Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ARDEX Ideenwettbewerb: Bauchemie – eine Idee besser

01.06.2007
Preisträger in Düsseldorf ausgezeichnet
Hohes Innovationspotenzial überraschte / Zehn visionäre Ideen prämiert / Preisverleihung mit NRW-Staatssekretär Dr. Jens Baganz

Der ARDEX Ideenwettbewerb „Bauchemie – eine Idee besser“ ist entschieden. Die 10 Preisträger wurden im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Anwesenheit von Dr. Jens Baganz, NRW-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, im Museum Kunst Palast, Düsseldorf, geehrt. Die hochkarä-tige Jury zeigte sich überrascht von der Anzahl und dem hohen Innovationspotenzial der zahlreichen Einsendungen. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 15.000 EUR verliehen.

Die Geschichte des Bauens ist zugleich die Geschichte eines unendlichen Fortschritts. Der Weg von den ersten Tempelbau-ten vor vielen tausend Jahren bis zu den hoch komplexen Bauwerken der Gegenwart war nur durch Einfallsreichtum und Innovationsbereitschaft möglich. Eine wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung sind die Innovationen in der Bauchemie, die immer mutigere Architektenentwürfe und schnellere Baudurchführungen möglich machen. Der Wittener Bauchemiespezialist ARDEX sieht sich hier als Schrittmacher und lud zu einem bisher einzigartigen Ideenwettbewerb in der Baubranche ein, der sich nach dem Prinzip der „Open Innovati-on“ an ein sehr breites Publikum wandte. Gesucht wurden neue Ideen, die Probleme in der Bauchemie oder in der Verarbeitung bauchemischer Produkte lösen.

Clevere Ideen für das Bauen von Morgen

Die Einsendungen kamen aus allen Bereichen des Bauens. Von Praktikern, Tüftlern und aus der Wissenschaft. Insgesamt lagen der Jury 120 innovative Ideen zur Entscheidung vor. Zehn Preise wurde vergeben.

Der 1. Preis ging an Felix Lowin aus Weimar für seine Idee eines Leuchtputzes. Damit ließen sich die Wände eines Raumes großflächig selbst als Lichtquellen nutzen. Diese Idee könnte vollkommen neue Möglichkeiten der Raumgestaltung bieten und ganz neue Ortsqualitäten erzeugen. Schließlich wird das menschliche Empfinden maßgeblich durch Licht beeinflusst. Hierfür werden Leuchtpigmente in ein Wandsystem eingebracht, die durch Zuführen von elektrischem Strom die Wand flächig erleuchten. Dieses Verfahren wird bereits für Leuchtfolien verwendet und könnte die individuelle Raumlichtplanung maßgeblich verbessern.

Der 2. Preis ging an Prof. Peer Haller aus Dresden für seine Idee des Formholzprofilverbunds mit textilbewehrtem Beton. Seit vielen Jahren ist der Bauteilverbund Holz-Beton in Gebäudedecken Stand der Technik. Hallers Idee ist es, diese Materialkombination nun auch in Profilstützen, z. B. im mehrgeschossigen Wohnungsbau einzusetzen. Den Hintergrund bildet ein von ihm entwickeltes neues Verfahren, mit dem aus Holz beliebige Formkörper hergestellt werden können, wie etwa auch Gebäudestützen. Mit textilbeschichtetem Beton bewehrt, führt dies zu völlig neuen Ansätzen in Baukonstruktion sowie Schalungsbau und eröffnet auch ökonomisch lohnende Perspektiven.

Den 3. Preis erhielt Prof. Herbert Pöllmann aus Fürth. Seine Idee: das Abbindeverhalten zementärer Bindemittel durch den Einsatz spezieller Mischkristalle so kontrolliert zu verändern, dass damit der Abbindeprozess von Zementen deutlich präziser zu steuern ist als gegenwärtig machbar. Nach Einschätzung von Prof. Plank, Jury-Mitglied und Inhaber des Lehrstuhls für Bauchemie, TU München, könnte dies neue Möglichkeiten der chemischen Zusammensetzung von zementären Baustoffen bieten und in der Folge zu erheblichen praktischen Vorteilen für Verarbeiter führen.

Die Preise 4 – 10 vergab die sechsköpfige Jury gleichberechtigt an: Peter Baumfrisch, Pottenstein (Österreich); Wilfried Blume, Oberammergau; Udo Gantenbrink, Iserlohn; Richard A. Kille und Andreas Post, Köln; Rüdiger Korneli, Mayen; Dr. Frank Prochiner, Reutlingen; und Jürgen Tepe, München. Werner Denniger, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb ARDEX, zeigte sich mit dem Ergebnis des Ideenwettbewerbs überaus zufrieden: „Bewusst sind wir hier ganz neue Wege gegangen und haben dabei viel Zustimmung eines breiten Publikums erfahren. Überrascht hat uns das ge-zeigte hohe Innovationspotenzial. Ein gutes Ergebnis, schließlich sind die Innovationen von heute das Lebenselixier des Fortschritts von morgen.“ Von besonderer Bedeutung waren neben den eingereichten Ideen auch die vielen neuen Kontakte. Die ARDEX konnte mehrere neue Partner für ge-meinsame Entwicklungsprojekte gewinnen.

Jury hochkarätig besetzt

Der ARDEX Ideenwettbewerb Bauchemie – eine Idee besser richtete sich an Interessierte aus Handwerk, Forschung, Handel und Bauplanung, aber auch an zahlreiche Bauherren. Dieser erstmalig durchgeführte Wettbewerb lief vom 1. Januar bis zum 20. April 2007 (Einsendeschluss). Zur fachkundigen Jury zählten neben Sonja Leidemann, Bürgermeisterin des ARDEX-Standorts Witten, Experten aus allen Bereichen der Bauwirtschaft: Max Schierer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel; Amandus Sattler, Architekt und geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros Allmann Sattler Wappner, München; Peter Burmann, Kreis-handwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen; Prof. Dr. Johann Plank, Inhaber des Lehrstuhls für Bauchemie an der TU München, sowie Werner Denniger, ARDEX GmbH.

Das konzernfreie Wittener Familienunternehmen ARDEX mit 1.750 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 490 Mio. EUR in 2006 zählt zu den Weltmarktführern im Bereich hochwertiger bauchemischer Spezialbaustoffe. Zu seinen besonderen Stärken gehört die Innovationskraft. Weltweit arbeiten vier Forschungszentren kontinuierlich an neuen Produkten. Auf die-se Weise konnte ARDEX seit Jahren Maßstäbe setzen, welche die Entwicklung der gesamten Bauchemie beeinflusst haben. Dies belegt auch die Prämierung als eines der innovativsten TOP-100 Unternehmen im Mittelstand. Ziel des Ideenwettbewerbs war es, die Innovationskraft noch weiter zu stärken und Problemlösungen zu schaffen, die es heute noch nicht gibt.

Für Rückfragen
ARDEX GmbH
Dr. Wulf-Dieter Spilgies
Tel.: 02302 664-127
Fax: 02302 664-88-127
E-Mail: spilgies@ardex.de
Ergebnisdokumentation zum ARDEX Ideenwettbewerb „Bauchemie – eine Idee besser“
1. Preis: Felix Lowin, Weimar – Idee: Lichtwand
2. Preis: Prof. Peer Haller, Dresden – Idee: Formholzprofilverbunde mit textilbewehrtem Beton

3. Preis: Prof. Herbert Pöllmann, Fürth – Idee: Steuerung des Abbindeverhaltens von Sulphoaluminatzement über kristallchemische Variation

4. – 10. Preis:
- Peter Baumfrisch, Pottenstein (Österreich) – Idee: Signalfarbe als Schutz vor Überwässerung von Mörtel
- Wilfried Blume, Oberammergau – Bewertet wurden die vier eingereichten Ideen in Summe
- Udo Gantenbrink, Iserlohn – Idee: Entwicklung eines schlag- und stoßfesten Materials
- Richard A. Kille, Andreas Post, Köln – Idee: Mineral-/Terrazzo-Optik durch recycelten Kunststoff
- Rüdiger Korneli, Mayen – Idee: Untergrundreinigung mit Trockeneis
- Dr. Frank Prochiner, Reutlingen – Idee: Verfahren zur Beschichtung von Betonfertigteilen mit hochfester, glatter Schutzschicht

- Jürgen Tepe, München – Idee: Spezielle, formbare Boden- u. Wandbelagsmatten für nicht plane Oberflächen

Klaas Duwe | Duwe PR
Weitere Informationen:
http://www.ardex.de

Weitere Berichte zu: Bauchemie Beton Innovationspotenzial

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit