Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Damit Chipentwürfe fehlerfrei werden

18.06.2007
Zwei Projekte der Professur für Mathematik in Industrie und Technik werden in den nächsten drei Jahren mit rund 300.000 Euro gefördert

Nanoelektronik, Systemreduktion, Simulationen von Halbleitermodellen - das sind die Bausteine, aus denen die Forschung der Professur für Mathematik in Industrie und Technik der TU Chemnitz besteht. Leitender Professor ist seit Oktober 2003 Dr. Peter Benner. Der Mathematiker hat es in kurzer Zeit geschafft, dass seine Professur von zwei Förderungsprogrammen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Union (EU) berücksichtigt wird. Mit insgesamt 293.000 Euro wird sein Forschungsteam in zwei Projekten die Simulation von Halbleitermodellen erforschen und ihre Anwendung in der Praxis unterstützen.

Simulierte Chips

Bei dem vom BMBF geförderten Projekt "Systemreduktion für IC Design in der Nanoelektronik" geht es um Schaltkreissimulationen für die Halbleiterherstellung. Sie werden zum Entwurf von Computerchips (so genannten Integrated Circuits (IC)) benötigt. Potentielle Abnehmer der Forschungsergebnisse sind Unternehmen wie AMD, Infineon, NEC und Phillips. Das Projekt hat ein klares Forschungsziel, wie Benner erklärt: "Bevor ein Chip in die Produktion eingebaut werden kann, muss seine Funktion - also sein Schaltkreis - verifiziert werden. In unserem Projekt entwickeln wir eine Software, die den Entwurfchip durch Simulationen testet, so dass er nach Reduktion aller Fehlerquellen als Chip in der Produktion eines Industrieunternehmens eingesetzt werden kann." Das BMBF unterstützt dieses Projekt ab 1. Juli 2007 alleine an der TU Chemnitz mit 158.000 Euro für die Dauer von drei Jahren.

In sechs Teilprojekten werden Firmen wie Qimonda (eine Tochterfirma von Infineon) und NEC mit den Technischen Universitäten in Chemnitz und Braunschweig, der Universität Hamburg und der FU Berlin zusammenarbeiten. "Diese Teilprojekte forschen autark in ihren Spezialbereichen, immer mit Bezug zu den Industriepartnern. Ich koordiniere hier von Chemnitz aus das Gesamtprojekt", erzählt Benner.

Transfer in die Praxis

Auch das zweite Forschungsprojekt steht in den Startlöchern. Es findet im Rahmen des EU- Forschungsprogramms "Marie Curie Industry Host Fellowships" statt. Während sich das BMBF-Vorhaben noch im Übergang von

grundlagen- zu anwendungsorientierter Forschung bewegt, ist das von der EU geförderte Projekt in der Industrieforschung anzusiedeln. Das vorrangige Ziel ist, die Ergebnisse der technomathematischen Forschung zur Simulation von Halbleitermodellen direkt in die in der Industrie eingesetzte Simulationssoftware zu integrieren. "Bei diesem Projekt arbeiten wir mit NXP, einer Tochterfirma von Phillips, zusammen sowie mit der TU Eindhoven und der TU Antwerpen. Der Wissenstransfer soll in beide Richtungen geschehen, so dass die Anwendung der Forschung auch in Chemnitz in Seminaren gelehrt werden kann.

Beispielsweise innerhalb eines Kurses zum Thema 'Numerische Simulation in der Mikro-/Nanoelektronik' für Masterstudierende", erläutert Benner, der hier mit einer Förderung von 135.000 Euro über drei Jahre arbeiten kann.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Peter Benner, Professur für Mathematik in Industrie und Technik, Telefon (03 71) 5 31 - 2 25 40, E-Mail benner@mathematik.tu-chemnitz.de.

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Prof. Dr. Peter Benner mit den Studierenden seiner Forschungsgruppe André Schneider, Susan Dueringen und René Günzel, Foto: Christine Kornack

Katharina Thehos | TU Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: BMBF Chipentwurf Halbleitermodell Mathematik Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Grossmäuliger Fisch war nach Massenaussterben Spitzenräuber

26.07.2017 | Geowissenschaften

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung