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Kreativer und kompetenter Forscher

29.11.2006
Prof. Dr. Manfred T. Reetz aus Mülheim erhielt Vits-Preis

Der Chemiker und Kohlenforscher Prof. Dr. Manfred T. Reetz ist am Dienstag, 28. November 2006, in Münster mit dem Vits-Preis der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität ausgezeichnet worden.

Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Preis für seine wissenschaftlichen Beiträge zur chemischen Synthese und Katalyse.

Bei der Preisverleihung im Schloss zu Münster würdigten die Rektorin der WWU Münster und stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises der WWU, Prof. Dr. Ursula Nelles, und Prof. Dr. Herbert Waldmann vom Dortmunder Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie den diesjährigen Vits-Preisträger als kompetenten Forscher und originellen Chemiker, der eine Vielzahl von Gebieten der Organischen Chemie mit seinen kreativen Ideen befruchtet habe. Reetz sei, so die Rektorin, ein "Mann von Format", der nahezu alle wichtigen Wissenschaftspreise in der Chemie bereits eingesammelt habe. Mit der Auszeichnung dieser Forscherpersönlichkeit falle auch ein wenig Glanz auf die WWU und ihren Förderkreis.

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Die langjährigen Forschungsarbeiten von Reetz, so Prof. Waldmann in seiner Laudatio auf den Vits-Preisträger, genügten höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen und wirkten aufgrund ihres breit gefächerten interdisziplinären Charakters weit über das Gebiet der Chemie in die Biologie und die Materialwissenschaften hinein. Seine Beiträge zur Organischen Chemie während der letzten drei Jahrzehnte verdienten es, "als wahrhaft herausragend bezeichnet zu werden und geben Zeugnis über einen überaus originellen Chemiker, der eine Vielzahl von Gebieten der Organischen Chemie mit seinen kreativen Ideen befruchtet habe".

Manfred T. Reetz, geboren 1943 in Hirschberg, hat in den USA Chemie studiert und wurde 1969 in Göttingen promoviert. Nach der Habilitation in Marburg war er Gastprofessor in den USA und wurde 1978 auf eine Professur an der Universität Bonn berufen. Von 1980 bis 1991 war er Professor an der Universität Marburg und übernahm dann eine Direktoren-Stelle am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, verbunden mit einer Honorarprofessur an der Ruhr-Universität Bochum. Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde der Chemiker bereits mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, darunter den Otto-Bayer-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die "Nagoya Gold Medal of Organic Chemistry".

Der mit 20.000 Euro dotierte Vits-Preis wird seit 1970 vom Förderkreis der WWU Münster verliehen für "einen hervorragenden wissenschaftlichen Beitrag, durch den Wege zur geistigen und materiellen Verbesserung des Lebens in der von Wissenschaft und Technik bestimmten Welt gewiesen werden.". Prof. Dr. Manfred T. Reetz ist der erste Vertreter der Organischen Chemie in der langen Liste der bisherigen Preisträger, unter denen sich bekannte Namen wie der Biochemiker Adolf Butenandt, der Ökonom Alfred Müller-Armack, der Physiker und Naturphilosoph Carl Friedrich von Weizsäcker, der Genetiker Peter Starlinger oder die Medizin-Nobelpreisträger Erwin Neher und Bert Sakmann befinden. Benannt ist der Preis nach dem verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung der WWU Münster, Ernst-Hellmut Vits (1903-1970).

| Universitaet Muenster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/Foerderer

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