Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltiger Ansporn für den Nachwuchs

30.05.2007
Seit 30 Jahren verleiht die DFG den Heinz Maier-Leibnitz-Preis

"Physik ist sexy" heißt das Programm des Kabarettisten Vince Ebert, der anlässlich der Festveranstaltung zur 30. Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2007 am 5. Juni im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn auftreten wird. Die gesamte Veranstaltung zeigt, wie attraktiv Wissenschaft sein kann - und die Preisträgerinnen und Preisträger des gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vergebenen Preises sind dabei der beste Beweis dafür, dass es in Deutschland hochbegabten wissenschaftlichen Nachwuchs gibt, der mit hohem Leistungswillen in jungen Jahren außergewöhnliche, international herausragende Forschungsergebnisse erzielt. Den Rahmen für die diesjährige Preisverleihung und Jubiläumsfeier setzen hochkarätige Festredner wie die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner und DFG-Vizepräsident und Vorsitzender des Auswahlausschusses, Professor Jürgen Nehmer. Zum Festprogramm gehören außerdem eine Lasershow und das Saxophon-Quartett "Double XX".

Nicht zuletzt die aktuellen Forschungsthemen der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen ein breites Spektrum spannender Wissenschaft. Ausgezeichnet werden 2007 der Astrophysiker Eric Bell, der Strömungsmechaniker Michael Dumbser, der Mediziner Veit Hornung, der Experimentalphysiker Stefan Linden, die Informatikerin Nicole Schweikardt und der Meeresökologe Christian Wild. Auch für diese jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gilt für den Preis der Anspruch "Anerkennung als Ansporn", wie es einer der ersten Preisträger, der 1985 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Georges Köhler, formuliert hat.

Die Idee, exzellenten Nachwuchs für bisher erzielte Forschungsergebnisse auszuzeichnen und dadurch zu ermutigen, sich mit derselben Begeisterung und demselben Leistungswillen auch weiterhin der Wissenschaft zu widmen, trieb den damaligen DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz an, einen entsprechenden Preis zu etablieren. Das Ergebnis: 1977 richtete der damalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, Helmut Rohde, den "Preis für wissenschaftliche Nachwuchskräfte" ein, der 1978 zum ersten Mal verliehen wurde. 1980 erhielt der Preis zu Ehren von Heinz Maier-Leibnitz seinen Namen.

... mehr zu:
»DFG

Mit der Etablierung des Preises betraten das Ministerium und die DFG Neuland - passend zum Jahr 1977, in dem die Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All starteten. Sie läuteten eine Erfolgsgeschichte ein, die weit über die 30-jährige Geschichte mit insgesamt 279 überdurchschnittlich erfolgreichen Preisträgerinnen und Preisträgern - übrigens mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren - hinausgeht. Im Jahr 2005 platzierten die 18 wichtigsten Einrichtungen in Deutschland, die forschen und Forschung fördern, in einer Umfrage des Magazins "Bild der Wissenschaft" den Heinz Maier-Leibnitz-Preis auf den dritten Platz in der TOP TEN der deutschen Wissenschaftspreise, hinter dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Für den 1985 eingerichteten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis stand der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gleichsam Pate.

Wie alle Programme der DFG steht aber auch ein Erfolgsmodell wie der Heinz Maier-Leibnitz-Preis immer wieder auf dem Prüfstand. Denn in den vergangenen 30 Jahren haben sich die Bedingungen und Anforderungen an den wissenschaftlichen Nachwuchs dramatisch verändert. So sorgte eine grundlegende Änderung der Statuten 1996 für eine noch größere Attraktivität und Bedeutung. Seither erhalten jährlich sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus allen Wissenschaftsbereichen eine Preissumme von je 16 000 Euro. Und nach wie vor steht Heinz Maier-Leibnitz zusammen mit dem von ihm initiierten Preis und der strukturierten Förderung verlässlicher Karrierewege durch die DFG für die nachhaltige Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses.

Weitere Informationen

Journalisten sind bei der Jubiläumspreisverleihung herzlich willkommen und werden um Anmeldung bei Jutta Höhn, Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, E-Mail: jutta.hoehn@dfg.de, gebeten.

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle ist Dr. Ina Sauer, Tel. +49 228 885-2724,

E-Mail: Ina.Sauer@dfg.de.

Weitere Informationen zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis sowie Informationen zu den Preisträgern erhalten Sie im Internet unter www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/leibnitz_preis/index.html.

Weitere Informationen zum ehemaligen DFG-Präsidenten und Namensgeber des Preises, Heinz Maier-Leibnitz, finden Sie im Internet unter www.dfg.de/dfg_im_profil/geschichte/praesidenten_der_dfg/

heinz_maier_leibnitz.html

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der DFG in der Nachwuchsförderung finden Sie im Internet unter www.dfg.de/wissenschaftliche_karriere/.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.dfg.de/dfg_im_profil/geschichte/praesidenten_der_dfg/heinz_maier_leibnitz.html

Weitere Berichte zu: DFG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Wirtschaftspreis für Forschung in Gesundheitsökonomik
21.08.2017 | Joachim Herz Stiftung

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik