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EU-Projekt zur Nanotechnologie am Institut für Biomedizinische Technik in Rostock eingeworben

23.11.2006
Das Institut für Biomedizinische Technik ist einer von 24 Partnern aus elf Ländern in einem von der EU geförderten Projekt zur Entwicklung multifunktionaler Nanopartikel zur gezielten Medikamenten-Applikation.

Das Konsortium wird seit dem 01.11.2006 mit 10 Millionen Euro für vier Jahre gefördert. Hier arbeiten interdisziplinär Ingenieure, Chemiker, Biologen, Physiker und Mediziner und bündeln die Fachkompetenzen europaweit.

Dazu Prof. Klaus-Peter Schmitz, Projektleiter und Direktor des Instituts: "Wir freuen uns, dass unsere Mitarbeiter neue intelligente Implantatoberflächen entwickeln, die den Patienten zu Gute kommen und Voraussetzung für innovative Medizinprodukte sind".

Dieser Ansatz bietet den Vorteil, so Projektmitarbeiter Dr. Marian Löbler, das Medikamente unter Nutzung der Nanotechnologie, direkt an die erkrankten Zellen geliefert werden. Die neue Technologie wird zur Behandlung der Schwerhörigkeit am Innenohr entwickelt, an der europaweit 44 Millionen Menschen leiden. Diese Menschen könnten künftig von der neuen Technologie profitieren.

Weiterhin sollen neue Prüfstandards entwickelt werden, die eine Aussage über die Sicherheit und die biologische Verträglichkeit der Nanopartikel ermöglichen. Am Institut für Biomedizinische Technik arbeitet Dr. M. Löbler an der Entwicklung dieser Verfahren nach GLP-Richtlinien (good laboratory practice), nach denen das Labor seit 1999 zertifiziert ist.

Ein erfolgreicher Abschluss dieses Forschungsprojektes wird es in Zukunft ermöglichen, die Nanopartikel auch für andere medizinische Anwendungen, wie beispielsweise die gezielte Bekämpfung von Krebszellen, Maß zu schneidern.

Kontaktadresse:
Universität Rostock
Institut für Biomedizinische Technik
Prof. Dr. K.-P. Schmitz
Tel +49 381 4947600
e-mail: klaus-peter.schmitz@uni-rostock.de

Dr. Wolfgang Peters | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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