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Siemens unterstützt Gründung des ersten “European Institute of MolecularI maging” an der Universität Münster

03.07.2006
Siemens Medical Solutions (Med) will die Spitzenforschung in Deutschland vorantreiben. Deshalb engagiert sich das Unternehmen sehr stark bei der Gründung des ersten „European Institute of Molecular Imaging - EIMI” an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Eine Vereinbarung über die Förderung des neuen Instituts wurde heute unterzeichnet. Siemens bringt auf der Grundlage einer Fünf-Jahres-Förderung ein breites Spektrum an Leistungen in das neue Institut ein. Das EIMI soll bereits im Oktober 2006 seine Arbeit aufnehmen. Die Universität erwartet eine weitere Stärkung der bereits vorhandenen Fachkompetenz in der Molekularen Bildgebung, insbesondere durch die Möglichkeit, mit innovativer molekularer Bildgebungstechnik (z.B. MR-PET) zu arbeiten.
Die Universität und das Universitätsklinikum Münster gehören zu den Vorreitern bei der Forschung zur Molekularen Bildgebung. Hier wurde bereits im Juni 2005 ein interdisziplinärer Sonderforschungsbereich „Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung – MoBil“ unter Einbeziehung von vier Fakultäten installiert – das erste von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Kompetenzzentrum für Molekulare Bildgebung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund und mit der Gründung des EIMI sieht Siemens exzellente Chancen der Zusammenarbeit.

Das neue EIMI wird zwei Arbeitsbereiche umfassen. Der eine Bereich wird sich auf die Entwicklung spezifischer zielorientierter Substanzen konzentrieren, so genannter Biomarker, deren Verteilungen im Patienten bildlich dargestellt werden können. Diese Moleküle weisen auf bestimmte krankhafte Veränderungen hin. Im Fokus des zweiten Arbeitsbereichs steht die Entwicklung der technologischen Möglichkeiten sowie deren präklinische Evaluation. Siemens erhält so Zugang zu Fachwissen im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie zu den Neuentwicklungen des EIMI, wie beispielsweise Biomarker und Algorithmen.

Forschungsergebnisse der molekularen Medizin und innovative Diagnoseverfahren begründen aktuell einen Wandel von einer stark erfahrungsbasierten, reaktiven Medizin der Vergangenheit, hin zu einer wissensbasierten, auf Wirkzusammenhänge gestützten Medizin der Zukunft: Präventives Screening und Früherkennung, verbunden mit einer fokussierten, personalisierten und hochwirksamen Therapie sollen das Warten auf Symptome und die in der Folge oftmals invasive und mit großen Nebenwirkungen behaftete Behandlung eines bereits manifestierten Krankheitsbildes schrittweise ablösen. Im Ergebnis kann diese Entwicklung einen großen Beitrag leisten, die Qualität der Gesundheitsversorgung deutlich zu steigern und zugleich die Kosten zu senken. Die bis dahin zu lösenden Aufgaben erfordern fächerübergreifende Kompetenz. Im Bereich der kardiovaskulären Bildgebung bietet Münster hierfür beste Voraussetzungen.

Angesichts der vorhandenen Fachkompetenz in der kardiovaskulären molekularen Bildgebung an der Universität Münster und den großen Herausforderungen bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. molekulare Bildgebung von arteriosklerotischen Plaques) wird das EIMI das Hauptgewicht der wissenschaftlichen Arbeit auf die Erforschung molekularer Prozesse in Gefäßen und im Herz legen. Dafür wird das EIMI in zwei große Arbeitsbereiche gegliedert sein, nämlich „Target Biology & Chemistry” und „Technology & Imaging”. Ein ausgewählter Rat, das so genannte „Joint Review Committee”, mit Mitgliedern beider Partner verfolgt das Ziel, Studien zu entwickeln, Forschungstätigkeiten zu koordinieren und Studiendaten auszutauschen.

An der Universität Münster gibt es ein breites Fachwissen auf den verschiedenen Teilgebieten der kardiovaskulären molekularen Bildgebung. Es reicht vom Fachwissen über Herz-Kreislauf-Erkrankungen (einer der wissenschaftlichen Schwerpunkte der medizinischen Fakultät) über Fachwissen in Chemie und chemische Markierung im Fachbereich Chemie, dem Fachbereich Physik und dem Fachbereich Medizin bis hin zu Bilderzeugung und –Analyse in den Fachbereichen Mathematik/Informatik, Physik und Medizin.

Die Westfälische Wilhelms-Universität ist deutschlandweit die drittgrößte Universität. Über 3.500 Studenten und 200 Gastwissenschaftler aus anderen Ländern verleihen der Universität ein internationales Flair. Zurzeit verteilen sich knapp 40.000 Studierende auf 120 verschiedene Studienfächer in 15 Fachbereichen. Über 250 Institute und Seminare betreiben sowohl grundlegende als auch anwendungsbezogene Forschung. Bei ihrer Gründung im Jahr 1780 umfasste die Universität vier Fakultäten: Theologie, Philosophie, Jura und Medizin. 1980 wurde die pädagogische Hochschule im Zuge der Bildungsreform der 70er Jahre in die Universität integriert. Mehr Informationen finden Sie unter www.uni-muenster.de

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1 Mrd. €.

Ansprechpartner:

Universität Münster
Jutta Reising
Tel. 0251 – 832 2115
jutta.reising@uni-muenster.de

Siemens Medical Solutions
Anja Süssner
Tel. 09131 – 84 3292
anja.suessner@siemens.com

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

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