Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftsjahr 2007: "GeistReiches Augsburg" erfolgreich bei "Geist begeistert"

01.03.2007
Ein Platz unter den besten 15 beim Hochschulwettbewerb zum Wissenschaftsjahr 2007 bringt 15.000 Euro für eine Aktionswoche der Augsburger Geisteswissenschaften im kommenden Herbst.

Die Augsburger Geisteswissenschaften sind Preisträger des Wettbewerbs "Geist begeistert", den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich des Wissenschaftsjahres 2007 ausgelobt hat und an dem sich alle Universitäten und Hochschulen in Deutschland beteiligen konnten.

Die von Augsburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Pädagogik, der Theologie und aus den Geschichts- und Literaturwissenschaften konzipierte Aktionswoche "GeistReiches Augsburg - Geschichten und Perspektiven einer Stadt" zählt zu den 15 Projekten, die die Wettbewerbsjury unter Leitung des Vorsitzenden des Philosophischen Fakultätentages, Prof. Dr. Reinhold Grimm, als besonders kreativ und originell aus über 170 Bewerbungen ausgewählt hat. Die prämierten Projekte werden mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 15.000 Euro gefördert.

"Entwickeln Sie geistreiche und originelle Projektideen zum Thema 'Geist begeistert'. Erarbeiten Sie ein Programm und eine Darstellungsform, die einer breiten Öffentlichkeit die Vielfalt der Geisteswissenschaften auf interessante und überraschende Weise näherbringen!" So lautete der Anspruch, dem die Wettbewerbsbeiträge genügen sollten. Insbesondere sollten dabei Themen aufgegriffen werden, die die Leistungen der Geisteswissenschaften für Gesellschaft und Wirtschaft verdeutlichen. Um neue Zielgruppen für die Geisteswissenschaften zu erschließen, sollte das Projekt darüber hinaus die Nutzung eines breites Spektrums unterschiedlicher kommunikativer Formate sowie die Einbeziehung anderer Einrichtungen aus Kunst, Kultur, Bildung und Wirtschaft vorsehen.

Das Augsburger Projekt hat diese Voraussetzungen in den Augen der Jury hervorragend erfüllt. "Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn die Arbeit, die man sich macht, so honoriert wird", freut sich die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Eva Matthes in einer ersten Reaktion auf die gute Nachricht aus Bremen. Zusammen mit Dr. Bernadette Malinowski und Prof. Dr. Joachim Jacob (beide Neuere Deutsche Literaturwissenschaft) sowie mit dem Mittelalterhistoriker Prof. Dr. Martin Kaufhold und dem evangelischen Theologen Prof. Dr. Bernd Oberdorfer hat Matthes die Idee der Aktionswoche "GeistReiches Augsburg" entwickelt und als Wettbewerbsbeitrag eingereicht. "Dass es uns gelungen ist, unter die besten 15 zu gelangen und dadurch mit 15.000 Euro gefördert zu werden", so Matthes, "ist natürlich eine zusätzliche Motivation, die gemeinsame Realisierung des Projekts mit dem gleichen Engagement in Angriff zu nehmen, mit dem wir es gemeinsam konzipiert haben."

Geisteswissenschaften in der Stadt, für die Stadt und für ihre Zukunft

"Augsburg ist eine alte Stadt im Umbruch mit einer jungen Universität, zu deren tragenden Säulen die Kultur- und Sozialwissenschaften gehören. Von dieser Basis ausgehend", erläutert Oberdorfer die Grundzüge des Projektes, "wollen wir mit einer Aktionswoche im Oktober 2007 den Beitrag der Geisteswissenschaften zur Stadtkultur einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen." Dabei wolle man besonders deutlich machen, dass die Geisteswissenschaften im breit gefächerten Spektrum ihrer Fächerkulturen zum einen dabei helfen, die Vergangenheit lebendig und perspektivenreich zu erschließen, während sie zugleich einen unersetzlichen Beitrag zur Orientierung für die Zukunft leisten. Die Form der Aktionswoche ermögliche es, dies durch ein verdichtetes Angebot von Veranstaltungen unterschiedlicher Art erlebbar zu machen.

Aktionswoche vom 22. bis zum 25. Oktober

Im Programm der für den Zeitraum vom 22. bis zum 25. Oktober 2007 geplanten Aktionswoche sind z. B. Stadtführungen und Sonderveranstaltungen in Museen, Archiven und Kirchen vorgesehen, die neue Perspektiven auf die vielfältigen Zeugnisse der reichen Geschichte Augsburgs eröffnen werden. Die Rolle Augsburgs als Laboratorium religiöser Toleranz, als Ort der Bildung und als Stadt der Künste wird durch Vorträge, Lesungen, und Konzerte gewürdigt werden. Ein eigener Akzent wird auf den Beitrag der Geisteswissenschaften zur Fortschreibung städtischer Identität fallen. In der Stadt des Religionsfriedens soll die Zukunft der Ökumene kritisch-konstruktiv diskutiert werden. Erziehungswissenschaftliche Forschungsprojekte zur Integration von Migrantenkindern sollen in die multiethnisch gewordene Stadt hineingetragen werden. Ein studentischer Lyrikwettbewerb wird das städtische Angebot lebendiger Literaturproduktion bereichern. Umgekehrt wird der zeitgenössische Skulpturenpark auf dem Campus durch Führungen und studentische Performances dem städtischen Bewusstsein näher gebracht werden. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung und eine abschließende Podiumsdiskussion werden die Aktionswoche rahmen.

Die Geisteswissenschaften: ABC der Menschheit

"Wir werden zwischen dem 22. und 25. Oktober 2007 mit zahlreichen Teilprojekten in vielfältigen, teils interaktiven Veranstaltungsformen an unterschiedlichsten und auch unkonventionellen Veranstaltungsorten in der Stadt sichtbar und erlebbar machen, was wir als Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler in der ganzen Vielfalt unserer fächerspezifischen Wirklichkeitszugänge zur Erschließung der Geschichte der Stadt, aber eben auch zur Entwicklung von Perspektiven für die Stadt beizutragen haben", verspricht Kaufhold. Mit diesem Anspruch fügt sich das Projekt "GeistReiches Augsburg" nahtlos zum übergreifenden Ziel, das mit dem "Wissenschaftsjahr 2007: Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit" verbunden ist: Dieses bereits achte Wissenschaftsjahr in Folge stellt erstmals keine naturwissenschaftliche Disziplin in den Vordergrund, sondern die Vielfalt geisteswissenschaftlicher Disziplinen, Themen und Methoden. Es will die Wahrnehmungs- und Anerkennungsdefizite, die in der Öffentlichkeit gegenüber den Geisteswissenschaften herrschen, beheben und deutlich machen, dass die Geisteswissenschaften ein wichtiger Teil der deutschen Wissenschaftslandschaft sind, der internationale Spitzenleistungen hervorbringt, dessen führende Köpfe weltweites Ansehen genießen und dessen Absolventinnen und Absolventen an den besten Universitäten der Welt lehren und forschen.

Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Eva Matthes
Lehrstuhl für Pädagogik
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5574
eva.matthes@phil.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.abc-der-menschheit.de
http://www.hausderwissenschaft.de/Hochschulwettbewerb.shtm

Weitere Berichte zu: Geisteswissenschaft Literaturwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie