Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sehende Maschinen

31.01.2007
Ehrendoktor für französischen Informatik-Professor Dr. Oliver Faugeras

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Beiträge zum „Maschinellen Sehen“ und seine zukunftsweisenden Forschungen auf diesem Gebiet durch Einbeziehen biologischer Erkenntnisse erhält Professor Dr. Olivier Faugeras, Forschungsdirektor des französischen Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique (INRIA), die Ehrendoktorwürde der Fakultät für Informatik an der Universität Karlsruhe (TH). Die

Verleihung der Ehrendoktorwürde
findet am Montag, 5. Februar, 17 Uhr,
im Rahmen des Semesterkolloquiums
der Fakultät für Informatik
im Nachrichtentechnik-Hörsaal
der Universität Karlsruhe (TH)
(Gebäude 30.10, Engesserstraße 5)
statt.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.

Faugeras gehört zu den weltweit führenden Forschern auf dem Gebiet der mathematischen Analyse und algorithmischen Auswertung von Bildern und Bildfolgen einschließlich deren Nutzung in technischen Anwendungen und in der medizinischen Grundlagenforschung. „Wir betrachten es als eine große Ehre, dass Professor Faugeras diesen Titel unserer Fakultät entgegen nehmen wird und sind uns sicher, dass wir von ihm auch in den nächsten Jahren wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unseres institutsübergreifenden Forschungsbereichs Anthropomatik erhalten werden“, sagt Professor Dr. Roland Vollmar, Dekan der Fakultät für Informatik.

... mehr zu:
»INRIA

Wissenschaftler der Fakultät für Informatik und universitätsnaher Karlsruher Forschungsinstitutionen, wie des FZI oder des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung (IITB), nutzen heute in ihren Forschungsvorhaben die Ergebnisse von Faugeras. Dieser begann bereits früh, seine Untersuchungen zur sichtgestützten Führung von Montage-Robotern und mobilen Robotern auf mathematisch fundierte Grundlagen zu stellen. Er trug maßgeblich zur Entwicklung von Selbstkalibrierungs-Lösungen bei, die heute beispielsweise unverzichtbar für das Funktionieren von Kameras auf mobilen Robotern sind.

Faugeras richtete sein wissenschaftliches Interesse nicht nur auf die technischen Anwendungen des maschinellen Sehens, sondern auch auf die Kombination neuerer Erkenntnisse der Hirnforschung mit denen des maschinellen Sehens. In Anerkennung seiner Beiträge zur Weiterentwicklung der Teildisziplin „Maschinelles Sehen“ (Computer Vision) wurde Faugeras 1998 zu einem Mitglied der L’Académie des sciences in Paris ernannt.

Zur Person Prof. Olivier D. Faugeras:

Olivier D. Faugeras wurde am 22.12.1949 in Paris geboren. Er besuchte die École Polytechnique, die er 1971 mit dem „Ingénieur“ abschloss. Anschließend studierte er bis 1973 an der École Nationale Supérieure des Télécommunications. Danach forschte er am Computer Science Department der Universität in Utah, das er mit dem PhD in Computer Science verließ. Von 1976 bis 1979 war am LABORIA verantwortlich für ein Projekt zur Bildverarbeitung und Bildauswertung. Von der Université Paris VI – Pierre et Marie Curie erhielt er 1979 den Grad des "Docteur d' État ès sciences". Danach wechselte er erneut in die USA um am Department of Electrical Engineering der University of Southern California in Los Angeles zu arbeiten. 1980 erhielt Faugeras einen Ruf an die Université Paris XI (Orsay) und gleichzeitig als Leiter eines Projekts im Fachgebiet Bildverarbeitung und -auswertung bei INRIA in Sophia Antipolis. Diesem Bereich blieb er seither treu und entwickelte sich zu einem weltbekannten Experten auf diesem Gebiet: 1981 wurde er „Ingénieur de Recherche“, bereits 1983 „Directeur de Recherche“ und 1989 stieg er zur höchsten bei INRIA zu vergebenden Position im Forschungsbereich auf, nämlich zum „Directeur de Recherche de 1ère classe“. Von 1996 bis 2001 war er zudem „Adjunct professor“ im Electrical Engineering and Computer Science Department des MIT.

Programm:

17 Uhr Verleihung der Ehrendoktorwürde an Professor Dr. Olivier Faugeras
Grußwort: Professor Dr. Horst Hippler, Rektor der Universität Karlsruhe (TH)
Laudatio: Professor Dr. Roland Vollmar, Dekan der Fakultät für Informatik
Festvortrag des Laureaten, Professor Dr. Olivier D. Faugeras:
“Computer Vision: From Concepts to Applications”
Empfang im Gastdozentenhaus
Weitere Informationen:
Silke Natzeck
Dekanat/Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät für Informatik
Universität Karlsruhe (TH)
Telefon: 0721/608-8660, Fax.: 0721/69 77 60
E-Mail: natzeck@ira.uka.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | Universität Karlsruhe (TH)
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: INRIA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C

28.04.2017 | Messenachrichten

Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren

28.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten