Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Gewinner der ersten Runde der Exzellenzinitiative sind jetzt ermittelt

16.10.2006
Annette Schavan: "Ein bedeutender Tag für die Wissenschaft"

In der ersten Förderrunde der Exzellenzinitiative wurden die Ludwig-Maximilians-Universität in München, die Technische Universität München und die Universität Karlsruhe als Spitzenuniversitäten ausgewählt. Das hat am Freitag in Bonn der Bewilligungsausschuss mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik einstimmig beschlossen. Ebenfalls werden 18 Graduiertenschulen und 17 Exzellenzcluster gefördert. Im Rahmen der Exzellenzinitiative investieren Bund und Länder bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan kommentierte das Ergebnis wie folgt: "Das ist ein bedeutender Tag für die Wissenschaft in Deutschland. Wir haben festgestellt, dass zahlreiche exzellente Graduiertenschulen und Exzellenzcluster für eine Förderung vorgeschlagen wurden. Das spricht für die hohe Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen. Die Exzellenzinitiative hat in den Hochschulen viel Dynamik ausgelöst, die der gesamten Hochschullandschaft in Deutschland zugute kommen wird.

Ich danke den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland, die die anstrengende Aufgabe einer gewissenhaften Begutachtung übernommen haben. Und ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstellen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates für die Arbeit in den vergangenen Monaten, die weit über das normale Pensum ihrer Arbeit hinausgegangen ist.

Eine Sachdebatte über die vorliegenden Vorschläge der Wissenschaft fand deshalb nicht statt, weil die Struktur der vorgeschlagenen Liste ausschließlich eindeutig, also in der Wissenschaft einstimmig zustande gekommene Vorschläge enthielt. Zweifelsfälle wurden nicht vorgelegt. Letzteres hat bei Bund und Ländern Kritik hervorgerufen, weil nach einer vorangegangenen Absprache davon ausgegangen wurde, dass die heutige Sitzung auch dazu dient, bislang strittige Fälle in gemeinsamer Beratung zwischen Wissenschaft und Politik zu behandeln.

Die Wissenschaft hat heute einen anderen Weg vorgeschlagen. Die Politik ist diesen Weg einstimmig mitgegangen. Dies ist nicht zuletzt ein Vertrauensbeweis der Politik gegenüber den Voten der Wissenschaft. Für künftige Verfahren ist aus Sicht der Politik die Erwartung formuliert worden, eine gemeinsame Beratung strittiger Anträge im Bewilligungsausschuss zu ermöglichen.

In der heutigen Sitzung bestand Konsens, dass für beide Förderrunden einzig das Kriterium wissenschaftliche Exzellenz relevant für eine Förderung ist, regionale Gesichtspunkte also keine Rolle spielen. Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden Bund und Länder bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro investieren. Das ist ein wichtiges Signal an unsere Hochschulen für die Stärkung der universitären Forschung.

Das heute vorliegende Ergebnis bestätigt, dass dieser Schritt der Politik - neben den weiteren Initiativen der Länder und des Bundes, zum Beispiel den Pakt für Forschung und Innovation - richtig war zur Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass wir alles tun sollten, nach 2011 zu einer Verstetigung der Exzellenzinitiative zu kommen. Dafür werde ich mich einsetzen.

Ich freue mich sehr, dass wir zu einvernehmlichen Vorschlägen gekommen sind, die die Stärke deutscher Hochschulen sichtbar machen. Deshalb sage ich: Das ist ein bedeutender Tag für die Wissenschaft in Deutschland."

Die Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung werden mit durchschnittlich 6,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert, die Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit rund einer Million Euro. Zusätzlich wird ein pauschaler Zuschlag in Höhe von 20 Prozent der Fördersumme für indirekte Projektkosten bereitgestellt. Für die dritte Förderlinie, die Zukunftskonzepte der Spitzenuniversitäten, sind je Universität Mittel von durchschnittlich 21 Millionen Euro pro Jahr einschließlich der Förderung in den ersten beiden Förderlinien vorgesehen. Voraussetzung dafür ist, dass eine Hochschule mindestens ein Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule vorweisen kann.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.bmbf.de/press/1894.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik

Der Evolution des Immunsystems auf der Spur

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik