Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungspreis der Deutschen Steinkohle AG verliehen: Weltweit einmalige Datenbank entwickelt

30.10.2006
Die wahrscheinlich weltweit umfangreichste Datenbank über den Streckenausbau unter Tage wurde bei der Deutschen Steinkohle AG (DSK) entwickelt. Das in ihr gespeicherte Wissen dürfte einzigartig sein.

Sämtliche Informationen über Ausbautechnik und Gebirgsmechanik in Flözstrecken aus der Literatur, aus Fakten und Prognosen bestehender Strecken und aus neuen Planungsdaten fanden in die Datenbank Eingang und können jetzt für den Bau neuer Strecken genutzt werden.

Für dieses Wissensmanagementsystem wurden die Projektleiter Klaus Opolony aus Moers, stellvertretender Bereichsleiter Bergtechnik, und Dr. Holger Witthaus aus Castrop-Rauxel, Gruppenleiter des DSK-Kompetenz-Centers Streckenausbau, mit dem Forschungspreis der Deutschen Steinkohle ausgezeichnet.

Das von ihnen maßgeblich mitentwickelte System wird bei der DSK bereits erfolgreich eingesetzt.

Mit Hilfe dieser Datenbank kann die DSK beim Auffahren von Flözstrecken Erfolge der Vergangenheit nutzen, Fehler vermeiden und aktuelle Verbesserungen und Erkenntnisse schnell umsetzen. So wird die Effizienz gesteigert und betriebliches Know-how gesichert.

Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts entstand die Datenbank unter Leitung der beiden Preisträger durch die Arbeit eines Teams von Fachleuten der DSK und des Essener Unternehmens DMT (Deutsche Montan Technologie GmbH).

Im Rahmen einer Festveranstaltung auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen wurde der Preis vor zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien übergeben.

In seiner Laudatio betonte DSK-Vorstandsmitglied Jürgen Eikhoff, das High-Tech-Bergwerk sei "inzwischen keine Fiktion mehr, sondern in großen Teilen Realität. Der deutsche Steinkohlenbergbau setzt in Zusammenarbeit mit der Zulieferindustrie, den Hochschulen und renommierten Forschungsinstituten Richtung weisende Maßstäbe. Maßstäbe, die auch international vermarktet werden."

Trotz der zurzeit kontroversen Diskussionen, so Eikhoff, gehe die DSK davon aus, "auch weit über das Jahr 2012 hinaus einen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland leisten zu können und durch technisch hervorragende Innovationen maßgebliche Impulse für die deutsche Bergbauzulieferindustrie zu geben." Forschungs- und Entwicklungsprojekte leisteten einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Auf die Bedeutung der Kohle und entsprechender Forschungsprojekte innerhalb der Europäischen Union (EU) verwies in seiner Festrede anlässlich der Preisverleihung Dr. Philipp Troppmann von der Generaldirektion Forschung der EU-Kommission. Die Forschungsanstrengungen müssten auf gesamteuropäischer Ebene effektiv koordiniert und gebündelt werden.

Der DSK-Forschungspreis

Für außerordentliche Leistungen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung verleiht die Deutsche Steinkohle AG (DSK) einmal jährlich einen Forschungspreis an DSK-Mitarbeiter. Hierzu bewertet eine Jury unter Vorsitz des DSK-Vorstandsmitgliedes Jürgen Eikhoff Ideen und Verbesserungen, die dem Unternehmen neue Impulse geben. Das Unternehmen gibt damit einen wichtigen Anstoß zur Förderung der Innovationskraft seiner Mitarbeiter.

Die DSK ist in hohem Maße auf Innovationen angewiesen. Die besonders anspruchsvolle Geologie der Lagerstätte sowie die weltweit führenden deutschen Standards bei Arbeitssicherheit und Umweltschutz erfordern eine ständige Weiterentwicklung der deutschen Bergbautechnologie, um eine immer höhere Effizienz zu erreichen. Diesen Bedingungen ist es zu verdanken, dass deutsche Bergbautechnologie heute im Weltmaßstab die Nummer eins ist. Sie setzt Impulse, die weltweit aufgegriffen werden.

Die DSK trägt dem Rechnung und arbeitet ständig an Weiterentwicklungen und Innovationen. Die Verleihung des Forschungspreises drückt auch aus, dass diese ständige Innovation ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur ist.

Der DSK-Forschungspreis wird seit dem Jahr 2002 verliehen. Erste Preisträger waren Dr. Nikolaos Polysos und Hans-Georg Maier. Polysos entwickelte ein revolutionäres geotechnisches Bewertungssystem, das den Planern im Steinkohlenbergbau ein sehr transparentes Bild über Gesteinsschichten liefert. Maier legte mit dem Planungs- und Steuerungssystem "PluSS" eine einmalige Softwarelösung eine umfassende und effiziente Abwicklung des Flächenrecyclings und vergleichbarer Großprojekte vor. Ein Jahr später erhielt Uwe Barabasch den Preis für sein neues Antriebssystem für Kohleförderer, das eine deutliche Produktivitätssteigerung und damit verbundene Kostensenkungen ermöglichte.

Im Jahr 2004 ging der Forschungspreis an Peter Vosen, der einen wichtigen Beitrag für das europäische Forschungsprojekt MINEO leistete, einem Projekt zur Umweltüberwachung in Bergbaugebieten mit neuen Fernerkundungsmethoden.

Den DSK-Forschungspreis 2005 erhielten Manfred Bittner und Hans-Jürgen Weiß für die Entwicklung einer neuen Hobeltechnik, mit der eine deutliche Steigerung der Tagesförderung bei halbiertem Aufwand für Wartung und Instandhaltung bei einer zwei- bis dreifachen Lebensdauer der Anlage erreicht werden konnte.

Die Preisverleihung erfolgt stets im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

Udo Kath | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.keep-coal.de
http://www.deutsche-steinkohle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie