Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Shadow® gewinnt FERCHAU-Innovationspreis

17.04.2007
Viermal konnten Fraunhofer-Forscher bei der Vergabe des FERCHAU-Innovationspreises auf der Hannover-Messe punkten. Bei der von der FERCHAU Engineering GmbH ins Leben gerufenen Initiative zur Stärkung der Innovationskraft in Deutschland stellten sie den Sieger der Gesamtwertung 2007, der gleichzeitig erster Preis im Fachbereich Maschinenbau ist. Zudem gewannen sie die Sonderpreise für Nachhaltigkeit, die beste Prototypenumsetzung und für Marktreife.

Uhren oder andere winzige Bauteile müssen exakt gefertigt werden. Hierbei hilft Shadow® (Stepless High-Speed Accurate and Discrete One Pulse Welding), ein Laserstrahl-Mikroschweißverfahren aus dem Fraunhofer-Institut für Lasertechik ILT in Aachen. »Mit gepulsten Nd:YAG-Lasern lassen sich Nahtbreiten deutlich kleiner 200 Mikrometer erzielen, durch die Verwendung von Faserlasern mit angepassten Bearbeitungsoptiken kann der Laserstrahl auf Spotdurchmesser kleiner 20 Mikrometer fokussiert werden. Die berührungslose Bearbeitung ermöglicht das Fügen auch sehr filigraner Bauteile, wie sie etwa in der Uhrenindustrie zum Einsatz kommen«, sagt Dr. Alexander Olowinsky vom ILT.

SHADOW® wurde vom ILT und der SMH-Automation aus der Schweiz für die Uhrenindustrie entwickelt. »Unser Verfahren ist für viele Stoßgeometrien und auch für das Fügen ungleicher Metalle geeignet, deshalb findet es immer mehr Anwendung bei der Fertigung mikro- und feinwerktechnischer Produkte«, erläutert Olowinsky. Shadow® wurde von der Jury mit dem ersten Preis in der Kategorie Maschinenbau ausgezeichnet und wurde auch Sieger der Gesamtwertung. Alexander Olowinsky erhielt ein Preisgeld von 10 000 Euro.

Der Sonderpreis für Marktreife ging an Andrey Bulavinov vom Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken. Der am IZFP entwickelte getaktete Ultraschallgruppenstrahler bietet im Gegensatz zur bisher verwendeten Impuls-Echo-Technik Möglichkeiten einer Bildgebung für Werkstoffe auch bei hoher Prüfgeschwindigkeit. Die Taktung des Gruppenstrahlers ermöglicht eine neuartige Signalverarbeitung. Dabei ergibt sich eine wesentlich höhere Nachweisgarantie von Fehlstellen. Mit dem Grät lassen sich auch neue Leichtbauwerkstoffe – etwa Faserverbundwerkstoffe – prüfen. Damit steht ihnen der Weg in sicherheitsrelevante Anwendungen offen.

... mehr zu:
»ILT

Der Preis für die beste Prototypenumsetzung ging an Andreas Weber und Ralf Schug vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen für die Entwicklung einer ultraschallunterstützten Spindelschleiftechnologie. Die neue Technologie führt unter anderem zu erheblichen Effizienzsteigerungen bei der Zerspanung sprödharter Materialien wie optischer Linsen.

Henning Schmidt vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in Berlin wurde für den HapticWalker mit dem Preis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der robotergestützte Laufsimulator soll helfen, die Gehfähigkeit von Patienten wiederherzustellen, die z.B. durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmt sind. Im Vergleich zur konventionellen Gangrehabilitation ermöglicht das Gerät eine signifikante Steigerung der Trainingsintensität wodurch die Patienten deutlich schneller und effizienter das Gehen wiedererlernen.

»Wir wollen die Innovationskraft deutscher Unternehmen stärken, Nachwuchs fördern und Deutschland als Technologiestandort vorantreiben«, sagt Frank Ferchau, geschäftsführender Gesellschafter des 1966 gegründeten Gummersbacher Familienunternehmens. Aus diesem Grund hat FERCHAU Engineering gemeinsam mit den Kooperationspartnern – der Fraunhofer-Gesellschaft, der VDI-Initiative »Sachen machen!«, der Deutschen Messe AG, der Unternehmensberatung Droege & Comp. GmbH sowie den Medien VDI nachrichten und UNICUM BERUF – einen bundesweiten Innovationspreis ins Leben gerufen.

Die Preise wurden auf der Hannover-Messe am Stand des Vereins Deutscher Ingenieure in Halle 2, Stand D36 vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, Professor Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wirtschaft, Forschung und Technologie in Nordrhein-Westfalen und von Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, übergeben. Weitere Sonderpreise wurden für Technischen Reifegrad, Kreative Technik und einen »Jugend forscht«-Schulpreis ausgelobt.

Dr. Patrick Hoyer | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/04/Presseinformation16042007.jsp

Weitere Berichte zu: ILT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise