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Deutscher Studienpreis 2007 verliehen

21.05.2007
Forschungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Leben ausgezeichnet

Heute, am 21. Mai 2007, verlieh die Körber-Stiftung den diesjährigen Deutschen Studienpreis. Sie vergab insgesamt 50 Preise an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschungsbeiträge zum Thema »Mittelpunkt Mensch?«. Die Zeremonie fand im Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Die Preise übergaben Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D. und Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Studienpreises, und Wolf Schmidt, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung.

Bis zur letzten Minute spannend blieb es für die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die es in die Finalrunde des Wettbewerbs für Forschende bis 30 geschafft hatten. Am Wochenende präsentierten sie der Jury ihre Wettbewerbsbeiträge und konkurrierten damit um die fünf ersten Preise. Die Spitzenpreisträger gab die Körber-Stiftung erst bei der Verleihung bekannt. Die übrigen Finalisten erhielten einen zweiten Preis.

Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preise gehen an eine junge Forscherin und sechs junge Forscher: Der Bauingenieur Mikko Börkircher und der Informationswirt Thilo Gamber von der Universität Karlsruhe entwickeln ein neuartiges rechnergestütztes Simulationsverfahren zur Arbeitszeitgestaltung in Krankenhäusern, das die individuellen Wünsche der Beschäftigten stärker als bisher berücksichtigt. Der Freiburger Philosoph Christian Dries entwirft eine »plurale Tätigkeitsgesellschaft«, die die materielle Absicherung durch ein Grundeinkommen mit einer gesellschaftlichen Aufwertung nicht erwerbsgebundener Tätigkeiten verbindet. Die Modedesignerin Bianca Koczan aus Halle interpretiert das Thema Arbeitsbekleidung neu. Mit ihrer in Sachsen-Anhalt produzierten Kollektion entwickelt sie außerdem eine Geschäftsidee für ihr eigenes Modelabel. Die Sozialwissenschaftler Martin Schröder und Martin Ehlert aus Köln und Berlin zeigen mithilfe der Glücksforschung die Defizite des deutschen Wohlfahrtsstaats auf. Sie können belegen, dass auch hohe staatliche Transferleistungen den Zufriedenheitsverlust durch Arbeitslosigkeit kaum ausgleichen können. Jakob Schillinger, der visuelle Kommunikation in Berlin studiert hat, enthüllt in einer Mischung aus künstlerischem Experiment und ethnologischer Feldforschung die Marketingmechanismen, die sich hinter der vermeintlich selbstbestimmten Trendszene in Berlin Mitte verbergen.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.studienpreis.de

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