in Person von Privatdozent Dr. Dennis Kundisch "ein Gesicht zu geben".

MBA in Dayton und erster Augsburger in der Bayerischen Elite-Akademie

Kundisch hat von 1995 bis 2000 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg studiert - unterbrochen durch einen Aufenthalt als Stipendiat an der University of Dayton, USA, wo er 1998/1999 einen MBA-Studiengang mit Bestnote (GPA 4.0) abschloss. Parallel hierzu wurde er als erster Augsburger Student im ersten Jahrgang der Bayerischen Elite-Akademie gefordert und gefördert. Nach seinem hervorragenden Abschluss als Diplom-Kaufmann (Note 1,1) war Kundisch von 2000 bis 2002 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und anschließend bis 2006 als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für BWL, Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering (Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl) sowie als Projektleiter am Augsburger Kernkompetenzzentrum IT & Finanzdienstleistungen beschäftigt. Für seine Promotion (summa cum laude) erhielt er den Dissertationspreis der Stiftung der Universität Augsburg. Im Dezember 2006 wurde er von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg habilitiert. Seit dem 1. Oktober 2006 vertritt er den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

Mitgestalter des Elitestudiengangs Finance & Information Management

Mit Blick auf die Profilierung der Wiirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie der Universität Augsburg insgesamt besonders hervorzuheben ist die maßgebliche Beteiligung Kundischs an der Konzeption, Einwerbung und Koordination des vom Elitenetzwerk Bayern (ENB) substanziell geförderten Studiengangs "Finance & Information Management". Dieser Studiengang wurde mit einer Spitzenbewertung unter 300 Antragsskizzen und schließlich über 100 Bewerbungen als einer von zehn Elitestudiengängen in der ersten Antragsrunde in das Elitenetzwerk Bayern aufgenommen: Er wird seit dem Wintersemester 2004/2005 unter der Trägerschaft der Universität Augsburg und in enger Kooperation mit der TU München angeboten. U. a. durch Kundischs Unterstützung gelang es, zehn renommierte Praxispartner - darunter IBM und Allianz Global Investors - sowie die Haniel-Stiftung für den Studiengang zu gewinnen und mit ihnen ein langfristiges finanzielles und ideelles Engagement im Studiengang zu vereinbaren.

Lehre an der Schnittstelle von von Finanz- und Informationsmanagement und in Kooperation mit Praxispartnern

Zur Profilierung der Fakultät weiterhin beigetragen hat Kundisch durch seine zahlreichen Lehrveranstaltungen in den Augsburger WiWi-Studiengängen, die an der Schnittstelle von Finanz- und Informationsmanagement angesiedelt sind. Viele von diesen Lehrveranstaltungen hat Kundisch zusammen mit Praxispartnern durchgeführt. "Das ist zwar mit hohem Aufwand verbunden", meint Buhl, "aber es ermöglicht den Studentinnen und Studenten die spannende und herausfordernde Bearbeitung von praxisrelevanten Fragestellungen und gleichzeitig wird auf diese Weise das Fakultätsprofil positiv in die jeweiligen Unternehmen zu transportieren." Außergewöhnlich sei schließlich, wie Kundisch parallel zu diesen Aktivitäten mit großem Fleiß und höchster Effizienz in den letzten Jahren wissenschaftliche Ergebnisse habe erzielen können, die in einer bemerkenswerten Anzahl von Publikationen ihren Niederschlag fänden und die den ersten Träger des Wissenschaftspreises der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung weit über das Financial Engineering und die Wirtschaftsinformatik hinaus qualifizieren würden.

Die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

Am 16. Dezember 2003 errichtete das Ehepaar Viermetz die nach ihm benannte Stiftung in Augsburg. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur in Augsburg und Bayerisch-Schwaben sowie die Förderung der deutsch-amerikanischen Völkerbeziehung und Verständigung. Seither konnte aus den Erlösen des Stiftungsvermögens eine Vielzahl von Projekten und Initiativen unterstützt werden. Die Geschäftsführung ist unbürokratisch, die Entscheidungen trifft ein vierköpfiges Kuratorium. Ihm gehören - nach dem Tod der verdienstvollen und engagierten Stifterin Felicitas Viermetz - an: Kurt F. Viermetz (Stiftungsvorstand), sein Sohn Maximilian Viermetz, Augsburgs Altoberbürgermeister Dr. Peter Menacher und Bundesfinanzminister a. D. Dr. Theo Waigel. Die Stiftung will mit ihren Fördermaßnahmen nicht die Öffentlichen Hände ersetzen, sondern diese ergänzen und nach dem Prinzip des "matching gift" weitere Förderer ermutigen. Wirtschaftsprüfer und Stiftungsaufsicht bestätigen stets die vorbildliche Arbeit der Stiftung.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Klaus Turowski
Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Universität Augsburg
Telefon 0821/598-4431
klaus.turowski@wiwi.uni-augsburg.de
Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl
Lehrstuhl für BWL, Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering
Universität Augsburg
Telefon 0821/598-4140
hans-ulrich.buhl@wiwi.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de/
http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2007/pm2007_095.shtml

Weitere Berichte zu: Wirtschaftsinformatik Wissenschaftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics