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Siemens zeichnet beste Erfinder aus

04.12.2006
Fast 50.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Forschung und Entwicklung. Im vergangenen Jahr sind die Erfindungsmeldungen des Hauses um 17 und die Patentanmeldungen um 8 Prozent angestiegen.

In Deutschland belegt Siemens in der Patentstatistik den 1. Platz, beim Europäischen Patentamt den 2. und in den USA ist Siemens in den Top - ein Beleg für die globale Innovationskraft des Unternehmens. An seine zwölf erfolgreichsten Forscher vergibt Siemens die Auszeichnung "Erfinder des Jahres 2006".

Die in diesem Jahr vom Forschungsvorstand Hermann Requardt ausgezeichneten Erfindungen umfassen u.a. multifunktionelle Funkantennen für Autos, ein Navigationssystem, das Chirurgen den Weg durch den Körper des Patienten weist und ein kundenfreundliches Grafik-Darstellungsverfahren für die Automatisierung.

Der Schwerpunkt der ausgezeichneten Erfinder liegt in diesem Jahr auf dem Standort Deutschland. Dabei verteilen sich die Auszeichnungen auf zahlreiche Unternehmensbereiche wie Automatisierung, Kommunikation oder Medizintechnik.

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Während einige Erfinder wie der 34-jährige Sergio Parolari noch ganz am Anfang ihrer Forschung stehen, werden andere für ihr ideenreiches Lebenswerk ausgezeichnet. So etwa der 59-jährige Manfred Meinherz, der durch seine kontinuierliche Arbeit mehrere Generationen von gasisolierten Schaltanlagen begleitet und permanent verbessert hat.

Trotz aller Unterschiede ist eines allen Erfindern gemeinsam: Sie haben ihre Innovationen nicht im Alleingang, sondern im Team entwickelt. Die meisten Preisträger nennen deshalb auch ihre Kollegen und Vorgesetzten als größte Inspirationsquelle für ihre Ar-beit. Beispielhaft dafür stehen Dr. Jörg Freudenberger und Dr. Peter Schardt, die gleichberechtigt am Thema "lasergesteuerte Röntgenröhren" arbeiten und deshalb auch gemeinsam geehrt werden.

Die Auszeichnung "Erfinder des Jahres" wird seit 1994 jährlich an zwölf ausgewählte Mitarbeiter vergeben, die die technische Kompetenz und den wirtschaftlichen Erfolg der Firma in besonderem Maß verbessert haben.

Die Gewinner sind:

Dr. Elena Costa - Geschickt verpackt - Leistungsfähige Kodierungs- und Deko-dierungsverfahren, Siemens Networks, München

Manfred Meinherz - Kompakt isoliert - Weiterentwicklung von gasisolierten Schaltanlagen, Power Transmission and Distribution, Berlin

Sergio Parolari - Schnell und vielseitig - Verbesserung von GPRS-Systemen, Siemens Networks, Mailand, Italien

Frank Sauer - Landkarte des Körpers - Dreidimensionale Herzbilder zur Unterstüt-zung von minimal-invasiven Herzeingriffen, Corporate Technology, Princeton, USA

Dr. Peter Schardt und Dr. Jörg Freudenberger - Alte Hülle, neuer Kern - Neue Möglichkeiten durch lasergesteuerte Röntgenröhren, Medical Solu-tions, Erlangen

Dr. Johannes Leopold Schenk - Abgase sparen hilft Rohstoffe sparen - Effizienz-steigerung bei der FINEX-Technologie, Industrial Solutions and Ser-vices, Linz, Österreich

Christian Schneider - Eine Antenne für alle Fälle - Verbesserte drahtlose Kom-munikation im Auto, Siemens VDO Automotive, Regensburg

Karlheinz Schreyer - Sicherheit ohne Kompromisse - Brandmelder werden funk-technologietauglich, Siemens Building Technologies, München

Dr. Werner Stamm - Die Mischung macht's - Neue Schutzschicht für Siemens Gasturbinen Power Generation, Mülheim

Frank Volkmann - Genial einfach - Grafikdarstellung in webbasierten Automati-sierungssystemen Automation and Drives, Nürnberg

Karl Weidner - Flach und vielseitig - Planare Verbindungstechnologien zum Auf-bau von elektronischen Modulen, Corporate Technology, München

Guido Weber | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de

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