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DFG vergibt zum sechsten Mal den Eugen und Ilse Seibold-Preis

25.01.2007
Engagement für deutsch-japanische Verständigung

Für ihren Beitrag zur Förderung der Wissenschaft und des deutsch-japanischen Verständnisses erhalten in diesem Jahr der japanische Bauingenieur Professor Dr.-Eng. Hideo Nakamura und der ehemalige Direktor des Berliner Paul-Drude-Instituts für Festkörperelektronik, Professor Dr. Klaus H. Ploog, den mit je 10.000 Euro dotierten Eugen und Ilse Seibold-Preis, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zum sechsten Mal vergibt.

Professor Nakamura setzt sich seit über 40 Jahren intensiv für die Begegnung von jungen deutschen und japanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein. Bei Sommerschulen und Austauschprogrammen mit verschiedenen deutschen Universitäten bekommen japanische und deutsche Studentinnen und Studenten durch seine Initiative die Gelegenheit, das jeweils andere Land besser kennen zu lernen. Bei seinen Bemühungen hat er gelegentlich auch diplomatische Hürden überwunden. So gelang es ihm, mit Kollegen aus der damaligen DDR Kontakte zu pflegen und sie sogar nach Japan einzuladen. Wissenschaftlich beschäftigt sich Professor Nakamura mit Verkehrsplanung und leitet seit seiner Emeritierung 1996 das eigens für ihn gegründete Institute for Transport Policy Studies in Tokio. Seine Pionierarbeiten über digitale Geländemodelle fanden auch in der deutschen Verkehrswegeplanung Berücksichtigung.

Zahlreiche Arbeitsaufenthalte an japanischen Forschungseinrichtungen gingen dem Ausbau der intensiven deutsch-japanischen Zusammenarbeit in der Wissenschaft voraus, die Professor Ploog als Direktor des Paul-Drude-Instituts in Berlin vorangetrieben hat. Neben der Pflege eines regelmäßigen Austausches von deutschen und japanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, vor allem auf dem Gebiet der Halbleiterforschung, hat sich Ploog auch in anderen Funktionen für die wissenschaftliche Kooperation zwischen beiden Ländern engagiert. So etwa als ehrenamtlicher Leiter des Arbeitskreises Wissenschaft des Japanisch-Deutschen Zentrums in Berlin und durch die Organisation deutsch-japanischer Projekte. Auch nach seiner Emeritierung Ende 2006 knüpft Professor Ploog seine Verbindungen nach Japan weiter: zurzeit als Gastprofessor am Tokyo Institute of Technology.

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Namensgeber und Stifter des Eugen und Ilse Seibold-Preises sind der Meeresgeologe und ehemalige DFG-Präsident Professor Dr. Eugen Seibold und seine Frau Dr. Ilse Seibold. Das Ehepaar überließ der DFG 150.000 Euro zur Begründung eines Fonds, aus dem der Preis finanziert wird. Der Fonds ist Teil des mit 400.000 Euro weltweit höchstdotierten Umweltpreises "Blue Planet Prize" der japanischen Asahi Glas-Stiftung, mit dem Eugen Seibold gemeinsam mit dem amerikanischen Umweltschützer Lester Brown 1994 geehrt wurde. Mit dem Eugen und Ilse Seibold-Preis werden alle zwei Jahre jeweils eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler aus Deutschland und Japan ausgezeichnet, die durch wissenschaftliche Arbeiten Herausragendes geleistet und zum besseren Verständnis des jeweils anderen Landes beigetragen haben.

Die Preisverleihung findet am 2. Mai 2007 um 17.00 Uhr im Deutschen Museum in Bonn statt.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

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