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Der Erfinderinnen- & Innovatorinnenpreis 2007 wurde in Berlin vergeben

19.06.2007
Eine Ingenieurin aus Finnland erhält den ersten Preis des European Union Women Inventors &Innovators Network, für Ihr neu entwickeltes Verfahren der Betonverstärkung durch aufbereitete Chemiefaser-Gewerbeabfälle. Diese Erfindung soll zum Hausbau in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten genutzt werden.

Weitere Preise gingen an:

Die Leiterin eines Sicherheitsalarmunternehmens aus Wales (UK),
für ihren Personenschutzalarm, der ein gutes Abschreckungsmittel vor Überfällen darstellt;

Eine portugisische Stewardess, die ein Hilfsprojekt in Bangladesch ins Leben gerufen hat;

... mehr zu:
»Verbrennung
Eine Lehrerin aus Schottland (UK), die ein bereits prämiertes Produkt erfunden hat, das die Sicherheit von Kindern aus pädagogischen Ausflügen gewährleiset;

Eine Isländische, kräuterkundige Erfinderin, die eine Behandlungsmethode für Verbrennungen entwickelt hat;

Eine französische Gebärdensrache-Dolmetscherin, die ein Callcenter gegründet hat, welches einen Video-Dolmetschservice für Gehörlose anbietet;

Eine Englische Produktdesignerin, die ein Kochset für Menschen mit verletzten oder schwachen Händen entworfen hat;

Insgesamt 35 Erfinderinnen und Innovatorinnen präsentierten am 14. Juni 2007 ihre Ideen der Jury im Hotel Kempinski Britsol in Berlin.

Diane Morris, Vice-Präsidentin der International Alliance for Women und Vorsitzende der neunköpfigen Jury gab die Ergebnisse während einer Abendgala am Samstag, den 16 Juni bekannt.

Die Gewinnerin Aino Heikkinen aus Finnland erhielt den Preis für ihr pateniertes Produkt TEXCEM, das aus aufbereiteten Chemiefaserabfällen und einer Microcement genannten Bidesubstanz besteht. Die Jury war nicht nur von ihrer Erfindungsgabe bei der technischen Entwicklung beeindruckt, sondern auch von den innovativen Ideen zur Nutzung des Materials, wie die Bereitstellung von Behausungen für Menschen in Entwicklungsländern oder solche, die von Naturkatastrophen betroffen wurden.

Die sechs Gewinner der einzelnen Kategorien waren:

Kategorie: Wissenschaft & Technik

Bewegt von den tragischen Morden an Holly Wells und Jessica Chapman in England, entwickelte Liz Williams aus Wales (UK) einen Personenschutzalarm, der ein besseres Abschreckungsmittel vor persönlichen Angriffen, versuchten Entführungen und Gelegenheitsraub bieten kann. Daraufhin entwickelte sie eine ganze Reihe von „Linkz DANN personal and business security alarms“. Liz`s Erfindungen haben bereits verschiedene Preise gewonnen, wie den der WIPO (World Intellecuall Property Office).

Kategorie: Außerordentlich innovative und kreative Frauen

Die Portugisin Maria Conceicao hat bedingt durch ihre Arbeit als Stewadess von Emirates Airlines, mit Sitz in Dubai, immer wieder Menschen gesehen, die unter wenig previligierten Umständen leben müssen. Dies motivierte sie dazu, sich für die Verbesserung der Lebensumstände und Bekämpfung der Armut einzusetzen. Vor wie Jahren rief sie das Dhaka-Projekt ins Leben, das sich um Kinder und Familien aus den Slums in Bangladesh kümmert. Diese ehrenamtliche Initiative nutzt das Internet um Spenden zu sammeln um die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Bildung zu unterstützen.

Kategorie: Mutter und Kind

Die Lehrerin Elaine Stephen aus Aberdeenshire, Schottland (UK) beeindruckte die Jury und die anderen Teilnehmern mit einer Gruppe dreijähriger Kinder, die ihre Erfindung vor Ort vorführten. Das Walkodile ® ist ein clever designtes Produkt, das 3-7 Jahre alte Kinder sowohl miteinander als auch mit der erwachsenen Aufsichtsperson im wahrsten Sinne des Wortes „verbindet“, wodurch diese die Kindergruppe bei Ausflügen besser beaufsichtigen können.

Kategorie: Gesundheit

Thuridur Gudmundsdottir, aus Island, stammt aus einer kräuterkundigen Familie. Sie hat eine neues Heilungsverfahren namens Green Balm entwickelt, um Verbrennungen zu behandeln. Sie ist außerdem die Entwicklerin der begehrten natürlichen Kosmetikreihe “Taer Icelandic”, die als “Organic Product of Iceland” ausgescheieben ist.

Kategorie: Informations- & Kommunikationstechnologie

Brigitte François, aus Frankreich, die nun in England lebt ist vierfache Mutter aus einer gehörlosen Familie und arbeitet international als Gebärdensprache-Dolmetscherin. 2003 gründete sie Significan’t, entwickelte 2005 SignVideo und rief anschließend das erste europäische Video Call Center, welches einen speziellen Dolmetschservice per Video für Gehörlose anbietet.

Kategorie: Design

Celia Gates ist eine britische Produktdesignerin. Ihr Doctor Cook Kochset wurde speziell dafür kreiert und designt, eine leichtere Handhabung zu gewährleisten. Die besonderen Griffe der Produkte machen es dem Benutzer einfacher, sie zu transportieren und sie zu verwenden. Dies ist besonders für ältere Menschen sehr hilfreich, die schwache oder verletzte Handgelenke haben. Das Produktdesign beugt so Unfällen und Verletzungen beim Kochen vor.

Die Organisatorin Bola Olabisi, die den Event begründet hat, glaubt, dass die vorgestellten Ideen auf vielfältige Art und Weise außergewöhnlich kreative, erfindungsreiche und innovativen Frauen Europas aus verschiedensten Sektoren und Hintergründen repräsentiert

“Wir sind begeistert über die Bandbreite der Ideen, die für unseren erstmalig europaweiten Preis vorgestellt wurden.“ sagt Bola Olabisi. „Der Standart war dieses Jahr so hoch, dass wir uns entschieden haben, dass wir uns entschieden haben, jeder Finalistin einen Anerkennungspreis zu überreichen.

Die Vorsitzende der Jury, Diane Morris, fügt hinzu: “Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass so viele Frauen in ganz Europa solch wichtige Neurerungen in Technik und Entwicklung tätigen, und ihre Ideen verfolgen.”

Peter Prowse | GWIN
Weitere Informationen:
http://www.londonmet.ac.uk
http://www.euwiin.com
http://www.gwiin.com

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