Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis für weltgrößte frei tragende Treppe aus Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas Plus Zwischenlagen

27.11.2006
Für die weltweit größte frei tragende und nahezu komplett aus Verbund-Sicherheitsglas hergestellte Treppe wurde die Seele GmbH & Co. KG, Gersthofen, am 25. Oktober auf der glasstec 2006 mit dem ,Innovationspreis Architektur und Glas‘ ausgezeichnet.

Entscheidungskriterien für die Jury war einerseits die besondere Länge der Wangen aus Verbund-Sicherheitsglas – mit 8,5 m sind sie rund 2,5 m länger als bei bisherigen Treppen dieser Art – und andererseits der erstmalige Einsatz einer rein kraftschlüssigen Anbindung der Edelstahl-Beschlagteile an die Wange. Dadurch können die Bohrungen und Bolzen entfallen, die bei den bisher üblichen formschlüssigen Punkthalterungen notwendig sind.


GLS-EU-2006-08-d - Foto: Seele
Die weltweit größte frei tragende Glastreppe wurde auf der glasstec 2006 mit dem ,Innovationspreis Architektur und Glas‘ ausgezeichnet. Der Hersteller Seele, Gersthofen, erhielt diesen Preis unter anderem für den innovativen Einsatz auflaminierter Stufen-Halterungen anstelle der bisher üblichen Verschraubungen. Möglich wurde diese Neuerung durch den Einsatz der SentryGlas® Plus Verbund-Sicherheitsglas-Zwischenlage von DuPont als hochfeste Verbindung zwischen Wange und Halterung.

Möglich wurde dieser bahnbrechende Schritt durch den Einsatz von SentryGlas® Plus, der hochfesten Zwischenlage von DuPont für Verbund-Sicherheitsglas, die das Unternehmen sowohl für die Herstellung der Stufen und Wangen als auch für die Anbindung der Halterungen verwendet. Seele hat die prämiierte Ganzglastreppe gemeinsam mit dem IBK und dem ITKE der Universität Stuttgart entwickelt.

Dazu Ingo Stelzer, Leiter Glasfertigung und Entwicklung Verbundstoffe bei Seele: „Bei unserer frei tragenden Treppe aus Verbund-Sicherheitsglas wollten wir zeigen, was heute technisch möglich ist. Indem wir alle konstruktiv wirksamen Verbindungen hochtransparent mit SentryGlas® Plus gefügt haben, konnten wir die Verbindungsteile auf das Notwendigste reduzieren und so ein Maximum an optischer Leichtigkeit erreichen. Dank der hohen Festigkeits- und Steifigkeitswerte von SentryGlas® Plus sowie einer neuartigen, von uns entwickelten Laminiertechnik reichen dabei relativ kleine Flächen aus, um die hohen Lasten sicher von den Stufen auf die Wangen zu übertragen. Herkömmliche heißschmelzende Zwischenlagen hätten diese Innovation nicht ermöglicht.“

... mehr zu:
»Innovationspreis

Die Wangen der Treppe bestehen aus drei je 15 mm dicken Flachglasscheiben des Typs ,Optiwhite‘ von Pilkington mit 1,52 mm dicken SentryGlas® Plus Hochleistungszwischenlagen von DuPont. Die 1.400 mm breiten und 300 mm tiefen Stufen bestehen aus vier Glasscheiben der gleichen Art, wobei SentryGlas® Plus für eine besonders hohe Biegesteifigkeit sorgt. Die vier auf die Wangen auflaminierten Edelstahl-Halterungen pro Stufe sind jeweils über einen nur ca. 40 mm × 100 mm großen Folienzuschnitt mit der Glas-Decklage verbunden. Die jeweiligen Gegenstücke, die in die Halterungen auf den Wangen eingreifen, sind direkt in eine Stufen-Zwischenlage einlaminiert.

Stelzer weiter: „Bei der Auslegung der Konstruktion gehen wir von einem Eigengewicht der Stufen von rund 60 kg und einer zusätzlichen Belastung durch drei Personen aus, insgesamt also von einem Gewicht von ca. 300 kg, das über die vier auflaminierten Halterungen kraftschlüssig übertragen werden muss. Die SentryGlas® Plus Folie von DuPont verfügt dabei über so gute mechanische Eigenschaften, dass die vier Kontaktflächen trotz ihrer geringen Größe hohe Sicherheitsreserven bieten. In Zusammenarbeit mit den beiden Stuttgarter Universitätsinstituten IBK und ITKE konnten wir dies unter statischen und dynamischen Belastungsbedingungen ebenso nachweisen wie die Alterungsbeständigkeit der Verbindung, auch bei langzeitiger Einwirkung von Feuchte, erhöhten Temperaturen und UV-Licht.“

Und Stelzer nennt weitere Vorteile der kraftschlüssigen Lösung mit SentryGlas® Plus: „Anders als bei Punkthalterungen, bei denen sehr hohe Spannungskonzentrationen am Ort der Krafteinleitung auftreten, können wir bei der flächigen Anbindung ungehärtete Gläser verwenden. Dadurch sind wir flexibler in der Materialwahl. Zudem erfolgt der gesamte Laminierprozess – also auch das Auf- bzw. Einlaminieren der Halterungen – in einem einzigen Autoklavzyklus. Dadurch sparen wir die typischen zusätzlichen, mit Punkthalterungen verbundenen handwerklichen Montageschritte.“

Seele ist ein auf qualitativ hochwertige Sonderanfertigungen aus Stahl, Aluminium und Glas für den Hochbau spezialisiertes Unternehmen, das alle Schritte eines Projektes von der Entwicklung über die Fertigung bis zur Endmontage übernehmen kann. Als solches verfügt es unter anderem über hoch moderne Anlagen zur Herstellung von Verbund-Sicherheitsglas, mit denen sich auch ungewöhnliche Entwürfe von Architekten realisieren lassen. So sind zum Beispiel die für das Laminieren verwendeten Autoklaven, in denen die Wangen der prämiierten Treppe hergestellt wurden, auf Glasscheibenformate von maximal 12,5 m × 2,8 m ausgelegt. Auch die metallischen Verbindungselemente fertigt Seele im eigenen Haus.

Der Wettbewerb ,Innovationspreis Architektur und Glas‘ war anlässlich der glasstec 2006 erstmals von den Architektur-Fachzeitschriften ,AIT‘ und ,XIA intelligente architektur‘ in Kooperation mit der Messe Düsseldorf ausgeschrieben worden. Eingereicht werden konnten Produkte, die unter Einsatz von Glas hohen funktionalen und gestalterischen Ansprüchen gerecht werden. Aus über dreißig Bewerbungen wählte die Jury letztlich drei Haupt-Preisträger aus, zu denen die Ganzglastreppe von Seele gehört.

DuPont Glass Laminating Solutions ist Teil der DuPont Wachstumsplattform Hochleistungs-Werkstoffe und produziert in Großbritannien, Korea, Tschechien und Deutschland Butacite®, SentryGlas® Plus und Spallshield® Zwischenlagen für Verbund- Sicherheitsglas.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für DuPont oder eine ihrer Konzerngesellschaften. GLS-EU-2006-08-d

Horst Ulrich Reimer | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Berichte zu: Innovationspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics