Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungspreis für Wittener Wirtschaftsprofessor Dietmar Grichnik widerlegt das Klischee des risikoscheuen Unternehmers

04.05.2007
Für seine Studie über das Entscheidungs- und Risikoverhalten von Unternehmern und Kapitalgebern in China, Deutschland, Israel und den USA ist Dietmar Grichnik, Wirtschaftsprofessor an der Universität Witten/Herdecke, mit dem Wolfgang-Ritter-Preis ausgezeichnet worden.

Professor Grichnik teilt sich das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro mit Dr. Andre Jungmittag. Der Privatdozent an der Hochschule Lahr untersuchte in seiner prämierten Arbeit Wachstumsunterschiede innerhalb der Europäischen Union. Die Wolfgang-Ritter-Stiftung würdigt alljährlich herausragende ökonomische Forschungen - besonders zu den Themen Soziale Marktwirtschaft und Globalisierung.

Der Wittener Wirtschaftswissenschaftler Dietmar Grichnik hat in seiner Studie gezeigt, dass deutsche Unternehmensgründer im internationalen Vergleich risikofreudiger sind als ihr Ruf. So weisen sie eine größere Risikobereitschaft auf als beispielsweise amerikanische Unternehmer. Ein Haupthemmnis für unternehmerische Betätigung in Deutschland sieht die Studie in sozialen und kulturellen Normen. Hier gelte es, das Ansehen und das Selbstverständnis der Unternehmer, die durch ihre Innovationen für Wachstum sorgten, zu stärken. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Ein ausgeprägtes Selbstvertrauen mindert die Risikowahrnehmung potentieller Gründer, was die Gründung wahrscheinlicher werden lässt. Dieses in der Theorie oft als irrational beschriebene Verhalten bietet erst die Voraussetzung, sich dem Wagnis einer Gründung auszusetzen.

Dietmar Grichnik leitet an der Universität Witten/Herdecke den Lehrstuhl für Corporate Finance & Entrepreneurship. Die Entrepreneurshipforschung als relativ junge wirtschaftswissenschaftliche Disziplin erforscht die Gründung und Entwicklung junger Unternehmen. Die Auszeichnung für den Lehrstuhlinhaber ist ein weiterer Grund zur Freude für die Wittener Wirtschaftsfakultät. Im aktuellen Ranking des Wirtschaftsmagazins "Karriere", das vor einer Woche veröffentlicht wurde, gehört die Fakultät zu den drei besten in Deutschland.

... mehr zu:
»Forschungspreis
Kontakt:
Prof. Dr. Dietmar Grichnik, 02302/926-589, grichnik@uni-wh.de, www.uni-wh.de/cfe

| Uni Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de/cfe

Weitere Berichte zu: Forschungspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten