Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanoelektronik: Uni Paderborn und Fraunhofer IZM unterstützen Industrie bei Entwicklung von Schaltungen für Automobilbranche

14.09.2006
Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt 600.000 Euro

In einem innovativen Projekt werden von der Universität Paderborn und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) gemeinsam mit der Industrie Schaltungen für die Automobilbranche entwickelt.

Ziel ist eine Verbesserung der elektromagnetischen Zuverlässigkeit und Sicherheit von Kraftfahrzeugen. Das Konzept wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt etwa 600.000 Euro unterstützt.

Kontakt: Prof. Dr. Wilfried Hauenschild, Universität Paderborn, Fakultät für Elektrotechnik, Mathematik und Informatik, Tel.:05251-60-5393, wilf@uni-paderborn.de, http://wwwcs.uni-paderborn.de/cs/ag-hauenschild/

... mehr zu:
»IZM »Mikrointegration

und

Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Abteilung Advanced System Engineering, Dipl.-Ing. Werner John, Tel.: 05251-5402-100, werner.john@pb.izm.fhg.de

Nanoelektronische Schaltungen beginnen Standard in industriellen Anwendungen zu werden. Sie weisen aber eine erhöhte Störanfälligkeit gegenüber elektromagnetischen Beeinflussungen auf.

"Unser Ziel ist es, künftige vom Automobilmarkt geforderte integrierte Schaltungen in Nanometer-Strukturen so robust zu entwerfen, dass das Gesamtsystem Automobil zuverlässig funktioniert. Störungsbedingte Ausfälle, die zu Schäden für Mensch und Maschine führen können, sollen so vermieden werden", erläutern Prof. Dr. Wilfried Hauenschild von der Uni Paderborn und Dipl.-Ing. Werner John von der Paderborner Abteilung ASE des IZM.

Der Name PARACHUTE (engl. für Fallschirm) wurde gewählt, um zu verdeutlichen, dass eine Sicherheit für den Entwickler eines Chips eingebaut wird: "Wenn nichts mehr geht im Chipentwurf, dann stellen die Methoden und Werkzeuge aus PARACHUTE den Fallschirm dar, der genutzt werden kann, um den elektromagnetischen Problemen begegnen zu können", betont Dipl.-Ing. Werner John, der das Projekt für das Fraunhofer IZM koordiniert. Dieser Ansatz ist so zukunftsweisend, dass er von mehreren europäischen Regierungen finanziell unterstützt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat nun Fördermittel über drei Jahre in Höhe von etwa 600.000 Euro für Paderborn bewilligt. Insgesamt beträgt der Projektumfang für die deutschen Projektpartner 12 Millionen Euro. Die Hälfte davon sind Fördermittel, den Rest steuern Industriepartner und andere Einrichtungen bei.

PARACHUTE ist das zweite große Projekt, das gemeinsam vom Advanced System Engineering Center (ASEC) der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik der Uni Paderborn und der Abteilung Advanced System Engineering (ASE) des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Paderborn begonnen wurde. Das Projekt ist ein "Kind" der langjährigen Kooperation zwischen der Paderborner Hochschule und dem Fraunhofer-Institut.

Die Arbeiten der Universität Paderborn werden von bis zu sechs wissenschaftlichen und mehreren studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Sie werden wissenschaftlich und organisatorisch von den Professoren Wilfried Hauenschild, Ulrich Hilleringmann und Andreas Thiede geleitet. Wie in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert, erfolgt eine enge Abstimmung der wissenschaftlichen Arbeiten mit der Paderborner Fraunhofer Abteilung.. Ziel der Arbeit ist die Unterstützung der frühen Phasen des Entwurfsprozesses durch geeignete Modellierungsmethoden und Software-Werkzeuge. Dazu sind zum Teil forschungsintensive Vorarbeiten in enger Abstimmung mit den industriellen Partnern (Conti TEMIC, Infineon, Bosch und Zuken) notwendig. Die Zuken GmbH aus Paderborn wird einige der entstehenden Werkzeuge weiterentwickeln und kommerziell zur Verfügung stellen.

Das Projekt wird koordiniert von der Infineon Technologies AG. Das IZM in Paderborn übernimmt die Koordination der Arbeiten in Forschung und Entwicklung sowie die Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit.

Tibor Werner Szolnoki | idw
Weitere Informationen:
http://wwwcs.uni-paderborn.de/cs/ag-hauenschild/

Weitere Berichte zu: IZM Mikrointegration

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik