Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ideale Bedingungen für Nachwuchsforscher

23.11.2006
Bundesforschungsministerium fördert an der TU Chemnitz eine Initiative zum Aufbau eines Zentrums für Innovationskompetenz

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen des Programms "Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen - Talente sichern" aus insgesamt 26 Projektvorschlägen zwölf ausgewählt, die es ab 2007 fördert. Zu den Initiativen gehört auch der Vorschlag der Technischen Universität Chemnitz.

Die BMBF-Programminitiative hat das Ziel, durch die Förderung von Zentren für Innovationskompetenz (ZIK) nachhaltig innovative und international wettbewerbsfähige Forschungsschwerpunkte in den neuen Bundesländern zu etablieren und damit attraktive Stellen für Nachwuchsforscher zu schaffen.

Diese Zentren werden von Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen getragen, die für das vorgeschlagene Gebiet eine exzellente Infrastruktur und hohes fachliches Renommee besitzen.

... mehr zu:
»Innovationskompetenz »ZIK

In einer ersten Förderrunde des ZIK-Programms werden bereits seit 2005 Nachwuchsgruppen an sechs Zentren in den neuen Bundesländern finanziert, davon zwei in Sachsen. Die jetzt ausgewählten zwölf Initiativen der zweiten Runde werden zunächst für ein Jahr gefördert, um eine Strategie und ein Konzept zum Aufbau eines leistungsstarken Forschungszentrums zu entwickeln, das dauerhaft Impulse für die Region setzt und international sichtbar ist. Danach wird in einer weiteren Auswahlrunde entschieden, welche der zwölf ausgewählten ZIK-Initiativen über weitere fünf Jahre Fördermittel in Millionenhöhe erhalten, um Strategie und Konzept zu verwirklichen.

Der ZIK-Vorschlag der TU Chemnitz "Entwurfs- und Verifikationstechniken - Design Center Chemnitz" zielt auf Methoden zur durchgängigen Entwurfsunterstützung und Zuverlässigkeitsbewertung für komplexe Systeme der Informationstechnologie, die wegen ihres fachübergreifenden Charakters nicht von einzelnen Wissenschaftsgebieten geleistet werden kann. Zu den beteiligten Wissenschaftlern gehören Prof. Dr. Thomas Geßner (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik), Prof. Dr. Reimund Neugebauer und Prof. Dr. Dieter Weidlich (Fakultät für Maschinenbau) sowie als außeruniversitäre Partner Prof. Dr. Bernd Michel und Dr. Jan Mehner (Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, FhG IZM).

Die im Rahmen des ZIK aufzubauenden Nachwuchsforschergruppen werden auch in Chemnitz interdisziplinär und international zusammengesetzt sein. Sie können die Erfahrung und Kompetenz der Mentoren sowie die technischen und räumlichen Möglichkeiten des Standortes nutzen, u. a. die vorhandenen Zentren für Mikrotechnologien, Virtual Reality und Rapid Prototyping sowie das neue Physikgebäude mit Reinraum an der Technischen Universität, den FhG IZM-Neubau oder den zukünftigen universitätsnahen Technopark der Stadt Chemnitz.

Eingebettet in dieses Umfeld soll die Einrichtung des ZIK "Entwurfs- und Verifikationstechniken - Design Center Chemnitz" mittel- und langfristig einen positiven und nachhaltigen Effekt auf das wissenschaftliche und wirtschaftliche Umfeld der Region bewirken. Dazu zählen der Ausbau des wissenschaftlichen Potenzials der TU Chemnitz, die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre und die Sicherung der Standortqualität für talentierte junge Nachwuchswissenschaftler.

Darüber hinaus versprechen sich die Initiatoren der Chemnitzer ZIK-Initiative, dass so technische und wissenschaftliche Impulse für regionale Unternehmen sowie Arbeitsplätze geschaffen und Firmenausgründungen stimuliert werden.

Weitere Informationen zur ZIK-Initiative der TU Chemnitz gibt Prof. Dr. Thomas Geßner, Telefon (03 71) 5 31 - 33 130, E-Mail thomas.gessner@zfm.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Innovationskompetenz ZIK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise