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Jugend forscht kürt Deutschlands beste Nachwuchsforscher 2007

21.05.2007
Sieger des 42. Bundeswettbewerbs überzeugen mit fachübergreifenden Forschungsfragen und breiter Methodenkompetenz

Die Jugend forscht Bundessieger 2007 stehen fest. In Anwesenheit von Andreas Storm, Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, wurden heute die besten Jungforscherinnen und Jungforscher in einer Feierstunde im Theater Neue Flora in Hamburg ausgezeichnet.

Ausrichter des 42. Finales waren die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Beiersdorf AG. Das diesjährige Bundespatenunternehmen veranstaltete das Finale anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums auf dem Gelände von Deutschlands modernstem Hautforschungszentrum.

In diesem Jahr bestachen die Siegerprojekte durch fachübergreifende Forschungsfragen: Ein herausragendes Beispiel ist das Chemie-Projekt von Milan (18) und Dragana Gerovac (17) aus Hessen. Die beiden entwickelten ein Verfahren, mit dem Bauern mittels Pilzkulturen und Stroh aus Gülle einen hochwertigen Dünger produzieren können. Die Geschwister zeigten dabei eindrucksvoll, dass Umweltschutz auch wirtschaftlich sein kann. Die Jury belohnte sie mit dem Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit.

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Dominik Schubert aus Bayern erhielt den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit. Aus preisgünstigen optischen Bauteilen konstruierte der 16-Jährige ein Spektrometer. Ähnlich einer Digitalkamera nimmt es Bilder auf, analysiert aber zusätzlich für jedes Pixel die Farbzusammensetzung.

Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit gewann Raphael Errani (17) aus Niedersachsen. In seinem Projekt aus dem Fach Geo- und Raumwissenschaften analysierte er die Wahrscheinlichkeit, dass größere Meteoriten die Erde treffen.

Fliegen können ist ein Traum der Menschheit. Jürgen Stadelmaier (19), Matthias Müller (22) und Ralph Strobel (21) aus Baden-Württemberg kamen ihm ein Stück näher. Sie konstruierten einen computergesteuerten Simulator für den Segelflug. Vor allem die Möglichkeit, sich beliebig oft um die eigene Achse zu drehen, vermittelt das Gefühl, tatsächlich zu fliegen. Die Biologie-Siegerin Ajescha Prozell (15) aus Berlin zeigte, dass Wespen nicht nur Plagegeister sind, sondern wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber chemischen Verbindungen nützlich sein können. Sie nutzte die Insekten als Biosensoren für einen kostengünstigen Schnelltest, um Belastungen durch Insektizide in Klassenräumen nachzuweisen.

Über den Chemie-Bundessieg freute sich Johannes Wandt aus Bayern. Der 18-Jährige befasste sich mit Magnetit, einem stark magnetischen Eisenoxid. Seine Erkenntnis, dass der Prozess der Magnetitbildung mehrstufig erfolgt, stellt einen neuen Erklärungsansatz dar. Im Fach Geo- und Raumwissenschaften siegte Max Frenzel (18) aus Sachsen. Er untersuchte die Verwitterung und Neubildung von Mineralien auf der Halde eines ehemaligen Nickelbergwerks.

Martin Maas (19) aus Sachsen-Anhalt überzeugte mit einer selbst programmierten Software, die es ermöglicht, verschlüsselte Daten so zu verstecken, dass ihre Übertragung via Internet nicht bemerkt wird. Er war in Mathematik/Informatik erfolgreich. In Physik ging der Bundessieg an Florian Ostermaier (18) und Henrike Wilms (19) aus Baden-Württemberg. Sie zeigten, dass Regentropfen im Fallen periodisch ihre Form verändern. Im Schein von Licht führt dies zu rhythmischen Blitzen. Im Fach Technik siegte Florian Schnös aus Bayern. Der 18-Jährige entwickelte eine 3-D-Kamera, die mit zwei Objektiven neben Farben auch digitale Informationen zur Tiefe aufzeichnet. Von Robotik bis Medizin - ein zukünftiger Einsatz des Gerätes ist in vielen Gebieten denkbar, und das bei Materialkosten von nur 35 Euro.

Dr. Daniel Giese | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.jugend-forscht.de

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