Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens honoriert exzellente Leistungen technisch/naturwissenschaftlicher Nachwuchskräfte

26.10.2006
"Werner von Siemens Excellence Award" für Absolventen der Leibniz Universität Hannover

Drei Absolventen der Leibniz Universität Hannover werden heute in München mit dem "Werner von Siemens Excellence Award" ausgezeichnet. Mit dem rund 100.000 Euro dotierten Wettbewerb honoriert die Siemens AG herausragende Diplom- und Masterarbeiten, die im Rahmen eines technisch/naturwissenschaftlichen Studiengangs erstellt wurden und mit exzellenten Ergebnissen zur Lösung zukunftsorientierter Fragestellungen beitragen. Neben der wissenschaftlichen Leistung wurden vor allem der Innovationsgrad der eingebrachten Ideen und deren praktische Umsetzbarkeit bewertet. Ausgezeichnet wurden die insgesamt rund 30 Preisträger durch Johannes Feldmayer und Prof. Erich Reinhardt, Mitglieder des Vorstandes der Siemens AG sowie Klaus Voges, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Power Generation.

Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten wurden drei Preisträger der Leibniz Universität Hannover mit jeweils 3.000 Euro prämiert. Ausgezeichnet wurde Tobias Buchloh für seine Masterthesis im Studiengang Informatik. Darin entwickelte er einen Baukasten für Experience Bases und implementierte die Konzepte in Java. Experience Bases sind Werkzeuge zum Erheben, Aufbereiten und Verteilen von Erfahrungen. In Softwareprojekten ist es wichtig, frühere Erfahrungen aufzugreifen und wieder zu verwenden, um die Effizienz der Projekte zu verbessern. So genannte Cochlea-Implantate, abgekürzt "CI", gelten als die beste Lösung, um ertaubten Menschen mit funktionsfähigem Hörnerv wieder das Hören und Sprachverstehen zu ermöglichen. In seiner Diplomarbeit entwickelte der Elektrotechnik-Absolvent Andreas Giese eine spezielle Filterbank, die so genannte "Wavelet-basierte Filterbank", für die Signalanalyse zur CI Aussteuerung. Die dadurch erzielte Erhöhung der Sprachverständlichkeit bietet CI-Patienten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. In seiner im Studiengang Elektrotechnik erbrachten Diplomarbeit beschreibt Elmar Schulze die Evaluation unterschiedlicher Verarbeitungsstrategien zur akustischen Störgeräuschbefreiung von Kommunikationsmikrofonen mit Hilfe digitaler Signal-Nachbearbeitung. Ziel der Arbeit ist eine Verbesserung der akustischen fernmündlichen Kommunikation insbesondere für ältere oder leicht hörgeschädigte Personen in einem Arbeits- oder Lebensumfeld unter starkem Störgeräuscheinfluss.

Erstmals wurde der "Werner von Siemens Excellence Award" bundesweit an elf renommierten Hochschulen ausgeschrieben. Neben den beiden Elite-Hochschulen, Universität Karlsruhe und TU München, beteiligten sich die RWTH Aachen, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technischen Hochschulen Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dresden sowie die Universitäten Hannover, Stuttgart und Erlangen-Nürnberg. "Mit dem "Werner von Siemens Excellence Award" wollen wir den technisch/naturwissenschaftlichen Nachwuchs an den Hochschulen fördern und ihn zur Auseinandersetzung mit zukunftsrelevanten Fragestellungen motivieren", erklärte Susanne Kiefer, Leiterin der Hochschulförderung bei Siemens Corporate Personnel. Das jährlich neu definierte Wettbewerbsthema orientiert sich an globalen Herausforderungen, den so genannten "Megatrends". In diesem Jahr stand der Award unter dem zentralen Thema "Exzellente Technik als Beitrag zur Lebensqualität einer zunehmend alternden Gesellschaft". In einer Sonderkategorie wurden weitere Arbeiten prämiert. Die Jury setzte sich aus Professorinnen und Professoren der teilnehmenden Universitäten sowie Vertretern der Siemens AG zusammen. Die Juroren zeigten sich von den qualitativ hochwertigen Arbeiten beeindruckt, die ausnahmslos ein starkes Potenzial an Kreativität, fachlichem Know-how und zukunftsorientiertem Denken bewiesen.

Der "Werner von Siemens Excellence Award" ist Bestandteil des weltweiten Bildungsprogramms Siemens Generation21. Das Programm umfasst zahlreiche Aktivitäten für Vorschulen, Schulen und Hochschulen mit dem Ziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung und bei ihrer Ausbildung zu begleiten. Mit ausgewählten Maßnahmen für Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Professorinnen und Professoren will Siemens das mathematische, naturwissenschaftliche und technische Interesse und Wissen fördern sowie junge Talente dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Ansprechpartnerin: Siemens AG, Hochschulförderung, Susanne Kiefer, susanne.kiefer@siemens.com

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/excellence-award
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie