Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

AGeNT für geballte Kompetenz in der Nanotechnologie

01.03.2007
BMBF fördert neue gesamtdeutsche Arbeitsgemeinschaft / Insgesamt stehen 3,8 Millionen Euro zur Verfügung / Sitz an der TU Berlin

Neun Kompetenzzentren, die in verschiedenen Regionen Deutschlands angesiedelt sind und zusammen die gesamte Spanne der unterschiedlichsten Nanotechnologien abdecken, haben sich jetzt zu einem bundesweit einzigartigen Kompetenzzentrum zusammengeschlossen. Dadurch werden Synergien geschaffen und die nationale wie auch internationale Sichtbarkeit gestärkt. Geleitet wird die neu ins Leben gerufene "Arbeitsgemeinschaft der Nanotechnologie-Kompetenzzentren in Deutschland" (AGeNT-D) von der TU Berlin aus. Ihr Vorsitzender ist der international anerkannte Nanophysiker Prof. Dr. Dieter Bimberg vom Institut für Festkörperphysik.

"Ermöglicht wird die Arbeitsgemeinschaft durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Wir wollen deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch stärker vernetzen und gleichzeitig eine begehrte Adresse für internationale Partner sein. Immerhin vereinen unsere Mitglieder die gesamte Bandbreite an Kompetenzen unseres Faches in Deutschland. Mit der Arbeitsgemeinschaft haben wir jetzt ein effektives Steuerungsinstrument in der Hand, mit dem wir konzentriert und zielstrebig die Nanotechnologie in Deutschland im Bewusstsein der Öffentlichkeit, in der Forschung und auch in der Kooperation mit der Wirtschaft weiter voranbringen werden", betont Dieter Bimberg.

Für die nächsten vier Jahre vergibt das Forschungsministerium 2,4 Millionen Euro. Davon entfallen 1,4 Millionen Euro auf die Förderung von Machbarkeitsstudien. Zusätzlich steuern kleine und mittlere Unternehmen hierfür noch einmal 1,4 Millionen Euro bei. Am 1. Februar 2007 nahm die AGeNT-D ihre Arbeit auf.

Ihre Mitglieder sind:
CeNTech - Center for Nanotechnology Münster
ENNaB - Exzellenznetzwerk NanoBiotechnologie München
INCH - Interdisziplinäres Nanowissenschaftszentrum Hamburg
NanoBioNet- CoE NanoBiotechnologie Saarbrücken
NanoChem - CC NanoChemie Saarbrücken
NanoMat - Netzwerk Nanomaterialien Karlsruhe
NanOp - CC NanoOptoelektronik Berlin
UFS - CC Ultradünne funktionale Schichten Dresden
UPOB - CC Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung Braunschweig
Die genannten Kompetenzzentren entstanden überwiegend 1998 aus einem Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums und sind fachlich auf verschiedene komplementäre Themenbereiche ausgerichtet. In den vergangenen Jahren bildeten sich so an verschiedenen Standorten in Deutschland Cluster von stark vernetzten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulinstituten heraus. Unterstützt durch neue Finanzierungsmodelle setzte eine zunehmende Regionalisierung der Kompetenzzentren ein. In der Folge wurden auch einander ähnliche, überwiegend gesamtgesellschaftlich-organisatorische Aktivitäten an meh-reren Kompetenzzentren entwickelt. Hier setzt die nunmehr erfolgte Vernetzung der Kompetenzzentren an, um durch gemeinschaftliche Bearbeitung konkreter Aufgaben eine noch effizientere Arbeitsweise zu erreichen.
Folgende Arbeitsfelder wurden definiert:
o Stärkung der überregionalen Vernetzung
o Aufbau einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit
o Stärkung des Technologietransfers innerhalb der Netze
o internationale Zusammenarbeit
o Politikberatung
o Entwicklung gemeinsamer FuE-Strategien
o Bildung und Weiterbildung
o Standardisierung und Normung
o Verleihung von Nanowissenschafts-Preisen
Die Geschäftsstelle an der TU Berlin unter Leitung von Dr. Matthias Kuntz vom Institut für Festkörperphysik der TU Berlin hat die zentrale Aufgabe der Koordination dieser Arbeitspakete, der Kommunikation zwischen den Mitgliedern und nach außen sowie der Vergabe von Fördermitteln in Form kleinerer Machbarkeitsstudien. Diese umfassen einen Kostenrahmen von 50.000 Euro und werden an kleine und mittlere Unternehmen mit kooperierenden Hochschul- und Forschungsinstituten vergeben.
Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Prof. Dr. Dieter Bimberg, Institut für Festkörperphysik der TU Berlin, Tel.: 030/314-22783, E-Mail: bimberg@physik.tu-berlin.de, oder Dr. Matthias Kuntz, Tel.: 030/314 220 62,

E-Mail: kuntz@physik.tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2007/pi51.htm

Weitere Berichte zu: Festkörperphysik Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften