Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste länderübergreifende Ausschreibung im nachhaltigen Bodenschutz

04.12.2006
Europäisches Netzwerk SNOWMAN fördert grenzüberschreitende Forschungsprojekte

Die Bodenschutzforschung in Europa geht neue Wege. Am 1. Dezember 2006 startet das Netzwerk SNOWMAN eine gemeinsame Ausschreibung von sieben Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich, das Vereinigte Königreich und Schweden sowie die Region Flandern (Belgien).

Das Neue daran: Die Partner teilen sich ihre finanziellen Beiträge für zur Forschung, profitieren jedoch gemeinsam von den Ergebnissen. Das Umweltbundesamt (UBA) vertritt - in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich - die Interessen Deutschlands. Kernthemen sind die Kontamination der Böden und des Grundwassers. Forschungseinrichtungen und andere Organisationen, die sich beteiligen möchten, finden die Ausschreibungsunterlagen im Internet unter www.snowman-era.net. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2007. Die Koordination der Ausschreibung übernimmt ein Sekretariat im UBA. SNOWMAN steht als englische Abkürzung für das Projekt: "Nachhaltiges Management von durch Bodenverschmutzung und -kontamination bedrohten Böden und deren Grundwasser."

Voraussetzung für eine Beteiligung ist: Wenigstens zwei, voneinander unabhängige Organisationen aus mindestens zwei Teilnehmerstaaten von SNOWMAN bilden Arbeitsgemeinschaften. Diese Konsortien sind für das Einreichen geeigneter Forschungsprojekte mit einer Laufzeit bis maximal zwölf Monaten eingeladen. Neben SNOWMAN sind mehr als 70 Projekte am Aufbau eines Europäischen Forschungsraumes (European Research Area, ERA) beteiligt. Staatenübergreifende Forschung wird in Europa bisher aus Förderprogrammen der Europäischen Kommission finanziert. Die ERA-Netzwerke (ERA-NETs) bilden eine Alternative hierzu. Denn um die mitgliedstaatenübergreifende Zusammenarbeit zu stärken, bedarf es zusätzlicher Finanzierungsmöglichkeiten.

... mehr zu:
»Bodenschutz »ERA-NET »Kontamination

"Eine Organisation kann ein Forschungsprojekt alleine finanzieren oder mit anderen zusammen. Letzteres entlastet definitiv den eigenen Haushalt", so der Koordinator von SNOWMAN, Dr. Stefan Vetter, vom Lebensministerium in Österreich.

"Forschung gemeinsam finanzieren" ist das Motto der ERA-NETs. Für die Förderfähigkeit der Projekte haben die Teilnehmerstaaten eine einheitliche Grundlage entwickelt: Um Projekte gemeinsam finanzieren zu können, sind die Bewerbungsunterlagen und die Verträge aufeinander abgestimmt. Das erworbene Wissen wird nicht nur den Beteiligten, sondern allen Europäern zugute kommen, denn die Vermittlung des Wissens und der Erfahrungen sind wesentliche Bestandteile der Projekte. Das Wissensportal EUGRIS (www.eugris.info) - ebenfalls mit Beteiligung des UBA aufgebaut - wird dies unterstützen.

Das ERA-NET SNOWMAN beabsichtigt, die Zahl der Finanzierungspartner zu erweitern. Für die erste Ausschreibung stehen dem Projekt insgesamt 700.000 Euro zur Verfügung.

Im Umweltschutz spielen Böden - neben den Medien Wasser und Luft - eine zentrale Rolle. Als Lebensgrundlage für künftige Generationen kommt dem Schutz des Bodens eine besondere Verantwortung zu. Am 22. September 2006 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine "Richtlinie zum Schutz der Böden in Europa". Sie soll den Rahmen der zukünftigen Bodenschutzpolitik der Europäischen Union bilden. Darin werden acht Hauptbedrohungen für den Boden identifiziert. Die Kontamination von Böden ist eine davon.

Nähere Informationen gibt es bei Arnd Wieland, SNOWMAN-Sekretariat im UBA, Tel.: 0340/ 2103 3026, E-mail: arnd.wieland@uba.de

Martin Ittershagen | idw
Weitere Informationen:
http://www.umweltbundesamt.de

Weitere Berichte zu: Bodenschutz ERA-NET Kontamination

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie