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Bundesregierung stärkt europäische Forschungsförderung

09.06.2006
Staatssekretär Meyer-Krahmer: "Es lohnt sich, weiter auf EUREKA zu setzen"

Die Bundesregierung wird ihr Engagement bei der Forschungsinitiative EUREKA unvermindert fortsetzen. Das erklärte Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), am Freitag während der EUREKA-Ministerkonferenz in Prag. "Unser heutiges Treffen hat gezeigt, dass EUREKA die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Forschung und Innovation entscheidend vorangebracht hat. Es lohnt sich also, diese gemeinsame Initiative weiter zu stärken."

Schwerpunkt der Konferenz ist in diesem Jahr die "Rolle von EUREKA bei der Schaffung von Zukunftsmodellen marktorientierter Forschung". Meyer-Krahmer wies darauf hin, dass deutsche Unternehmen nach wie vor EUREKA-Projekte stark unterstützen. Dies zeige sich sowohl bei der Beteiligung an strategischen Großprojekten im Bereich der Informationstechnologien - den so genannten EUREKA-Clustern - wie auch bei der Teilnahme kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an EUREKA-Projekten.

Deutschland werde sich auch an dem geplanten Eurostars-Programm beteiligen, sagte der Staatssekretär. Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame Förderinitiative von 21 EUREKA-Mitgliedsländern und der Europäischen Kommission, die sich an forschende KMUs mit hohem Wachstumspotenzial richtet. Fördermittel werden sowohl aus dem Siebten Forschungsrahmenprogramm der EU als auch von den beteiligten Mitgliedsstaaten - in Deutschland vom BMBF - zur Verfügung gestellt. Ein Start des Programms ist 2007 geplant.

Meyer-Krahmer betonte, die EUREKA-Mitgliedsländer müssten offen bleiben für neue Ideen und vor allem auch zuhören, wenn die Wirtschaft ihre Erwartungen an die Förderung von Forschungs- und Innovationsaktivitäten zum Ausdruck bringt. Aus deutscher Sicht sollte sich EUREKA in Zukunft verstärkt dem Thema Innovation widmen. Dabei gehe es um die Frage, wie das in Europa vorhandene Potenzial an Know-how und finanziellen Ressourcen in Forschung und Technologie durch geeignete Kooperationen stärker gebündelt werden kann.

Die Projektbilanz des tschechischen EUREKA-Vorsitzjahres (Juli 2005 - Juni 2006) kann sich nach Auffassung des BMBF sehen lassen: Insgesamt 185 neue Projekte, davon 49 mit deutscher Beteiligung, wurden beschlossen. Zudem wurden sechs strategische Projekte, davon vier mit Teilnehmern aus Deutschland, verabschiedet. Dazu zählt das neue Cluster EURIPIDES (European Initiative for Packaging and Integration of Microdevices and Smart Systems). Dieser Forschungsschwerpunkt bündelt die Aktivitäten der bestehenden EUREKA-Initiativen bei der Anwendung der Mikrosystemtechnik und zur Entwicklung von Miniatursystemen, zum Beispiel in der Unterhaltungselektronik.

Am Vorabend der Konferenz wurde der mit 10 000 Euro dotierte EUREKA-Umweltpreis, der Lillehammer Award, an zwei EUREKA-Projekte verliehen. An einem dieser Projekte waren drei deutsche Unternehmen beteiligt. Die im Rahmen dieses österreichisch-deutschen Vorhabens realisierte elektrochemische Färbetechnik definiert einen neuen Stand der Technik für kostengünstiges und umweltfreundliches Färben.

Weitere Informationen gibt es bei:

Dr. Julia Kipper-Albertini
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Telefon: 0228/3821-356
E-Mail: eureka@dlr.de

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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