Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Bamberg ist Gewinnerin des Innovationsfonds

26.10.2006
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat 14,5 zusätzliche Stellen im Wettbewerb erhalten

Am 11. Mai 2005 unterzeichneten die Hochschulen und der Freistaat Bayern ein Innovationsbündnis zur Optimierung des Fächerangebots an den bayerischen Hochschulen. In diesen Fonds gaben die Hochschulen bestimmte Stellen ab; in einem Wettbewerbsverfahren untereinander konnten ihnen "umgelagerte" Stellen zugesprochen werden. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat die Universität Bamberg 14,5 zusätzliche Stellen erhalten.

Das Innovationsbündnis von 2005 hatte zum Ziel, die Fächerstruktur und das Studienangebot der Hochschulen zu optimieren. Dies sollte dadurch geschehen, dass bestimmte Bereiche an den einzelnen Hochschulen an andere verlagert werden sollten. Die Stellenruckflüsse sollten für eine Stärkung der Profilbereiche genutzt werden. Im Gegenzug garantierte der Freistaat, dass bis zum Ende der Legislaturperiode die Haushalte der Hochschulen nicht gekürzt werden, ferner dass die in den Innovationsfonds eingebrachten Stellen vollständig zurückfließen und einige Stellen darüber hinaus vom Staat in den Innovationsfonds eingebracht werden.

Die Universität Bamberg hat in den Innovationsfonds den Fachbereich Soziale Arbeit eingebracht, 2 Professuren für Musikwissenschaft (nicht die Professur für Musikpädagogik!) und 5 Professuren für Rechtswissenschaften. Allerdings wurden uns die abgegebenen Fachhochschulstellen nicht vollständig auf den Universitätsbereich angerechnet, sondern teilweise dem Fachhochschulbereich zugeschlagen.
... mehr zu:
»Innovationsfond

Die Rückgabe von Stellen ist in 2 Tranchen erfolgt: Ein garantierter Rückfluss von 60 Prozent der Einlage in den Zielvereinbarungen und 40 Prozent in einem Wettbewerbsverfahren.

Stärkung der Angewandten Informatik

Für das Wettbewerbsverfahren konnten alle Universitäten Anträge stellen. Die Universität Bamberg hat einen Antrag eingereicht, der sich konzentriert hat auf eine Stärkung der Angewandten Informatik und einiger auf die Kooperation mit der Informatik orientierter Fächer. Zusätzlich wurden zwei Lehrprofessuren und eine halbe Mitarbeiterstelle für ein Kooperationsprojekt mit der Universität Würzburg beantragt.

Der Rückfluss erfolgte also nicht auf der Grundlage von Quoten, sondern nach Wettbewerbskriterien. Die Entscheidung traf eine Kommission von Wissenschaftlern unter dem Vorsitz des bisherigen DFG-Präsidenten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker.

Hervorragendes Ergebnis für die Universität Bamberg

Die Universität Bamberg hat im Wettbewerbsverfahren ein hervorragendes Ergebnis erzielt: Im Rahmen der Zielvereinbarungen mit einem Stellenrückfluss von 60 Prozent der eingebrachten und angerechneten Stellen erhielt sie 11 Stellen zurück. Im Wettbewerbsverfahren mit einem Stellenrückfluss von 40 Prozent der eingebrachten und angerechneten Stellen erhält die Universität Bamberg nun weitere 14,5 Stellen. 13 Professuren werden neu an der Universität Bamberg errichtet; das Defizit im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gemildert.

"Der Innovationsfonds wird damit für die Universität Bamberg seinem Namen als Fonds für universitäre Innovation in vollem Umfang gerecht", freute sich der Rektor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert über das Ergebnis. "Es war richtig, sich dem Prozess der Profilbildung vorbehaltlos zu stellen. Es ist uns nicht leicht gefallen, in gewachsene Strukturen und kollegiale Bindungen einzugreifen. Die Chance, die sich uns bot, mussten wir aber nutzen. Dies ist uns - allen Unkenrufen zum Trotz - bislang sehr erfolgreich gelungen."

Im Ergebnis erhält die Universität Bamberg zwei Lehrstühle für Angewandte Informatik mit 5 Mitarbeiterstellen, 2 Technikerstellen und Sekretariatskapazität, ferner zwei Juniorprofessuren mit jeweils einer halben Mitarbeiterstelle, eine Lehrprofessur für Erziehungswissenschaftliche Studien, insbesondere Psychologie in der Lehramtsausbildung und eine halbe Mitarbeiterstelle für ein Kooperationsprojekt mit der Universität Würzburg, also 14,5 zusätzliche Stellen.

Im Einzelnen:

1 Professur für Softwaretechnik und Programmiersprachen (Lehrstuhl)
2,5 Wissenschaftliche Mitarbeiter
1 Techniker
0,5 Sekretariat
1 Professur für Mensch-Computer-Interaktion (Lehrstuhl)
2,5 Wissenschaftliche Mitarbeiter
1 Techniker
0,5 Sekretariat
1 Juniorprofessur für Sicherheit in Informationssystemen
0,5 Wissenschaftlicher Mitarbeiter
1 Juniorprofessur für Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie
0,5 Wissenschaftlicher Mitarbeiter
1 Lehrprofessur für Erziehungswissenschaftliche Studien, insbesondere Psychologie in der Lehramtsausbildung

0,5 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Biopsychologie (Kooperation mit Universität Würzburg)

Hinzu kommt, dass im Rahmen der Zielvereinbarung auch eine Einigung erzielt wurde über Umwidmungen und damit die Neuerrichtung von drei weiteren Professuren gesichert ist sowie die Strukturverbesserung durch 4,5 Mitarbeiterstellen.

Die Zielvereinbarung selbst wurde am 21. Juli 2006 unterzeichnet. Darin wurde die Neuerrichtung von 5 Professuren, die Verlagerung von 2 Stellen in der Lehrerbildung von Bayreuth nach Bamberg sowie die Neuzuweisung von 3 Mitarbeiterstellen für die Lehre bzw. für die administrative Unterstützung qualitätssichernder Maßnahmen vereinbart, insgesamt 11 Stellen.

Dr. Martin Beyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bamberg.de/

Weitere Berichte zu: Innovationsfond

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung