Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nervensystem und Reibung

05.06.2007
Förderkreis der WWU Münster verlieh Nachwuchspreise

Der mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchsforschungspreis des Förderkreises der Universität Münster ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an den Biologen Dr. Thomas Hummel und den Physiker Dr. André Schirmeisen. Verliehen wurde der Preis am 4. Juni in Münster im Gebäude der Sparkasse Münsterland Ost.

Dr. Thomas Hummel (Jahrgang 1968) hat von 1989 bis 1995 Biologie an der Universität Köln studiert und von 1995 bis 1998 dort am Institut für Entwicklungsbiologie seine Dissertation in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Klämbt angefertigt. 1998 ging er mit Prof. Klämbt von Köln nach Münster. Dort war er für etwa ein Jahr Assistent am Lehrstuhl für Neurobiologie, bevor er für einen Postdoktorandenaufenthalt (1999-2002) an das Howard Hughes Medical Institute, University of California, Los Angeles, ging. Seit 2003 beschäftigt sich Dr. Hummel als Leiter einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe am Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie der Universität Münster mit der molekularbiologischen Analyse der Entwicklung des Nervensystems.

Dabei interessiert er sich speziell für synaptische Verschaltungen, zum Beispiel innerhalb des Geruchssystems von Drosophila. Das Gehirn dieser Fliege dient als experimentelles Modellsystem, das zwar relativ einfach aufgebaut ist, aber dennoch sehr ähnliche Verschaltungsprinzipien besitzt wie das menschliche Gehirn. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs "Molekulare Zelldynamik: Intrazelluläre und zelluläre Bewegungen". Dr. Hummel hat beachtete Arbeiten in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. Er hat zudem bereits verschiedene Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter 2003 den neurowissenschaftlichen Nachwuchspreis des Wissenschaftsministeriums NRW.

... mehr zu:
»Nervensystem

Dr. André Schirmeisen (Jahrgang 1991) hat von 1990 bis 1995 an der RWTH in Aachen Physik studiert. Seine Doktorarbeit hat er von 1996 bis 1999 in Montréal/ Kanada an der McGill University im Bereich der Festkörperphysik angefertigt. Nach einem "Intermezzo" als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group in Düsseldorf ist er seit 2001 Leiter einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe am Physikalischen Institut/Center for NanoTechnology der Universität Münster. Dr. Schirmeisen beschäftigt sich dort sehr erfolgreich mit Fragen zum Gebiet "Nanomechanik/Nanotribologie" und untersucht verschiedene Aspekte von Reibungsprozessen auf atomarer bzw. molekularer Basis. Dazu nutzt er vielfältige Techniken der Nanoanalytik.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Ionenleitfähigkeit in nanoskaligen Volumina. Dr. Schirmeisens wissenschaftliche Bandbreite reicht von der Behandlung grundsätzlicher Fragen der Oberflächenphysik mit atomarer Auflösung bis hin zu praktischen Anwendungen, die in einer Patentanmeldung gemündet haben. Seit 2006 ist Dr. Schirmeisen Projektmitglied des Sonderforschungsbereichs "Ionenbewegung in Materialien mit ungeordneten Strukturen - vom Elementarschritt zum makroskopischen Transport". Eine Reihe von Publikationen in erstklassigen Journalen bezeugen den hohen Stellenwert seiner Arbeit.

Bei der feierlichen Preisübergabe am 4. Juni im Haus der Sparkasse Münsterland Ost erläutert die beiden münsterschen Nachwuchswissenschaftler im Gespräch mit der Mannheimer Wissenschaftsredakteurin Dr. Stefanie Seltmann ihre Forschungsarbeiten, bevor Ludger Rethmann, Vorstandsmitglied des Förderkreises, die Preisurkunden überreichte. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird von der Gesellschaft zur Förderung der WWU Münster seit 1980, dem Jahr des 200jährigen Bestehens der Universität Münster, jährlich an junge Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten vergeben.

| Uni Münster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/Foerderer/

Weitere Berichte zu: Nervensystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics