Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jülich ganz vorn beim Deutschen Zukunftspreis

24.11.2006
Jülich gratuliert dem Sieger Prof. Stefan Hell

Die Entscheidung war knapp. Unter den vier nominierten Forscherteams für den "Deutschen Zukunftspreis 2006" des Bundespräsidenten waren auch Prof. Peter Tass vom Forschungszentrum Jülich und Prof. Volker Sturm von der Universität Köln. Gewonnen hat Prof. Stefan Hell vom Max-Planck-Institut in Göttingen. Doch auch von der Zukunftsidee der beiden Hirnforscher zeigte sich die Jury beeindruckt und empfahl daher, das Projekt in zwei bis drei Jahren noch einmal vorzuschlagen.

Die nominierten Projekte seien beeindruckende Beispiele für die ganze Bandbreite des Innovationsgeschehens in Deutschland, sagte Bundespräsident Horst Köhler gestern Abend in Berlin: "Ich möchte nicht in der Haut der Jury stecken und die Entscheidung treffen." Tatsächlich fiel der Jury die Wahl des Siegers bei dieser Preisverleihung besonders schwer, wie zu hören war. So stufte die Jury das Projekt der Jülicher und Kölner Hirnforscher als das mit der höchsten Innovationsstufe ein. Allein bei der Praxisreife stünden noch die letzten Ergebnisse aus. Deswegen gaben sie die Empfehlung, das Projekt in zwei bis drei Jahren, wenn der Hirnschrittmacher nach Aussage der Wissenschaftler Marktreife erreicht hat, erneut vorzuschlagen.

"Wir freuen uns mit Professor Hell und gratulieren ihm zu seinem verdienten Sieg", erklärt Prof. Dr. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. "Und wir sind sehr stolz, dass Jülicher Forscher bereits zum dritten Mal beim Zukunftspreis ganz vorn mit dabei sind. Dies ist eine Bestätigung für unsere wissenschaftlichen Spitzenleistungen `made by Jülich´, die zu anwendungs- und marktreifen Produkten führen, von der unsere Gesellschaft profitiert."

... mehr zu:
»Zukunftspreis

Das Forschungszentrum Jülich hat schon zweimal den Zukunftspreis erhalten: 1998 Prof. Peter Grünberg für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstand-Effekts, der die Speicherkapazität von Festplatten vervielfachte; 2002 Prof. Maria-Regina Kula und Dr. Martina Pohl für ihre Forschung mit biologischen Katalysatoren, mit der sie eine wirtschaftlich interessante Gruppe von Enzymen für den Einsatz in industriellen Produktionsprozessen nutzbar machten. In diesem Jahr wurden Prof. Tass und Prof. Sturm wegen ihrer Entwicklung eines neuartigen Hirnschrittmachers für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Dieser wird zurzeit getestet und soll in den nächsten drei Jahren klinisch einsetzbar sein. 2005 haben Tass und Sturm eine Firma (ANM - Adaptive NeuroModulation GmbH) ausgegründet, welche 2009 die Behandlung einer sehr großen Anzahl von Patienten ermöglichen soll.

Der mit 250.000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland und wird in diesem Jahr zum 10. Mal verliehen. Anlässlich dieses Jubiläums eröffnet der Bundespräsident am 19. Dezember im Deutschen Museum in München eine Dauerausstellung zu den Projekten und Preisträgern der vergangenen Jahre und der wirtschaftlichen Bedeutung der preisgekrönten Projekte. Mit dabei sind auch die Preisträger aus dem Forschungszentrum Jülich mit den Themen: "Sanfte Chemie mit Enzymen" und "Der GMR-Effekt". Ab dem 20. Dezember können sich Besucher über die ausgezeichneten Innovationen und den Stand der Umsetzung informieren.

Pressekontakt

Annette Stettien, Barbara Schunk
Wissenschaftsjournalistinnen
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel.: 02461 61-2388, -8031, Fax: 02461 61-4666
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de, b.schunk@fz-juelich.de
Dr. Angela Lindner
Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecherin
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel.: 02461 / 61-4661
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de
Forschungszentrum Jülich GmbH ? 52425 Jülich
Mitglied der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 02461 61-4661 Telefax 02461 61-4666
E-mail: info@fz-juelich.de

Annette Stettien | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Berichte zu: Zukunftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten