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Leibnizpreise an Helmholtz-Forscher

12.03.2007
Morgen verleiht der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, die Urkunden an die acht Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. Zwei der acht Preise gehen an Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Preisverleihung findet am 13. März um 15:00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

Die Stammzellexpertin Magdalena Götz vom GSF- Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit wurde für ihre Forschung zu Nervenzellentwicklung in der Großhirnrinde ausgezeichnet, der Paläoklimatologe Gerald Haug vom GeoForschungsZentrum in Potsdam erhielt den Preis für die Rekonstruktion und Erklärung des Klimaverlaufs in der jüngeren Erdgeschichte.

"Ich freue mich sehr über diesen großen Erfolg! Die Preise zeigen, dass in der Helmholtz-Gemeinschaft Spitzenforscher arbeiten, die die hervorragende Ausrüstung und große wissenschaftliche Selbstständigkeit zu nutzen wissen", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und selbst Leibniz-Preisträger 1992. "Mit dem Leibniz-Preis haben die beiden ausgezeichneten Forscher nun eine noch größere Freiheit, da sie das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro nach eigenem Ermessen in ihre Forschung investieren können", erklärt er.

Prof. Dr. Magdalena Götz (45) untersucht die molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung, insbesondere in der Großhirnrinde. Sie entdeckte, dass Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können. Götz zeigte auch, welche Faktoren beim Übergang von glialen zu neuronalen Zellen eine Rolle spielen. Dank dieser Ergebnisse rückt nun das Fernziel ein wenig näher, die Differenzierung von Stammzellen zu steuern, um Therapien gegen degenerative Erkrankungen zu entwickeln.

Mit dem Klimaverlauf in den letzten Jahrmillionen beschäftigt sich Prof. Dr. Gerald Haug (38). Es gelang ihm, durch Analyse von Meeresablagerungen das Klima in den Schlüsselregionen unseres Planeten zu rekonstruieren. Dabei untersuchte er auch die Ursachen der Klimawenden in der jüngeren Erdgeschichte und löste das Rätsel, wie es zu den großen Eiszeiten auf der Nordhalbkugel vor gut 2,7 Millionen Jahren kam. Seine Ergebnisse zeigen, dass der Nordpazifik die entscheidende Feuchtigkeitsquelle für den amerikanischen Eisschild und die gesamte Nordhalbkugel ist.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
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Thomas Gazlig | idw
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