Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

47 Roboter erobern die Mensa

14.11.2006
Premiere in Chemnitz: Schülerteams aus Deutschland und der Schweiz kämpfen um den Einzug ins Finale des "RoboKing"-Wettbewerbs der TU

Die Mensa auf dem Campus der Technischen Universität Chemnitz ist am 25. und 26. November 2006 fest in der Hand von kleinen mobilen Robotern.

Diese wurden für den Roboterwettbewerb "RoboKing 2007" von 200 Schülern aus 13 Bundesländern und der Schweiz gebaut. 47 Schülerteams wollen nun ihre Roboter zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen testen. Bei diesem Vorentscheid, der übrigens in Chemnitz Premiere feiert, qualifizieren sich die besten 16 Mannschaften für das RoboKing-Finale auf der CeBIT 2007 in Hannover.

Die diesjährige RoboKing-Aufgabe lautet "Steinschlag im Gebirge". Zum Vorentscheid müssen die Roboter innerhalb von zwei Minuten auf ihrem Spielfeld die Folgen eines "Steinschlags" in Form von Tischtennisbällen beseitigen. Dazu müssen sie möglichst viele Bälle in eine Schlucht auf ihrem Spielfeld werfen oder über eine Mauer befördern. Es ist auch möglich, die Bälle durch einen Tunnel zu schießen. Die Wahl der technischen Mittel ist den Schülern völlig freigestellt, so dass zahlreiche verschiedene Lösungswege erwartet werden.

... mehr zu:
»Roboter

"Die Schüler sind bei ihrer Lösungsfindung sehr erfinderisch, das wissen wir aus den vergangenen Wettbewerben. Wir sind schon gespannt darauf, die verschiedenen Konstruktionen und Strategien zu sehen. Manche Roboter werden die Bälle mit Ventilatoren von ihrem Spielfeld pusten, andere haben richtige Schussvorrichtungen oder kleine Katapulte", freut sich Niko Sünderhauf, Mitarbeiter der Professur Prozessautomatisierung der TU Chemnitz und einer der Organisatoren. Die Roboter werden nicht ferngesteuert, sondern sind autonom, d.h. sie müssen von den Schülern so programmiert werden, dass sie die Aufgaben selbstständig lösen.

Nach drei Spielrunden erfolgt die Wertung der zwei besten Spiele. Die 16 erfolgreichsten Teams qualifizieren sich für die RoboKing-Endrunde im März nächsten Jahres.

Dann steigert sich der Schwierigkeitsgrad dadurch, dass immer zwei Roboter gegeneinander antreten und sich gegenseitig die unliebsamen Bälle zuschieben können. Gewinner ist, wer nach Ablauf der Spielzeit die wenigsten Bälle auf seiner Spielfeldhälfte liegen hat.

Wer Lust hat, auf dem Chemnitzer Uni-Campus den Robotern und ihren Erbauern zuzusehen, der kann am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 14 Uhr in die Mensa an der Reichenhainer Straße kommen. Der Eintritt ist frei. Das gesamte Programm ist auf der RoboKing-Homepage veröffentlicht: http://www.roboking.de.

Stichwort: RoboKing

Der Roboterwettbewerb "RoboKing" ist eine Initiative der Professur für Prozessautomatisierung der TU Chemnitz. 2002 entstand die Idee, Schüler auf spielerische Weise mit Technik in Berührung zu bringen. "Mit Hilfe des RoboKing wollen wir die Begeisterung der Schüler für die Technik fördern und bei ihnen langfristig das Interesse für technische Studiengänge wecken, denn Ingenieure werden händeringend gesucht", so Prof. Dr. Peter Protzel, Initiator des RoboKing.

"Selbstgebaute, mobile Roboter sind deshalb so ideal, weil dort das Wissen aus verschiedenen Bereichen wie Mechanik, Elektrotechnik und Informatik benötigt wird. Alles muss zu einem System integriert werden, und man sieht sofort, ob es funktioniert. Anschaulicher kann man Schülern die Aufgaben eines Ingenieurs nicht vermitteln." Dank des Chemnitzer RoboKing-Konzeptes wurden an zahlreichen Schulen in ganz Deutschland neue Technik-Arbeitsgemeinschaften gegründet, die auch über den Wettbewerb hinaus nachhaltig weiter wirken. Viele werden mittlerweile von Wirtschaftsunternehmen unterstützt.

Die Teilnehmer der Qualifikationsrunde

47 Schülerteams wurden für die Qualifikationsrunde des RoboKing 2007 zugelassen: Baden-Würtemberg (4 Teams), Bayern (6), Berlin (1), Brandenburg (1), Hamburg (1), Hessen (3), Niedersachsen (8), Nordrhein-Westfalen (4), Rheinland-Pfalz (2), Sachsen (6), Sachsen-Anhalt (2), Schleswig-Holstein (6), Thüringen (2). Ein Team kommt aus der Schweiz. Die Schüler sind zwischen zehn und 20 Jahre alt. Für die Stadt Chemnitz sind dabei: das Team "EchoBot" und das Team "Chemnitz" vom Johannes- Kepler-Gymnasium sowie das Team "RoboForce K.S.R.G." vom Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium. Aus der Chemnitzer Region sind auch Teams aus Limbach-Oberfrohna und Flöha vertreten.

Die aktuelle Teilnehmerzahl sowie weitere Informationen zu den Teams findet man unter http://www.roboking.de auf der Seite "Wettbewerb 2007".

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Peter Protzel, Initiator des "RoboKing", Telefon (0371) 531 24 120, E-Mail info@roboking.de, RoboKing im Internet http://www.roboking.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.roboking.de
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Roboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

nachricht MOLLICool - Mobile thermoelektrische Kühlbandage ausgezeichnet
19.07.2017 | NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie