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Grand Prix für „Milan“ von Michaela Kezele

14.03.2007
Münchner Filmhochschülerin gewinnt den Großen Preis des International Short Film Festival Tampere in Finnland

Michaela Kezele, Studentin der Abteilung Film und Fernsehspiel an der Hochschule für Fernsehen und Film München, hat mit ihrem Film „MILAN“ die Jury des Internationalen Kurzfilmfestivals in Tampere/ Finnland überzeugen können und den mit 5.000.- € dotierten „Grand Prix“ gewonnen. Das Filmfest in Tampere gilt als eines der renommiertesten Kurzfilmfestivals der Welt und fand vergangene Woche statt (07.-11.03.2007).

Der Kurzfilm „MILAN“ (23 Minuten) erzählt die Geschichte zweier Brüder während des NATO-Bombardements 1999 in Jugoslawien. Beim Verstecken spielen im Wald entdeckt der kleine Milan einen notgelandeten Piloten, und ahnt nicht, dass sein Bruder zur gleichen Zeit in einem Belgrader Krankenhaus ums Überleben kämpft.

Die international besetzte Jury begründete die Vergabe des Preises an Michaela Kezele wie folgt: “Auf beeindruckende filmische Art und Weise gibt der Film Milan eine realistische Sicht der Auswirkungen einer Kriegssituation auf das Leben von ganz gewöhnlichen Menschen frei, die Zivilisten und somit am Krieg eigentlich unbeteiligt sind. In dem Film ist der Krieg ständig spürbar und diese Stimmung verlässt einen nie…” („With an impressive cinematographic presence Milan gives a realistic view of the effects of a war situation to the lives of ordinary, everyday people who are not on the battlefield. The presence of the war is felt constantly, and never goes away…” Der ganze Wortlaut der Begründung findet sich unter: http://www.tamperefilmfestival.fi/2007/eng/results.htm).

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Der geschäftsführende Leiter der Abteilung Film und Fernsehspiel an der HFF München, Professor Andreas Gruber freut sich sehr für Michaela Kezele und ihr Team. „Es handelt sich bei MILAN um einen beachtenswerten Erfolg, da dies kein Abschlussfilm, sondern Michaelas dritter Übungsfilm ist.“ Michaela Kezele sei mit „MILAN“ eine inhaltlich spannende Auseinandersetzung mit den Folgen eines Konflikts gelungen, der noch gar nicht soweit zurückläge, so Gruber. Sie mache in ihrem Film die menschliche Tragödie erlebbar, die sich hinter dem militärsprachlichen Begriff ‚Kollateralschäden’ verberge.

Michaela Kezele hat den Film zusammen mit ihren Kommilitoninnen der Abteilung Produktion und Medienwirtschaft, Kathrin Geyh und Daniela Ljubinkoviæ realisiert. „MILAN“ ist eine Koproduktion zwischen der HFF München, dem Bayerischen Rundfunk (Redaktion Film und Teleclub) und Target Film.

Zur Zeit arbeitet Michaela Kezele unter dem Titel „Die Gastarbeiterin“ an einem langen Spielfilm als Abschlussarbeit an der HFF München.

Mario Beilhack | HFF München
Weitere Informationen:
http://www.milan-film.com

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