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Feierliche Übergabe des Freiheitspreises der Max Schmidheiny-Stiftung an Kofi Annan an der Universität St. Gallen

20.11.2006
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, S.E. Herr Kofi Annan, hat heute den Freiheitspreis der Max Schmidheiny-Stiftung persönlich entgegengenommen.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an der Universität St. Gallen vor mehreren hundert Gästen aus Wirtschaft und Politik sowie Studierenden würdigte der Präsident der Max Schmidheiny-Stiftung, Prof. Dr. Peter Gomez, den Preisträger als Vorbild im täglichen Ringen um Freiheit und als ausserordentliche Persönlichkeit, welche der oft illusionär scheinenden Idee einer Weltgemeinschaft ein menschliches Gesicht gegeben habe.

Seit 1979 zeichnet die Max Schmidheiny-Stiftung Personen oder Institutionen aus, die sich Verdienste um die Erhaltung und Weiterentwicklung einer freiheitlichen und sozialen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung erworben haben. Sie fördert dabei hervorragende wissenschaftliche, politische und unternehmerische Initiativen und Leistungen zur Wahrung der individuellen Freiheit und Selbstverantwortung. Im Jahr 2003 wurde der Max Schmidheiny-Freiheitspreis am 33. St. Gallen Symposium Kofi Annan in absentia verliehen, weil eine akute Kehlkopfentzündung den Preisträger an einer Reise nach Europa hinderte. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen kündigte jedoch an, er werde zu einem späteren Zeitpunkt während seiner Amtszeit an die Universität St. Gallen kommen, um den Preis persönlich entgegenzunehmen.

Aus diesem Anlass hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen am Samstag, 18. November 2006 die Universität St. Gallen besucht und damit nicht zuletzt die Tradition der HSG als Begegnungsstätte zwischen Entscheidungsträgern und akademischem Nachwuchs gewürdigt. In einer feierlichen Zeremonie vor mehr als 600 Gästen - internationalen Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie Studierenden der Universität St. Gallen - hat Kofi Annan den Max Schmidheiny-Freiheitspreis entgegengenommen, der mit USD 100'000.- dotiert ist; Kofi Annan wird die Preissumme dem Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen UNHCR zukommen lassen.

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In seiner Ansprache ehrte Prof. Dr. Peter Gomez Kofi Annan als Diplomaten, kraft dessen Vorbild das Wirken der Vereinten Nationen mit Beständigkeit, Glaubwürdigkeit und Angemessenheit assoziiert wird und der mit einem einmaligen Gespür Reformen zum Abbau der Bürokratie und die Vereinfachung interner Strukturen forciert, die Öffnung der Vereinten Nationen gegenüber nichtstaatlichen Organisationen vorangetrieben, letztlich die Effizienz friedenserhaltender Missionen gesteigert hat und darüber hinaus seinen unzähligen in Diplomatie, Friedensstiftung und Hilfswerken tätigen Mitarbeitern neues Vertrauen in ihre gemeinsame Mission eingeflösst hat. Geduldig und hartnäckig zugleich fordert der Weltbürger besonderer Qualität von den Staatsmächten und Unternehmen dieser Erde verantwortungsvolles Handeln ein, macht ihnen bewusst, dass sie nicht nur für ihre eigenen Bürger, sondern für das Wohl der Weltseele Verantwortung tragen, und nimmt, der Definition "die Humanität ist unteilbar" verpflichtet, als Bannerträger der Menschenrechte die Herausforderungen der Weltorganisation an, um die Wahrung der menschlichen Würde des Einzelnen - unabhängig von Rasse, Religion und Geschlecht - in den Mittelpunkt zu stellen.

Als Hoffnungsträger in einer arg mitgenommenen Welt versucht Kofi Annan im Angesicht von beispiellosen ethnischen und zivilisatorischen Brandherden, ansteckenden Krankheiten und chronischen Hungersnöten, das Bewusstsein jener Menschen, die in relativem Wohlstand und Frieden leben, für die Not der Armen und Kriegsbetroffenen zu wecken. Durch seinen ungebrochenen Lösungswillen, seinen Mut und sein Mitgefühl sowie im tief verwurzelten Glauben an das Prinzip einer moralischen Weltordnung bewegt er Regierungen und Interessensgruppen mit nie versiegender Energie dazu, proaktive Antworten auf die quälenden Konflikte zu suchen, und leistet somit über alle geopolitischen Grenzen hinweg einen bedeutungsvollen Beitrag zur Freiheit jedes Einzelnen.

Andreas R. Kirchschläger | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ms-foundation.org

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