Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2006

03.11.2006
Sieben Unternehmen nominiert

Die Nominierten für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2006 stehen fest. Aus 146 Bewerbungen hat die Expertenjury sieben potentielle Preisträger ausgewählt. Fünf von ihnen kommen aus Berlin, zwei aus Brandenburg. Der Innovationspreis wird am 1. Dezember im "ewerk" in Berlin-Mitte verliehen. Jeder Preisträger erhält 10.000 Euro. Maximal fünf Kandidaten können ausgezeichnet werden.

Der Innovationspreis wird seit 1984 jährlich in Berlin, seit 1992 gemeinsam mit dem Land Brandenburg vergeben. Der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf sowie der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Ulrich Junghanns, zeichnen mit dem Preis innovative Entwicklungen aus, die eine entscheidende Weiterentwicklung zum bisherigen Kenntnisstand darstellen und marktwirtschaftlichen Erfolg versprechen.

"Unsere Region braucht kreative Köpfe, die aus wissenschaftlichen Entwicklungen marktfähige Produkte machen. Mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg möchten wir zukunftsweisende Innovationen in die Öffentlichkeit bringen und die Firmen bei deren Vermarktung unterstützen. Von dem Gütesiegel-Effekt des Preises konnten bereits viele Gewinner nachhaltig profitieren", hoben Minister Junghanns und Senator Wolf hervor.

... mehr zu:
»Innovationspreis »LJU

Maßgeblich unterstützt wird der Wettbewerb von der Landesbank Berlin AG, Bormann Demant & Partner, der Berliner Bank, der IBB Investitionsbank Berlin, der GSG Gewerbesiedlungs-Gesellschaft mbH, der Microsoft Deutschland GmbH, der uwe braun gmbh sowie den Technologiestiftungen aus Berlin und Brandenburg.

Nominiert für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2006 sind:

TU Berlin - Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung Das Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung der TU Berlin entwickelte das "Mobile Messsystem zur Spanndrahtbruchortung in Querspanngliedern von Brückenplatten". Damit können über 25.000 Spannbetonbrücken allein in Deutschland überprüft werden, die durch defekte Drähte potentiell vom Einsturz bedroht sind. Das System besteht aus einem Magnetwagen, der die Drähte magnetisiert, sowie einem mitfahrenden Rotationssensor, der Poländerungen erkennt und aufzeichnet. Brückensperrungen werden damit überflüssig, weil der Fahrbahnbelag nicht geöffnet werden muss und die Magnetisierungseinheit nachts fährt.

LJU Industrieelektronik GmbH

Die Firma LJU aus Groß-Glienicke hat ein "intelligentes, schienengebundenes Transportsystem für Bewegungen auf mehreren Ebenen" konzipiert. Es handelt sich dabei um ein Elektro-Hänge-Bahn Transportsystem für hochflexible Einsatzvarianten in der industriellen Fertigung. Die entscheidende Neuerung dabei ist die dezentrale "mitfahrende Intelligenz im Fahrzeug", die unter anderem einen Spezialrechner beinhaltet, der sein Aufgabenprogramm selbstständig abarbeitet. Mit diesem System verkürzen sich Transportprozesse, die Zuverlässigkeit wird erhöht und die sonst üblichen, kostenintensiven Sensorverkabelungen entfallen.

Chemisches Laboratorium Dr. Kurt Richter GmbH (CLR) Die "NanoLipid-Trägersysteme für Wirkstoffe" erlauben einen optimierten Einsatz von Wirkstoffmolekülen in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten. Das CLR aus Berlin nutzt diese Technologie, um öllösliche Wirkstoffe, die in kosmetischen Produkten eingesetzt werden, zu stabilisieren und deren Verfügbarkeit auf der Haut zu erhöhen. Mit der NanoLipid-Technologie steht der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie erstmalig ein wirksames Schutz- und Trägersystem zur Verfügung, das deutliche Vorteile gegenüber den in den 80er Jahren eingeführten Liposomen bietet.

Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

Sportschau oder Vorabend-Soap auf dem Handy-Bildschirm - dank des DVB-H-Standards wird es in Zukunft möglich sein, eine Vielzahl von Programmen auf das Handy zu übertragen. Den Forschern des Fraunhofer HHI in Berlin ist es mit dem "DVB-H Playout mit statistischem Multiplex" gelungen, die Anzahl der über den Fernsehkanal übertragenen Programme von 9 auf 14 zu erhöhen. Für diese aus Berlin stammende und in Italien bereits eingesetzte Technologie gibt es auf dem Weltmarkt z.Zt. keine Konkurrenz.

Christoph Miethke GmbH & Co. KG

ProSA ist ein neuartiges Ventil zur Behandlung des Hydrocephalus, zu deutsch dem Wasserkopf. Das 1999 mit dem Innovationspreis ausgezeichnete, in Potsdam entwickelte Ventil wird dem Patienten implantiert und leitet über eine gleichfalls implantierte Schlauchleitung die krankhafte Flüssigkeit aus dem Schädel des Patienten in den Bauchraum ab. Die Neuerung besteht bei diesem speziellen Produkt darin, dass es sich an das jeweilige Alter des heranwachsenden Patienten anpassen lässt. Damit wird vor allem Kindern eine Vielzahl belastender Operationen erspart.

TU Berlin - Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik Streichholzgroße digitale Videokameras mit Linsen, die nicht größer sind als ein Ameisenkopf, sind längst Stand der Technik - bis jetzt allerdings ohne automatischen Fokus und optische Zoomfunktion. Mit dem "miniaturisierten Linearantrieb für optische Systeme" ist diese Vision Wirklichkeit geworden. Dieser neue Mikromotor ermöglicht den Bau von hochwertigen Kleinstkameras mit einem aktiven Linsensystem, die dem Anwender durch die Fokus- und Zoomfunktion völlig neue Perspektiven bieten. Eingesetzt wird der Mikromotor in technischen oder medizinischen Endoskopen, Überwachungssystem oder Mobiltelefonen - erste Produkte sind bereits auf dem Markt.

Sulfurzell Solartechnik GmbH

Die Firma Sulfurcell aus Berlin hat das "Dünnschichtsolarmodul aus Kupfer-Indium-Sulfid" für die fotovoltaische Energiegewinnung entwickelt. Aufgebaut aus dem neuen Halbleiter Kupfer-Indium-Sulfid (CIS), verbindet es stabile Energieträger mit ästhetischer Perfektion. Der Einsatz von Schwefel (lat.: Sulfur) macht das Unternehmen unabhängig vom knappen Rohstoff Silizium, was gleichzeitig die Kosten senkt und die Herstellung beschleunigt. Das Ergebnis ist ein Preis, der zu 20% unter dem Marktniveau liegt - damit ist in entscheidender Schritt in Richtung wirtschaftlicher Solarenergie getan.

Weitere Informationen zum Innovationspreis bei:

Gesa Noormann
Golz+Friends GmbH
Tel.: 030-77 008 993

Christoph Lang | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.berlin-partner.de

Weitere Berichte zu: Innovationspreis LJU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg
29.05.2017 | Universität Hamburg

nachricht Auszeichnung der ESA BIC Startup-Challenge während der INNOspace Masters Konferenz in Berlin
24.05.2017 | Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise