Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Lung Health Award" für Professor Albert Osterhaus

01.09.2006
Professor Albert Osterhaus erhält für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der Vogelgrippe und SARS den "Lung Health Award"

Die Europäische Lungenstiftung (ELF - European Lung Foundation) verleiht Professor Albert D.M.E. Osterhaus, einem weltweit führenden Virologen, den "European Lung Foundation Award" in Anerkennung seiner bedeutenden Arbeit im Zusammenhang mit der Prävention und Eindämmung von Virusinfektionen der Atemwege.

Virusinfektionen der Lunge könnten pandemisch und für viele Europäer lebensbedrohlich werden. Professor Osterhaus und sein Forscherteam machten auf diesem Gebiet entscheidende Entdeckungen, die ihnen ermöglichten, die folgenden Nachweise zu erbringen:

1) Die Entdeckung, dass ein Virenstamm der Hongkong-Grippe, der den Tod eines dreijährigen Jungen verursachte, zum Virenstamm der Vogelgrippe, bekannt als H5N1, gehörte und dass H5N1 auf den Menschen übertragen werden kann.

2) Das Identifizieren des Humanen Metapneumovirus (HMPV), das Ursache einer Reihe von Atemwegserkrankungen ist. Das klinische Spektrum der HMPV-Infektion reicht dabei von einer leichten Infektion der oberen Atemwege bis hin zu einer Lungenentzündung.

3) Der Beweis, dass das schwere akute Atemwegssyndrom (SARS) durch ein Coronavirus verursacht wird, das normalerweise bei Zibetkatzen und anderen Fleisch fressenden Tieren vorkommt.

Professor Osterhaus ist nicht nur ein engagierter Forscher sondern setzt sich auch unermüdlich dafür ein, das Problem aufzuzeigen und die Verbreitungsvermeidung der potenziell tödlichen Viren zu unterstützen. Dabei arbeitet er vor allem mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammen. Aus diesem Grund ist er würdiger Preisträger des "European Lung Foundation Awards", einer Auszeichnung für herausragende Beiträge zur Gesundheit der Menschen und Lungenerkrankungen.

Professor Osterhaus brachte klar zum Ausdruck: "Wenn wir jetzt nicht handeln, dann stehen wir im Falle einer Pandemie mit leeren Händen da und beklagen unnötige Todesfälle."

Professor Osterhaus wurde 1948 in den Niederlanden geboren. Er war zuerst approbierter Tierarzt, bevor er in die Forschung ging und 1978 an der Universität Utrecht in Virologie promovierte. Danach arbeitete er für das Staatliche Institut für Gesundheit und Umwelt, Niederlande (RIVM). Dort übte er verschiedene Funktionen aus und begann neben der Herstellung von Impfstoffen damit, Tierviren zu untersuchen.

Der Award wird Professor Albert Osterhaus im Rahmen der Eröffnungsfeier des Kongresses der European Respiratory Society (ERS) übergeben. Die Veranstaltung findet am 2. September 2006 um 17.45 Uhr im Raum 14 des Internationalen Kongresszentrums in München statt.

Die Europäische Lungenstiftung / European Lung Foundation (ELF)

Fast jede europäische Familie ist von den belastenden Auswirkungen im Zusammenhang mit Asthma, Lungenkrebs und chronischer Bronchitis sowie anderen Lungenerkrankungen betroffen. Dennoch ist die Öffentlichkeit schlecht über Lungenkrankheiten informiert und die meisten staatlichen Regierungen stellen für diese Erkrankungen nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung.

Die Europäische Lungenstiftung (ELF) unterstützt die Europäische Atemwegsgesellschaft (ERS) dabei, ihr Fachwissen über respiratorische Medizin an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Die Europäische Lungenstiftung hat inzwischen eine eigene Website aufgebaut www.european-lung-foundation.org, um der Allgemeinheit, Patienten und Politikern in ganz Europa Informationen über Lungenkrankheiten zu vermitteln.

Private und unternehmerische Fördermitglieder sind aufgerufen, sich der Europäischen Lungenstiftung anzuschließen, um Projekte auszuarbeiten, die dazu beitragen, die Probleme im Zusammenhang mit Lungenerkrankungen in Europa anzugehen.

Europäische Atemwegsgesellschaft / European Respiratory Society (ERS)

Die Europäische Atemwegsgesellschaft (ERS) hat die Europäische Lungenstiftung ins Leben gerufen. Sie ist eine allgemeinnützige internationale medizinische Organisation mit mehr als 7.000 Mitgliedern. Der Auftrag der Gesellschaft ist die Förderung von Weiterbildung und Forschung auf dem Gebiet respiratorische Medizin. Sie ist das führende Forum in Europa für die Präsentation von Forschungsergebnissen und für den Wissensaustausch unter allen Wissenschaftlern und Medizinern, die sich mit respratorischer Medizin befassen.

Die Empfänger des European Lung Foundation Awards der vergangenen Jahre sind

2005: Richard Peto für seine Pionierarbeit in epidemiologischen Studien zu Todesfällen infolge Tabakkonsums sowie über Krebsprävention.

2004: Robert Loddenkemper für das European Lung White Book.

2003: Gro Harlem Brundtland für die Einführung der Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle.

2002: Claude Lenfant für seine herausragende Arbeit im National Lung Heart and Blood Institute.

2001: David Byrne für seine bedeutenden Leistungen in Sachen Tabakkontrolle in Europa.

|
Weitere Informationen:
http://www.european-lung-foundation.org/

Weitere Berichte zu: Atemwegsgesellschaft ELF ERS Lungenerkrankung Lungenstiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warum der Brennstoffzelle die Luft wegbleibt

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chlamydien: Wie Bakterien das Ruder übernehmen

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

28.03.2017 | Physik Astronomie