Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3.000 Euro für hervorragende Dissertationen

06.02.2007
Commerzbank vergab Preise an zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU Chemnitz

Die Commerzbank zeichnete am 5. Februar 2007 zum zehnten Mal besonders herausragende Arbeiten von jungen Wissenschaftlern der TU Chemnitz mit Preisen der Commerzbank-Stiftung aus. Die Dissertationspreise in Höhe von je 1.500 Euro wurden der Finanzmathematikerin Dr. Dana Düvelmeyer und der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Radka Holeckovà während des Neujahrsempfanges der Commerzbank im Schloß Klaffenbach überreicht. Dana Düvelmeyer promovierte an der Fakultät für Mathematik zum Thema "Inkorrektsphänomene und Regularisierung bei der Parameterschätzung für Jump- Diffusions-Prozesse" (Betreuer: Prof. Dr. Bernd Hofmann). Und an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften überzeugte Radka Holeckovà mit ihrer Dissertation zum Thema "Distanzprobleme bei grenzüberschreitenden Kooperationen mittelständischer Unternehmen in Sachsen und Tschechien" (Betreuerin: Prof. Dr. Cornelia Zanger). Beide Doktorarbeiten wurden mit "summa cum laude" - der höchsten Note auf der Promotions-Skala - bewertet.

Die Dissertation von Dana Düvelmeyer ist auf dem Grenzgebiet zwischen zwei Zweigen der Angewandten Mathematik angesiedelt, der Finanzmathematik und der Theorie inverser Probleme. Die junge Frau fand heraus, wie sich die Parameter in Sprung-Prozessen von Aktienkursentwicklungen auf der Grundlage von Marktdaten numerisch stabil bestimmen lassen. Sprung-Prozesse sind dabei Verallgemeinerungen der klassischen Brownschen Bewegung, auf deren Grundlage übrigens die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Black- Scholes-Formel entwickelt wurde. "Dana Düvelmeyers Arbeit leistet nun einen Beitrag, die Parameter solcher Prozesse sicherer als bisher zu bestimmen. Diese Ergebnisse können entscheidend helfen, verbesserte Portfoliomanagementtechniken zu entwickeln und anzuwenden", erläutert ihr Betreuer Prof. Hofmann.

Radka Holecková beschreibt in ihrer Doktorarbeit, warum es bei grenzüberschreitenden Kooperationen zwischen Sachsen und Tschechen immer wieder zu Problemen kommt, wo deren Ursachen liegen und was getan werden kann, um Probleme zu mindern. "Die Arbeit ist insbesondere für mittelständische Unternehmen der Region interessant und kann ihnen helfen, sich im Wettbewerb besser zu behaupten", erklärt ihre Betreuerin Prof. Dr. Cornelia Zanger. Durch die jüngste EU-Erweiterung ist das Thema Expansion in östliche Gebiete wieder sehr aktuell geworden. "Es wäre schön, wenn die Beziehungen gerade zum allernächsten Nachbarn eine hohe Qualität erreichten. Dazu leistet die Dissertation einen wichtigen Beitrag", so Prof. Zanger.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Berichte zu: Dissertation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

nachricht Förderung Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz mit über 500.000 Euro
20.04.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten