Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-Medaille für Prof. Dr. Heiner Ryssel

19.02.2007
Prof. Dr. Heiner Ryssel, Leiter des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) und Inhaber des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente der Universität Erlangen-Nürnberg wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft mit der Fraunhofer-Medaille ausgezeichnet. Übergeben wurde die Medaille von Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich der heutigen Festveranstaltung zum 65. Geburtstag von Prof. Ryssel.

Prof. Ryssel führt die von ihm geleiteten Einrichtungen seit deren Gründung vor 22 Jahren. Sie gehören heute mit rund 35 Mitarbeitern am Lehrstuhl und 120 am Fraunhofer IISB zu den führenden ihres Gebiets in Europa. Der Elektrotechniker Ryssel hat den Aufbau der international renommierten Mikro- und Nanoelektronikforschung am Standort Erlangen maßgeblich mit gestaltet und sich dabei intensiv für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Nutzung eingesetzt. Diese Leistungen wurden auf der Festveranstaltung mit zahlreichen Gästen aus Forschung und Industrie honoriert. Zur Riege der Grußredner gehörten unter anderem der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis und der Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken Dr. Dieter Riesterer.

Die Fraunhofer-Medaille wird für außerordentliche Verdienste um die Fraunhofer-Gesellschaft verliehen. Prof. Bullinger begrüßte in seiner Laudatio vor allem die intensive Zusammenarbeit von Prof. Ryssel mit der regionalen Wirtschaft sowie mit führenden Forschungspartnern in der EU. Er hob das große Engagement von Prof. Ryssel und den wissenschaftlichen wie wirtschaftlichen Erfolg seines Instituts hervor. Ebenso betonte er die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg, die nicht zuletzt bedingt ist durch das Erfolgsmodell der Leitung von Fraunhofer-Institut und Lehrstuhl in Personalunion. Trotz Erreichen des Rentenalters wird Prof. Ryssel Institut und Lehrstuhl ein Jahr länger als Leiter zur Verfügung stehen.

Zur Person:
Prof. Dr. Heiner Ryssel wurde am 9. Dezember 1941 geboren. Nach dem Studium der Elektrotechnik und Promotion (1973) an der TU München wurde er ab 1974 Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Festkörpertechnologie in München. 1985 habilitierte er sich an der TU München. Im März des gleichen Jahres wurde er Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Elektronische Bauelemente an der Universität Erlangen-Nürnberg. Fast zeitgleich, im Juli 1985, übernahm er zusätzlich die Leitung der Abteilung Bauelementetechnologie der neuen Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Integrierte Schaltungen in Erlangen - des heutigen Fraunhofer IISB, das mittlerweile auch Außenstellen in Nürnberg und Freiberg (Sachsen) hat. Prof. Ryssels Hauptforschungsgebiete sind Halbleiterprozesstechnologie, Simulation und Geräte für die Mikro- und Nanoelektronik. Prof. Ryssel war an rund 400 wissenschaftlichen Veröffentlichungen beteiligt und ist Autor eines Buches über Ionenimplantation. Er hat bisher rund 60 abgeschlossene Promotionen und 150 Diplomarbeiten betreut. Er ist Fellow des IEEE und Träger der österreichischen Wilhelm-Exner-Medaille. Prof. Ryssel war Partner in zahlreichen bayerischen und europäischen Verbundprojekten. So steht er aktuell dem Bayerischen Forschungsverbund für Nanoelektronik (FORNEL) als Sprecher vor.
Kontakt:
Dr. Bernd Fischer
Fraunhofer IISB
Schottkystr. 10
91058 Erlangen
info@iisb.fraunhofer.de

Fraunhofer IISB, | idw
Weitere Informationen:
http://www.iisb.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: IISB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie