Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

5 Millionen Euro für "Robotersysteme" - Sonderforschungsbereich der TU Braunschweig verlängert

24.05.2006


Der seit dem Jahr 2000 geförderte Sonderforschungsbereich 562 "Robotersysteme für Handhabung und Montage" ist für weitere vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt worden. Damit erhalten die Forscher der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik der TU Braunschweig sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Braunschweig rund 5 Millionen Euro, um ihre Forschungsarbeiten an hochdynamischen Parallelstrukturen mit adaptronischen Komponenten bis zum Jahr 2010 fortzuführen.



Nachdem eine Expertenkommission dem Sonderforschungsbereich 562 bereits während der Begutachtung am 21./22. März ausgezeichnete Forschungsergebnisse während der letzten drei Jahre attestiert hatte, wurde die endgültige Entscheidung für eine weitere Förderung bis zum Jahr 2010 am gestrigen Dienstag vom Bewilligungsausschuss der DFG getroffen. Prof. Friedrich Wahl, Sprecher des Sonderforschungsbereichs und Leiter des Instituts für Robotik und Prozessinformatik freute sich über die Entscheidung des Gremiums und erklärte "stolz darauf zu sein, das im Bereich der Parallerobotik weltweit führende Forschungsvorhaben auch weiterhin vertreten zu dürfen".



Seit nunmehr sechs Jahren befasst sich der Sonderforschungsbereich 562 intensiv mit der Entwicklung von Parallelrobotern, einer speziellen Klasse von Robotern, die sich gegenüber herkömmlichen Systemen durch höhere Geschwindigkeiten und höhere Genauigkeiten auszeichnen. Damit wird den Parallelrobotern ein großes Potenzial in der Produktionstechnik, vor allem bei Handhabungs- und Montageprozessen vorausgesagt. Durch den Einsatz so genannter adaptronischer Komponenten - einer Braunschweiger Erfindung - in den Strukturen lassen sich die Leistungseigenschaften der Roboter nochmals steigern, indem die bei hochdynamischen Bewegungen unweigerlich auftretenden Schwingungen gedämpft werden.

Ihre bisher häufig nur prototypisch umgesetzten Ergebnisse wollen die am Sonderforschungsbereich 562 beteiligten Wissenschaftler nun in den kommenden vier Jahren im Hinblick auf einen industriellen Einsatz optimieren. Dazu steht eine Reihe eigens entwickelter Paralleleroboter zur Verfügung. Gerade erst aufgebaut wurde der Triglide-Roboter, der im Vergleich zu anderen Parallelrobotern über einen extrem großen Arbeitsraum verfügt. Erreicht wurde dies über einen im Sonderforschungsbereich 562 entwickelten Ansatz, der in Anlehnung an ein aus der klassischen Getriebelehre bekanntes Verfahren als Durchschlagen bezeichnet wird. Mit Bezug auf dieses Verfahren und einem Augenzwinkern sprechen die Mitglieder des Sonderforschungsbereichs 562 im Zusammenhang mit ihren Forschungsergebnissen und der DFG-Bewilligung auch von einem "durchschlagenden Erfolg" und freuen sich darauf innerhalb der nächsten vier Jahre weitere wegweisende Entwicklungen vornehmen zu können.

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://tu-braunschweig.de/sfb562

Weitere Berichte zu: DFG Luft- und Raumfahrt Parallelroboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie