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Gezielte Förderung für junge Mütter und ihre Kinder

19.02.2007
Gießener Team des Instituts für Erziehungswissenschaft leistet mit dem Projekt MOSAIK TRANSFER einen wesentlichen Beitrag zur Vernetzung in der Region

Die Förderangebote für junge Mütter und ihre Kinder sollen künftig in der Region besser vernetzt werden. Mit dem Projekt MOSAIK TRANSFER leisten Gießener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu einen wesentlichen Beitrag. Ziel ihres Engagements ist eine fachübergreifende Kooperation der Akteure und Entscheidungsträger aus Beratung, Berufsbildung, Jugendberufshilfe, Kinderbetreuung, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft.

Das Team des Projekts MOSAIK TRANSFER an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat deshalb in diesen Tagen die Beauftragten für Chancengleichheit, Ursula Passarge (Stadtbüro Gießen), Helga Fuchs (Arbeitsagentur Gießen) und Heike Schubert (Arbeitsagentur Wetzlar) an die Universität eingeladen. Bei einem ersten Treffen wurden Möglichkeiten der Kooperation und regionalen Vernetzung von Berufsbildungsmaßnahmen ausgelotet.

Das Projekt "MOSAIK Transfer: Kompetenzentwicklung für (junge) Mütter. Kooperation von Beratung, (Aus)Bildung und Beruf" unter der Leitung von Prof. Dr. Marianne Friese ist seit 1. September 2006 am Institut für Erziehungswissenschaft im Fachgebiet Berufspädagogik und Didaktik der Arbeitslehre an der JLU angesiedelt (zuvor Universität Bremen). Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BQF-Programm Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf) und durch den Europäischen Sozialfonds.

Das Projekt "MOSAIK" unter Leitung von Prof. Friese (vom 31. Mai 2003 bis zum 31. Mai 2006 an der Universität Bremen angesiedelt) verfolgt das Konzept einer ganzheitlichen Kompetenzentwicklung für junge Mütter und ihre Kinder. Es geht sowohl um die individuelle als auch die institutionelle Förderung an den biographischen Eckdaten Schulabschluss, Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, (Teilzeit)- Berufsausbildung und Einmündung in den Beruf. Hinzu kommt die Sicherung der Qualität von Kinderbetreuung. Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Die in der ersten Phase erarbeiteten Grundlagen werden jetzt in einer Transferphase auf andere Regionen ausgeweitet. Die entwickelten Instrumente sollen im Rahmen des BQF-Programms "Kompetenzen fördern. Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" des BMBF für weitere Akteure der Benachteiligtenförderung nutzbar gemacht werden.

Das Teilprojekt MOSAIK TRANSFER ist ein wichtiges Element des Schwerpunkts Benachteiligtenförderung im Fachgebiet Berufspädagogik der Justus-Liebig-Universität. Die in MOSAIK erarbeiteten Produkte - eine erprobte Kooperations- und Transferstruktur, ganzheitliche Beratungskonzepte, Ansätze für zielgruppenadäquate Förderstrukturen und Beratungskonzepte, sowohl für kooperierende Organisation und Betriebe als auch für die Weiterbildung des Fachpersonals - sollen den regionalen Akteuren aus den Bereichen Beratung, Berufsbildung, Jugendberufshilfe, Kinderbetreuung, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist die Entwicklung eines vitalen Theorie-Praxis-Transfers in der Region Mittelhessen.

Kontakt:
Prof. Dr. Marianne Friese
Dipl.Päd. Eva Anslinger
Dipl.Päd. Ilka Benner
Fachbereich 03 - Sozial- und Kulturwissenschaften
Institut für Erziehungswissenschaft
Fachgebiet Berufspädagogik/Arbeitslehre
Karl-Glöckner-Straße 21 B
35394 Gießen
Telefon: 0641 99 24031/36
Fax: 0641 99 24039
E-Mail: Ilka.Benner@erziehung.uni-giessen.de

Charlotte Brückner-Ihl | idw
Weitere Informationen:
http://www.erziehung.uni-giessen.de/BP
http://www.mosaikonline.info

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