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Nanoperlen, die unter die Haut gehen

01.02.2007
Pharma-Forscher der Freien Universität Berlin erhielten den Transferpreis WissensWerte 2007

Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Nano-Technologie und dem gelungenen Wissenstransfer zur Pharma- und Kosmetik-Industrie wurden die Berliner Forscher Rainer H. Müller und Monika Schäfer-Korting jetzt mit dem "Transferpreis WissensWerte" des TSB Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V. ausgezeichnet. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises fand am 29. Januar 2007 im Rahmen des Technologietransfertages in Berlin statt.

Am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin (FU) haben die beiden Professoren in den letzten Jahren die Beschaffenheit der Lipidnanopartikel grundlegend untersucht und ihre Anwendung im Bereich der Dermatologie entscheidend vorangetrieben. Aus dieser Forschungsarbeit entstand ein innovatives Verfahren, das nun von der Pharma- und Kosmetik-Industrie genutzt wird.

Winzige Fettkügelchen in Nanometer-Größe (Lipidnanopartikel) können medizinische Wirkstoffe schonend und ohne Nebenwirkungen in den Körper transportieren.

Prof. Rainer H. Müller entwickelte seit Ende der 90er Jahre eine neue Generation von Lipidnanopartikeln, die sogenannten Nanostrukturierten Lipid Carrier (NLC), die unter der Bezeichnung "Nanopearls" inzwischen auch weltweit patentiert sind. Dabei wird die Struktur der Lipidmoleküle so verändert, dass künstliche Fehlstellen entstehen, in die die Wirkstoffe eingelagert werden können. Mit dem FU-Verfahren können Lipidpartikel bis zu fünfmal mehr Wirkstoffe aufnehmen als dies mit anderen Techniken vorher möglich war.

Prof. Monika Schäfer-Korting kümmerte sich mit ihrer Arbeitsgruppe am selben Institut um Einsetzbarkeit der Lipidnanopartikel für die Haut, sowohl in medizinischer wie in kosmetischer Hinsicht. Dazu wurden unter anderem "Targeting"-Techniken entwickelt, die die Moleküle aus den Nanoperlen in eine bestimmte Hauttiefe wandern lassen, wo sie dann ihre Wirkung entfalten.

Der "Transferpreis WissensWerte" war vom TSB Förderverein Technologiestiftung Berlin e. V. (TSB-Förderverein) in diesem Jahr zum vierten Mal ausgeschrieben worden. Zur Bewerbung waren Wissenschaftler aller naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen in Berlin aufgerufen, deren Forschungsarbeiten erfolgreich in wirtschaftliche Anwendungen transferiert werden konnten. In den Vorjahren waren Forscher des Berliner Universitätsklinikums Charité, des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik (FBH) und des Instituts für Spektrochemie und angewandte Spektroskopie (ISAS) ausgezeichnet worden. Der TechnologieTransferTag ist eine Veranstaltung der TSB Technologiestiftung Berlin, der Technologie Stiftung Brandenburg und iq Brandenburg in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin und Brandenburg, der ZAB und dem rbb Inforadio.

Weitere Informationen:

Kontakt:

TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin Frauke Nippel Fasanenstraße 85 10623 Berlin Telefon: 030/ 46 302 -504, Fax: -444 e-Mail: nippel@technologiestiftung-berlin.de

Die "Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft" sind ein Service der Berlin Partner GmbH und ihrer Berlin-Partner Wissenschaft: Alice-Salomon FHS, BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, Charité Universitätsmedizin Berlin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin, Evangelische Fachhochschule Berlin, ESMT European School of Management and Technology, Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik, Freie Universität Berlin, Hertie School of Governance, Humboldt-Universität zu Berlin, IGAFA - Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V., Katholische Fachhochschule Berlin, OTA Hochschule University of Applied Sciences, Private Kant-Schule e. V., Steinbeis-Hochschule Berlin, Technische Fachhochschule Berlin, Technische Universität Berlin, Touro College Berlin, Universität der Künste Berlin, Urania Berlin e. V., Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Christoph Lang | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.berlin-partner.de

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