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Kyoto-Preis Komitee gibt Gewinner 2006 bekannt

25.07.2006
US-amerikanischer Genetiker und Immunologe Leonard Herzenberg erhält den Kyoto-Preis

Dr. Leonard Arthur Herzenberg, Professor an der kalifornischen Stanford Universität, erhält den Kyoto Preis, eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Kultur. Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufene Preis wird in den Kategorien Kunst und Philosophie, Hochtechnologie und Grundlagenforschung vergeben und ist pro Kategorie mit 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) dotiert. Die Preisverleihung findet am 10. November im japanischen Kyoto statt.

Herzenberg entwickelte als weltweit Erster ein Verfahren um lebensfähige Zellen nach ihren Eigenschaften zu sortieren. Bereits 1969 baute er mit seiner Forschungsgruppe an der School of Medicine, Stanfords medizinischem Lehrzentrum, das erste Modell seines Durchflusszytometers, FACS genannt (Fluorescence-Activated Cell Sorter). Dank dem FACS wurde es möglich, Zellen mit spezifischen Funktionen zu zählen und DNA, RNA und Protein aus einer Einzelzelle in lebensfähigem Zustand zu isolieren und zu analysieren.

Der FACS wird in allen Bereichen der Biowissenschaften eingesetzt: Von grundlegenden biologischen Disziplinen wie der Immunologie bis hin zu angewandten biologischen Disziplinen wie der Medizinwissenschaft. In der klinischen Medizin findet er vor allem Verwendung, um den Krankheitsgrad von HIV-infizierten Patienten zu ermitteln oder den Verlauf von Leukämieerkrankungen zu untersuchen. Von grundlegender Bedeutung ist der FACS in dem noch jungen Bereich der Regenerativen Medizin, zu dem auch die Stammzellenforschung gehört. Die Regenerative Medizin erforscht die Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Funktionen geschädigter Zellen und Organe.

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Weitere Preisträger sind der japanische Designer Issey Miyake in der Kategorie Kunst und Kultur sowie sein Landsmann Hirotugu Akaike, Doktor der Mathematik und Professor Emeritus des Instituts für statistische Mathematik Tokio, in der Kategorie Grundlagenforschung.

Daniela Faust | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kyocera.de

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