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Bürgerschaftliches Engagement für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet

09.11.2006
Zwölf vorbildliche Projekte erhalten Förderung der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN)"

Wie kann in einer älter werdenden Gesellschaft ein Umgang mit dem Thema "Demenz" ohne Tabus angegangen werden? Wie kann durch gemeinschaftliches Bauen innerstädtisches Wohnen gefördert werden? Wie kann die Infrastruktur einer dörflichen Gemeinde gestärkt werden? Für diese und weitere zukunftsweisende Fragen fanden Bürgerinnen und Bürger vorbildliche Lösungen, die nun im Rahmen der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" ausgezeichnet und gefördert werden.

An dem inhaltlich vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) betreuten Wettbewerb beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger, die in ihrer Stadt, Gemeinde oder Region vorbildliche Beiträge zur lokalen Nachhaltigkeit leisten. Der von der Bundesregierung bereits zum zweiten Mal ausgelobte Wettbewerb geht auf eine Initiative des Nachhaltigkeitsrates zurück. Die Projektförderung erfolgt über das Programm "Forschung für Nachhaltigkeit" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 184 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich für diese zweite Ausschreibungsrunde beworben, insgesamt 22 Projekte davon erhalten eine Förderung.

Die Preisträger kommen aus Berlin, Biesenthal, Dresden, dem Landkreis Ebersberg (Bayern), Esselbach, Gießen, Hannover-Linden, der Metropolregion Rhein-Neckar, München, Münster, der Gemeinde Otersen (Niedersachsen) sowie Torgelow.

Folgende zwölf Projekte wurden ausgezeichnet und erhalten eine Förderung:

Projekt "MOBIL in europäischen Quartieren" des europäischen Netzwerks Mobilität und Lokale Agenda 21 e.V., Berlin. Ziel ist der Ausbau einer Projekt- und Partnerschaftsbörse von Agenda-Akteuren aus Deutschland mit mittelosteuropäischen Städten. Im Zentrum stehen die Städte Berlin, Breslau, Kosice und Prag.

Projekt "Biesenthal - eine Stadt voll Energie" der Lokalen Agenda 21 Biesenthal e.V. Ziel ist es, die brandenburgische Stadt Biesenthal als "Energiesparstadt" zu profilieren.

Projekt "Baugemeinschaften - gemeinsam bauen in der Stadt" des Bauforum Dresden e.V. Ziel ist es, durch Bauherrengemeinschafts-Wohnprojekte die Innenentwicklung der Stadt Dresden zu fördern. Mit dem Projekt sollen in erster Linie private Haushalte angesprochen werden, die preiswertes und innerstädtisches Wohneigentum bilden möchten.

Projekt "Energiesparen und Wärmedämmung" im Landkreis Ebersberg des Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Ebersberg unter Schirmherrschaft des Landratsamts. Bis zum Jahr 2030 soll der Landkreis unabhängig von fossilen und anderen endlichen Energieträgern werden. Dazu werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung einer breiten Palette erneuerbarer Energien getroffen.

Projekt "Erdschützerausbildung für Kinder von 8-12 Jahren, Modul `Energiedetektive auf großer Spur´" des Schützer der Erde e.V., Esselbach. Kinder erhalten im Rahmen von Aktivferienwochen in Stuttgart, Sindelfingen und Marktheidenfeld attraktive Angebote zur Auseinandersetzung mit dem Thema "Klimaschutz und Energie".

Projekt "Demenzfreundliche Kommune Gießen" der Aktion Demenz e.V. Ziel ist es, Menschen mit Demenz neue Wege zur Teilhabe am alltäglichen Leben zu eröffnen und damit dem drohenden kulturellen und sozialen Ausschluss entgegen zu wirken.

Projekt "Kinder-Öko-Spielstadt Linden" der Atelier und Kreativwerkstatt das Farbenreich, Hannover. Ziel ist die vernetzte Zusammenarbeit unterschiedlicher Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen einer einwöchigen Aktion.

Projekt "MetropolSolar Rhein-Neckar - Netzwerk für erneuerbare Energien" der MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. Der neu gegründete Verein bündelt die Kompetenzen engagierter Akteure der Rhein-Neckar Region. Unterstützt wird der Aufbau der Koordinationsstelle.

Projekt "Kultur für alle! - Aktiv im dritten Lebensalter für eine nachhaltige Gesellschaft" des Evangelischen Bildungswerks München. Mit diesem Pilotprojekt soll erkundet werden, wie ältere Menschen in neue Rollen als "Keyworker" hineinwachsen können, um als Brückenbauer zwischen Kultureinrichtungen und bestimmten sozialen Gruppen zu wirken.

Projekt "Der Wald in uns. Nachhaltigkeit kommunizieren. Neue Wege für ein generationsübergreifendes Projekt" der Arbeitsstelle Weltbilder, weltwärts e.V., Münster. Ein Bildungsprojekt rund um das Thema Wald.

Projekt "Nachhaltige Sicherung von Infrastruktur, Dienstleistungs-Angebot, Mobilität und Lebensqualität im ländlichen Raum für alle Generationen" der Dorfladen Otersen GbRmbH. Der im niedersächsischen Otersen von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde betriebene Dorfladen ist ein Beispiel, wie dem drohenden Verlust an Infrastruktur im ländlichen Raum entgegen gewirkt werden kann. Die Produktion eines Handbuches soll anderen Gemeinden eine Hilfestellung für die Eigeninitiative geben.

Projekt "Lurchenland in Zwergenhand" des lokalen Bündnisses für Familien, Torgelow. In diesem grenzüberschreitenden Projekt werden Kinder mit der Wald- und Heidelandschaft ihrer Heimat bekannt gemacht. Waldkinderspielplätze auf deutscher und polnischer Seite sind geplant.

Liste der Ansprechpartner der prämierten Projekte 2006 (2. Runde):
http://www.difu.de/presse/061109ansprechpartner.shtml
Detaillierte Infos zur Bundesaktion sind auch im Internet zu finden:
http://www.bund-bin.de/
Ansprechpartner für die Bundesaktion beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu):
Dipl.-Sozialökonom Jens Libbe, Telefon: 030/39001-115, E-Mail: libbe@difu.de
Dipl.-Ing. Cornelia Rösler, Telefon: 0221/340308-18, E-Mail: roesler@difu.de
Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Rechtsträger ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V., der zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Förderung der Kommunalwissenschaften gegründet wurde.
Pressekontakte:
Sybille Wenke-Thiem, Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, S-Bahn: Tiergarten

E-Mail: wenke-thiem@difu.de, Internet: www.difu.de, Telefon: 030/39001-209/-208, Telefax: 030/39001-130

Sybille Wenke-Thiem | idw
Weitere Informationen:
http://www.bund-bin.de/
http://www.difu.de

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