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Schader-Preis 2007 für Franz-Xaver Kaufmann

05.01.2007
Professor Dr. Franz-Xaver Kaufmann erhält den Schader-Preis 2007. Der Preis ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Gesellschaftswissenschaftler in Deutschland. Er wird für besondere Verdienste um die Praxisorientierung der Gesellschaftswissenschaften verliehen. Der Preis wird am 10. Mai 2007 bei einem Festakt in Darmstadt übergeben.

Mit dem Schader-Preis zeichnet die Schader-Stiftung Gesellschaftswissenschaftler aus, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr öffentliches Wirken wichtige Beiträge für die Lösung gesellschaftlicher Probleme geleistet haben. Der Preisträger des Schader-Preises 2007 ist Professor Dr. Dr. h.c. Franz-Xaver Kaufmann. Mit Franz-Xaver Kaufmann ehrt die Schader-Stiftung eine Persönlichkeit, die Wissenschaft und Praxis auf exemplarische Weise miteinander verbindet.

Franz-Xaver Kaufmann ist ein hoch renommierter Wissenschaftler mit großer internationaler Ausstrahlung. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit hat sich Franz-Xaver Kaufmann immer auch öffentlich engagiert, als Berater, Zeitdiagnostiker und als Intellektueller, der sich in aktuelle Debatten fundiert und sachlich einmischt. Er hat insbesondere die demographische, familienpolitische und sozialpolitische Diskussion in Deutschland in ihrem Gang maßgeblich beeinflusst. Seit 2005 gehört Franz-Xaver Kaufmann auch dem Beraterkreis des "Forums Demographischer Wandel" des Bundespräsidenten an. Elisabeth von Thadden bezeichnete Franz-Xaver Kaufmann in der ZEIT als "wissenschaftliches und ethisches Frühwarnsystem".

Allein die Titel der drei von ihm seit 2003 veröffentlichten Bücher sprechen für sich: Schrumpfende Gesellschaft. Vom Bevölkerungsrückgang und seinen Folgen (2005), Sozialpolitisches Denken. Die deutsche Tradition (2003) und Varianten des Wohlfahrtsstaats. Der deutsche Sozialstaat im internationalen Vergleich (2003).

Franz-Xaver Kaufmann bringt Entwicklungen miteinander in Zusammenhang, die meist isoliert diskutiert werden: den Geburtenrückgang, die Aufgaben der Familie in einer modernen Gesellschaft, deren wirtschaftliche Entwicklung und soziale Sicherung, die Zukunft der Religion in einer weitgehend säkularisierten Welt. Durch das gesamte Werk zieht sich so die Frage nach den Problemen und Möglichkeiten des Zusammenhalts moderner Gesellschaften - eine Frage, die auch politisch von höchster Relevanz ist.

Der Schader-Preis wird jährlich von der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000 EUR dotiert. Preisgericht ist das Kuratorium der Stiftung. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Gesine Schwan (2006), Ulrich Beck (2005), Bernd Raffelhüschen (2004), Hartmut Häußermann und Walter Siebel (2003), Fritz W. Scharpf (2002), Peter Graf Kielmansegg (2001), Meinhard Miegel (2000) und Renate Mayntz (1999).

Die Darmstädter Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren Dialog mit der Praxis.

Peter Lonitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.schader-stiftung.de

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