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HIGHSEA als bestes Netzwerk ausgezeichnet

29.09.2006
NaT-Working: Naturwissenschaften und Technik - Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich

Der NaT-Working-Preis der Robert Bosch Stiftung wird am 28. September zum fünften Mal in Stuttgart verliehen. HIGHSEA (HIGH school of Science & Education @ the AWI), das Schulprojekt des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung wurde als bestes unter elf nominierten Projekten ausgezeichnet. Der NaT-Working-Preis ist mit insgesamt 90.000 € dotiert und verteilt sich mit 50.000 €, 30.000 € und 10.000 € auf die besten drei Projekte.

Der NaT-Working-Preis zeichnet exzellente Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen aus, die es schaffen, Schüler für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Die Vermittlung von wissenschaftlichen Methoden ist dabei im Fokus der Ausschreibung. Neben diesen Kriterien gilt es auch, das langfristige Bestehen und die Finanzierung zu sichern oder gar die Projekte in der jeweiligen Institution organisatorisch zu verankern. Sicherung und Steigerung der Qualität sowie das "Wissen für alle zugänglich machen" sind weitere Bedingungen, die es bei der Bewerbung für den NaT-Working-Preis zu erfüllen galt.

HIGHSEA wurde heute mit dem Nat-Working-Preis 2006 ausge-zeichnet. Die Preissumme beläuft sich auf € 50.000, die aus-schließlich dem Projekt und allen an der Initiative beteiligten Personen und Gruppen zugute kommen soll. Dr. Susanne Gatti und Kerstin von Engeln, Leiterinnen des Schulprojektes am Alfred-Wegener-Institut beantworten die Frage, wofür das Geld Verwendung finden wird: "Wir können zum Beispiel die nächste Expedition für die Schüler damit finanzieren. Vielleicht können wir aber auch eine kleine Stiftung gründen, deren Aufgabe in der langfristigen Finanzierung des Projekts liegt."

HIGHSEA besteht mittlerweile seit fünf Jahren. Bereits zwei Jahrgänge haben erfolgreich ihr Abitur in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut abgeschlossen. Fächer übergreifender Unterricht in enger Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des Hauses ist eines der Markenzeichen des Projekts: Teamteaching ohne festen Stundenplan und ohne Pausengong. Die erste Evaluierung untermauert die hervorragende Konzeption. Lassen wir die Beteiligten zu Wort kommen:

Der Verwaltungsdirektor des Alfred-Wegener-Instituts, Dr. Rainer Paulenz, der das Schulprojekt angestoßen und gefördert hat kommentiert: "Die Vergabe des NaT-Working-Preises an HIGHSEA bestätigt, dass es hier auf einzigartige Weise gelungen ist, Schule und Wissenschaft miteinander zu verknüpfen. Die bisher erzielten Ergebnisse sind hervorragend und die beteiligten Lehrer, Schüler und Wissenschaftler haben den Preis verdient."

Peter Weinhold, Mathematiklehrer im Schulprojekt sagt: "Nach mehr als 30 Dienstjahren in der Schule kann ich feststellen, dass das AWI-Projekt HIGHSEA für mich die pädagogische, fachliche und kollegiale Erfüllung ist."

Dr. Michael Schodlok, Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut stellt fest: "Für alle Beteiligten ist das Schulprojekt eine Win-Win Situation, wie man auf "Neu-Deutsch" sagt, das heißt alle haben etwas davon. Die Schüler erleben spannenden und ungewöhnlichen Unterricht, der sich deutlich aus dem normalen Schulalltag hervorhebt. Als Wissenschaftler habe ich die Möglichkeit, Schüler für Naturwissenschaften zu begeistern und somit aktiv mit und an dem für uns so wichtigen Nachwuchs zu arbeiten."

Lennard Türk, Schüler des vierten Jahrgangs bemerkt: "Im HIGHSEA Projekt erlebe ich wissenschaftliches Arbeiten und Teamgeist hautnah ? es ist einzigartig, weil das an meiner normalen Schule nicht möglich ist. Alles in allem ist dieses Projekt das Beste, was mir als Schüler passieren konnte."

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Dr. Angelika Dummermuth | idw
Weitere Informationen:
http://highsea.awi.de

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