Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher des Fraunhofer IITB von der initiative mittelstand ausgezeichnet

02.05.2007
Das neuartige Fertigungsleitsystem FLS.Next wurde jetzt von der initiative mittelstand mit einem Innovationspreis in der Kategorie Web 2.0 ausgezeichnet. Im Mittelpunkt standen Produkte, Dienstleistungen und Lösungen mit einem hohen Nutzen für den Mittelstand.

Das Geschäftsfeld Leitsysteme im Fraunhofer IITB entwickelte ein Fertigungsleitsystem, das Fertigungsaufträge in Echtzeit in einem reinen Browser-gestützten System bis ins Detail plant. Dabei passt es den Soll-Plan bei Störungen und unerwarteten Events in der Fertigung dynamisch an, anstatt den alten Plan zu verwerfen und einen komplett neuen zu generieren. Wie in Ihrem persönlichen Terminplan werden nur die unmittelbar betroffenen Termine modifiziert.

In der industriellen Fertigung verringert eine steigende Kundenorientierung tendenziell die Auftragsseriengrößen und steigert gleichzeitig die Vielfalt der Produkte. Hinzu kommt, dass sich die kundenseitigen Forderungen nach hoher Termintreue und kurzen Lieferzeiten verstärken. Um diesen Anforderungen zu begegnen, fehlen oft Informationen über den aktuellen Fertigungsablauf im Betrieb. Vorhandene IT-Systeme unterstützen den Planer oder Disponenten nur unzureichend dabei, zu beurteilen, wie sich Störungen in der Fertigung auf Termine von laufenden und geplanten Aufträgen auswirken.

Der Schwerpunkt des ausgezeichneten Fertigungsleitsystems FLS.NEXT liegt darin, die Belegung von Maschinen, Personal, Transportmitteln und Werkzeugen übergreifend zu planen und zu steuern. Dies reicht von der Terminierung von Kundenanfragen bis zur exakten Auftragsbelegung der einzelnen Kapazitäten auf der Basis der detaillierten Arbeitspläne. FLS.NEXT unterstützt das Bündeln und Splitten von Aufträgen sowie das Bilden optimaler Auftragsreihenfolgen. Ziel hierbei ist es, die Rüstzeiten zu reduzieren und die Fertigungskapazitäten gleichzeitig vollständig zu nutzen.

... mehr zu:
»FLS »Fertigungsleitsystem

Die Planung kann verteilt auf mehreren Planungsebenen durchgeführt werden. Hierbei werden die Planungsergebnisse ausgehend von einer Grobplanung bis zu einer Bereichsfeinplanung schrittweise detailliert. Entscheidend für die zeitaktuelle Regelung des Fertigungsablaufs sind jedoch die Rückmeldungen aus der Fertigung. Diese führen zur Überarbeitung des Belegungsplans, wodurch Termineinhaltung sichergestellt wird. Wesentlicher Bestandteil ist die grafisch-interaktive Plantafel. Über sie werden die automatisch ermittelten Ablaufpläne visualisiert, die vom Disponenten manuell nachbearbeitet werden können. Somit hat der Disponent die Möglichkeit, sein Erfahrungswissen durch manuelle Interaktion einzubringen. FLS.NEXT wird so auch zum Werkzeug des Disponenten.

Ein entscheidendes Feature von FLS.NEXT ist die interne Datenmodellierung nach dem ISA95-Standard, so daß Schnittstellenprogrammierungen, z.B. zu ERP-Systemen, minimiert werden.

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung
Dr. Michael Baumann
Leitsysteme
0721 / 6091 - 374
michael.baumann@iitb.fraunhofer.de

Sibylle Wirth | idw
Weitere Informationen:
http://www.iitb.fraunhofer.de
http://www.iitb.fraunhofer.de/LTS

Weitere Berichte zu: FLS Fertigungsleitsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie