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PM 07/2006: Pakt für Forschung greift!

26.06.2006
Der Pakt für Forschung und Innovation, vor einem Jahr mit Gültigkeit ab 2006 von den Regierungschefs des Bundes und der Länder mit den Wissenschaftsorganisationen abgeschlossen, zeigt Wirkung. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat heute beschlossen, dass sowohl die MPG als auch die DFG entsprechend den Paktaussagen für 2007 von einem Zuwachs ihrer Zuwendung um 3 % ausgehen können.

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) soll 2007 eine gemeinsame Zuwendung des Bundes und der Länder in Höhe von gut 1 Milliarde Euro (1.052.509.000 Euro) erhalten. Der Bund und die Länder bringen diesen Betrag je zur Hälfte auf. Die MPG wird den Zuwachs insbesondere dafür nutzen, ihren strategischen Innovationsfonds auszubauen. Dieser Fonds, der dann knapp 4 % der Gesamtzuwendung betragen soll, dient der Förderung von Innovationen, der Erprobung neuer Arbeitsformen, der Erschließung neuer Forschungsfelder, der Nachwuchsförderung und weiteren Anschubmaßnahmen. In besonderem Maße wird außerdem die hochkarätige Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in International Max Planck Research Schools (IMPRS) verstärkt. Die MPG kommt mit diesen Maßnahmen ihrerseits der Zusage aus dem Pakt für Forschung und Innovation nach, die Effizienz und die Qualität in Forschung und Wissenschaft auf dem bestehenden hohen Niveau zu sichern und weiter zu steigern.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) erhält 2007 eine gemeinsame Zuwendung des Bundes und der Länder in Höhe von ca. 1,4 Milliarden Euro (1.406.164.000 Euro). 58 % dieses Betrages bringt der Bund auf, 42 % finanzieren die Länder. Die Mittel stehen der DFG insbesondere für die Förderung von Sonderforschungsbereichen, Forschungszentren, Schwerpunktprogrammen, Forscher-gruppen, von hochqualifizierten jüngeren Wissenschaftlern und nicht zuletzt auch für Einzelförderungen im Normalverfahren zur Verfügung. Damit können exzellente Forschungsvorhaben einzelner Wissenschaftler gefördert werden. Mit über 420 Mio. Euro stehen der Einzelförderung im Normalverfahren mehr als 30 % des Fördervolumens der DFG zur Verfügung.

Darüber hinaus erhält die DFG aufgrund der Vereinbarung über die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen (Exzellenzinitiative) für 2007 Mittel in Höhe von 379 Mio. Euro; dieser Betrag wird zu drei Vierteln vom Bund und zu einem Viertel von den Ländern aufgebracht. Im Herbst dieses Jahres werden die ersten Förderentscheidungen im Rahmen der Exzellenzinitiative fallen.

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Schließlich hatte die BLK heute auch noch die letzten Entscheidungen für das Haushaltsjahr 2006 zu fällen: Die sechs forschenden Museen der Leibniz-Gemeinschaft und das Herder-Institut für Ostmitteleuropaforschung, die einen gewissen Nachholbedarf haben, erhalten für 2006 einen überproportionalen Zuwachs in Höhe von 8,4 %, zusammen knapp 31 Mio. Euro. Insgesamt erhalten die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 2006 damit rund 756 Mio. Euro, das sind knapp 3 % mehr als 2005. Über die Zuwendungen für 2007 wird die BLK in ihrer nächsten Sitzung im Oktober entscheiden; auch hier wird aufgrund des Paktes für Forschung und Innovation ein Zuwachs um mindestens 3 % angestrebt.

Maria Adler | idw
Weitere Informationen:
http://www.blk-bonn.de

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